Künstliche Intelligenz Nutzung generativer KI pendelt sich ein: Neue Studie beleuchtet Nutzung und Ängste in Deutschland

Quelle: Bayerisches Forschungsinstitut für Digitale Transformation 2 min Lesedauer

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Zwei Jahre nach dem Launch von ChatGPT zeigt eine Studie des Bayerischen Forschungsinstituts für Digitale Transformation, dass die Euphorie um Generative KI in Deutschland abflacht – ebenso, wie die Angst vor der Technik.

Laut einer aktuellen Untersuchung stagniert die Nutzung von generativer KI auf dem Vorjahresniveau.(Bild:  frei lizenziert / KI-generiert /  Pixabay)
Laut einer aktuellen Untersuchung stagniert die Nutzung von generativer KI auf dem Vorjahresniveau.
(Bild: frei lizenziert / KI-generiert / Pixabay)

Laut der Studie des Bayerischen Forschungsinstituts für Digitale Transformation (BIDT) haben rund 73 Prozent der Internetnutzer in Deutschland von Generativer KI gehört, jedoch nutzten lediglich 35 Prozent diese Technologien aktiv. Das Nutzungniveau ist dabei stabil im Vergleich zum Vorjahr. Die beliebtesten Anwendungen sind ChatGPT, das von 81 Prozent der User in Anspruch genommen wird, gefolgt von Google Gemini (30 Prozent) und Microsoft Copilot (26 Prozent). Nur 25 Prozent der Erwerbstätigen verwenden die Technologie im Berufsleben, berichten jedoch von positiven Effekten wie Zeitersparnis und kreativer Inspiration, so die Studienverantwortlichen.

Die Untersuchung zeige auch, dass ein erheblicher Teil der Nutzer (70 Prozent) die generierten Inhalte kritisch überprüft. Antonia Schlude, wissenschaftliche Referentin des BIDT Think Tanks, betont, dass vor allem höherqualifizierte Berufsgruppen von den Veränderungen durch Generative KI betroffen sein werden. „Ein interessantes Ergebnis unserer Studie ist aber, dass dort, wo die Technologie bislang eingesetzt wird, meist auch deren Mehrwert gesehen wird“, erklärt sie.

Abnehmende Ängste, aber anhaltende Skepsis

Die Bedenken bezüglich eines Arbeitsplatzverlusts aufgrund Generativer KI haben sich im Vergleich zum Vorjahr verringert: Nur noch vier Prozent der Erwerbstätigen fürchten, in den nächsten zehn Jahren komplett überflüssig zu werden, im Vorjahr waren es noch elf Prozent. Trotz dieses Rückgangs bleibt die Skepsis hoch. 58 Prozent der Nutzerinnen und Nutzer mit Erfahrungen in Generativer KI erwarten den teilweisen Verlust eigener Aufgaben, während es bei Usern ohne Erfahrung nur 39 Prozent sind.

Regulierung generativer KI

Die im August 2024 in Kraft getretene KI-Verordnung der EU ist nur 36 Prozent der Befragten bekannt. Dennoch gibt es eine klare Forderung nach verstärkter Regulierung: Hilfsbereit sind 50 Prozent der Befragten. Roland A. Stürz vom BIDT Think Tank verweist auf die Notwendigkeit eines umfassenden Informationsangebots und klarer Richtlinien für den Umgang mit Generativer KI, um Potenziale zu nutzen und Risiken zu minimieren.

Die Studie zeige, dass sowohl Politik als auch Gesellschaft gefordert sind, den Wandel aktiv zu gestalten und einen regulierten Rahmen für die Nutzung generativer KI zu schaffen. Für detaillierte Informationen zu den Forschungsresultaten ist die vollständige Studie online verfügbar: Verbreitung generativer KI im privaten und beruflichen Alltag 2024.

Dieser Artikel stammt von unserem Partnerportal Industry of Things.

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