Praxisnaher Fragenkatalog für zielführende KI-Entwicklung Orientierungshilfe für KI-Entwickler

Von Bernhard Lück

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Die Begleitforschung des Innovationswettbewerbs „KI als Treiber für volkswirtschaftlich relevante Ökosysteme“ (KI-Innovationswettbewerb) hat einen neuen Leitfaden für das Qualitätsmanagement bei der Entwicklung von KI-Lösungen und -Anwendungen veröffentlicht.

Der Leitfaden soll die Entwicklung von KI-Lösungen und -Services vorantreiben.
Der Leitfaden soll die Entwicklung von KI-Lösungen und -Services vorantreiben.
(Bild: Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz)

Mit dem „Leitfaden für das Qualitätsmanagement bei der Entwicklung von KI-Lösungen und -Services“ reagiert das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) auf die Tatsache, dass die Verbreitung von KI-Lösungen und -Anwendungen insgesamt noch hinter den Erwartungen und Prognosen aus den Vorjahren zurückbleibt. Ein Grund dafür sei, dass viele KI-Entwicklungsvorhaben zurzeit noch nicht zu marktfähigen Ergebnissen führen. Marktforschungsunternehmen zufolge schaffe lediglich die Hälfte aller KI-Projekte überhaupt den Schritt vom Prototyp zum marktfähigen Produkt oder Service, 80 Prozent der Vorhaben würden abgebrochen, bevor ein Prototyp entwickelt werden konnte.

Der Leitfaden biete eine Orientierungshilfe für KI-Entwickler, um Anwendungen auf Umsetzbarkeit zu überprüfen. Anforderungen wie die Marktchancen oder die Erfüllung gesetzlicher Richtlinien stünden dabei ebenso im Fokus wie die Wirtschaftlichkeit des Entwicklungsprozesses selbst.

Es sei ein Qualitätsmanagement notwendig, das KI-Vorhaben über ihren gesamten Entwicklungszyklus begleitet sowie Faktoren, die maßgeblich zum Scheitern der Projekte beitragen – etwa unrealistische Erwartungen und organisatorische Randbedingungen wie gesetzliche Hürden oder technische Schwierigkeiten – besser beherrschbar zu machen.

Der Leitfaden zeige auf, wie das Qualitätsmanagement optimal entlang der vier Lebensphasen von KI-Systemen – Charakterisierung, Design, Entwicklung und Betrieb – gestaltet werden kann. Dabei würden für jede Lebensphase Qualitätskriterien angeführt und mit Indikatoren unterlegt, anhand derer sich die Erfüllung der Kriterien nachverfolgen lasse. Damit KI-Entwickler die Qualitätsmanagementansätze konkret in ihrem Projekt umsetzen können, gebe es die Kriterien in Form eines Fragenkatalogs. Weitere Unterstützung biete der Leitfaden durch mit den Kriterien verknüpfte Lösungshilfen sowie Verweise auf Normen und Standards, etablierte Werkzeuge, Best Practices und sonstige Forschungsansätze. Auch Aspekte des Qualitätsmanagements, für die bislang nur wenige oder noch unausgereifte Lösungshilfen bestehen, würden adressiert.

Zur Erstellung des Leitfadens seien eine ausführliche Literaturrecherche zu den Themen Qualität und Qualitätsbewertung von KI-Systemen sowie Interviews mit Expertinnen und Experten aus Wirtschaft und Forschung durchgeführt worden. Die Interviewten verfügten über weitreichende, branchenübergreifende Expertise, vom Gesundheitswesen bis hin zu Landwirtschaft oder Fertigung.

Im Rahmen des Förderprogramms KI-Innovationswettbewerb werden aktuell 26 Projekte gefördert, die innovative neue Ansätze für KI-basierte Plattformökonomie erforschen, entwickeln und zur Marktreife führen. Der neue Leitfaden soll hierbei als essenzielle Unterstützung dienen.

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