Alles KI? Neue KI-Suchmaschine verspricht effiziente Suche

Von Berk Kutsal 2 min Lesedauer

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Mit „alles-ki“ startet ein neues Online-Verzeichnis, das Unternehmen helfen soll, passende KI-Lösungen zu finden. Der Anbieter verspricht eine KI-gestützte Suchfunktion, die in Sekunden das geeignete Tool aus einer Datenbank mit über 16.600 Einträgen identifiziert. Ein besonderer Fokus liegt auf KI-Anbietern aus Deutschland.

Laut eigenen Angaben enthält „alles-ki” das umfangreichste Angebot an deutschsprachigen KI-Lösungen und wurde mit aktuell mehr als 16.600 Tools darauf ausgelegt, die gesamte Bandbreite deutscher KI-Produkte möglichst vollständig abzubilden.(Bild:  CK Holding)
Laut eigenen Angaben enthält „alles-ki” das umfangreichste Angebot an deutschsprachigen KI-Lösungen und wurde mit aktuell mehr als 16.600 Tools darauf ausgelegt, die gesamte Bandbreite deutscher KI-Produkte möglichst vollständig abzubilden.
(Bild: CK Holding)

Künstliche Intelligenz gilt als ein zentraler Treiber für Effizienzsteigerungen in der Wirtschaft. Doch angesichts der Vielzahl an Anwendungen stellt sich für Unternehmen die Frage: Welche KI-Lösung passt am besten zu den eigenen Bedürfnissen? Die Brainbox GmbH aus Pforzheim möchte mit ihrem neuen Verzeichnis „alles-ki“ eine Antwort auf diese Frage liefern. Das Portal verspricht eine KI-gestützte Suchfunktion, die Unternehmen durch den Angebotsdschungel führen soll. Die Entwicklung von „alles-ki“ begann im November 2024, zwei Monate nach den ersten Recherchen zur Idee.

Laut Anbieter können Nutzer in wenigen Sekunden eine Auswahl passender KI-Tools erhalten – zum Beispiel zur Textgenerierung, Bilderkennung, Chatbots oder komplexeren KI-Analysetools – inklusive einer Kurzbeschreibung, Informationen zum Pricing und direkter Verlinkung zum Anbieter. Die Suche basiert auf einer semantischen Vektorsuche, die laut Brainbox auch komplexe Anfragen verarbeiten kann. Die Plattform umfasst nach eigenen Angaben derzeit über 16.600 KI-Anwendungen. Ziel sei es die gesamte Bandbreite deutscher KI-Produkte möglichst vollständig abzubilden.

Automatisierte Tool-Erfassung

Eine Besonderheit des Verzeichnisses ist der automatisierte Aufnahmeprozess. Unternehmen, die ihr KI-Tool listen lassen wollen, müssen lediglich eine URL eintragen. Ein KI-gestützter Algorithmus generiert daraufhin ein erstes Profil, das sich manuell anpassen lässt. Auch für Nutzer sei die Plattform kostenlos zugänglich.

Doch bleibt die Frage offen, wie verlässlich und aktuell die eingepflegten Informationen sind. Automatisierte Profile können die Qualität der Angaben nicht garantieren. Zudem sind keine Details zu den Kriterien bekannt, nach denen die KI die Relevanz oder Seriosität einzelner Tools bewertet.

Wettbewerbsfähigkeit durch niedrigere Einstiegshürden?

Carsten Kraus, Investor hinter der Ideenschmiede Brainbox und Initiator von „alles-ki“, hebt die strategische Bedeutung des Projekts hervor: „Deutsche Unternehmen müssen die Potenziale Künstlicher Intelligenz besser ausschöpfen, wenn sie im globalen Wettbewerb weiterhin wettbewerbsfähig agieren möchten. Dazu müssen wir die Einstiegshürden senken.“

Die Plattform soll nicht nur KI-Tools listen, sondern langfristig auch Bildungsangebote, Webinare und Expertenkontakte bereitstellen. Ein KI-gestütztes System könnte künftig zudem den Vergleich verschiedener KI-Angebote erleichtern.

Auf Nachfrage von BigData-Insider erklärt das Unternehmen, dass die Finanzierung von „alles-ki“ auf einem Freemium-Modell basiere, das in erster Linie die Betriebskosten decken soll. Die Grundfunktionen blieben kostenlos, während optionale Premium-Features für Privatpersonen und Unternehmen gegen Gebühr verfügbar sind. Bezahlte Platzierungen wären möglich und sollen als Sponsored Content deutlich gekennzeichnet werden. Eine Monetarisierung über datenbasierte Werbung oder ein Provisionsmodell mit KI-Anbietern sei nicht vorgesehen. Stattdessen sind Affiliate-Links geplant, die jedoch die Suchergebnisse nicht beeinflussen sollen.

Neben der KI-gestützten Suchfunktion plane das Team Erweiterungen wie eine Übersicht über Bildungsangebote, Webinare sowie KI-Speaker und Experten. Unternehmen sollen zudem Unterstützung bei der Beantragung von Forschungszulagen und Zuschüssen erhalten, da diese oft schwer zu finden und noch schwieriger zu beantragen sind. Bereits erste Gespräche mit der IHK und dem Land Baden-Württemberg zeigen laut eigenen Angaben Interesse an möglichen Kooperationen zur Nutzung der Plattform.

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