Das Internet für das Internet of Things (IoT)

Mobilfunk-Tarife für das Internet der Dinge

| Autor / Redakteur: Oliver Schonschek / Nico Litzel

Für das Internet of Things gibt es Spezialdatentarife.
Für das Internet of Things gibt es Spezialdatentarife. (Bild: Things Mobile)

Eine hohe Sicherheit ist nicht die einzige zwingende Voraussetzung für das Internet of Things. Es muss auch zuverlässige, schnelle und bezahlbare mobile Internetverbindungen geben. Auf dem Markt gibt es bereits eine Reihe von IoT- oder M2M-Tarifangeboten.

Ohne Internet gibt es keine Smart City, so der Verband der Internetwirtschaft eco. Was wie eine Binsenweisheit klingt, darf in Wirklichkeit nicht unterschätzt werden. Die schönsten Konzepte und Lösungen für das Internet der Dinge bringen nichts, wenn es keine Internetverbindung gibt, die den Anforderungen standhält. Bekanntlich besteht in Deutschland noch deutlicher Nachholbedarf bei der Versorgung mit schnellem Internet, auch und gerade im Bereich mobiles Internet.

Fest steht: Sicherheit und Künstliche Intelligenz sind zweifellos die IoT-Top-Trends 2017, vorausgesetzt, die IoT-Lösungen haben auch geeignete Verbindungen in und über das Internet. Dabei sollte das Thema Internetversorgung im IoT nicht nur technisch gesehen und optimiert werden. Hier ist insbesondere die Funktechnologie Narrowband IoT (NB-IoT) zu nennen. Wichtig sind auch die Tarife und die Tarifverwaltung für die IoT-Nutzer und die IoT-Service-Provider, auch im Hinblick auf eine internationale Nutzung von IoT-Diensten.

Als Einstieg: IoT-Kits mit Datentarif

Wer erste Schritte im IoT gehen möchte, findet bereits einige Starterkits auf dem Markt, die Hardware und Datentarife miteinander kombinieren. Der Preis für das sogenannte Predictive Maintenance Starterpaket der Telekom mit Datenpaket richtet sich nach dem jeweiligen Umfang aus Speichervolumen (10, 100 oder 1000MB), der Anzahl der benötigten Sensoren und deren Bauartspezifikation (wie Spritzwasserschutz), der Stromanbindung (dauernd oder Anschluss ohne Netzteil) und natürlich nach dem Bedarf an monatlichem Inklusivdatenvolumen. Daneben bietet die Telekom auch ein IoT-Starterpaket „Cloud der Dinge“ mit Datentarif. Auch in Österreich gibt es ein IoT-Starterkit mit IoT-Tarif, von Hutchison Drei Austria.

Beispiel Telefónica: Spezielle Tarifmodelle für IoT / M2M

Telefónica ist ein Beispiel für einen Mobilfunkanbieter mit speziellen M2M-Tarifen.
Telefónica ist ein Beispiel für einen Mobilfunkanbieter mit speziellen M2M-Tarifen. (Bild: Telefónica)

Telefónica zum Beispiel bietet in Deutschland eigene M2M Tarife, die speziell auf die Datenkommunikation zwischen Maschinen ausgerichtet sind. So gibt es ein Tarifmodell IoT Connect Deutschland und Tarifmodell IoT Connect Europa. Mit der Telefónica Management Plattform lassen sich die SIM-Karten und Verträge verwalten.

Natürlich gibt es verschiedene SIM-Typen für die unterschiedlichen Anwendungen wie Standard, Industrial, Chip, Micro und Nano. Als Optionen stehen unter anderem Dynamic Pooling (alle SIM-Karten formen und teilen sich einen Datenpool), Flex (temporäre Umschaltung von SIM-Karten in deaktiviert mit reduzierten Kosten) oder Pay as you grow (Abrechnung nach tatsächlichem Verbrauch) zur Verfügung.

Als interessantes Anwendungsbeispiel nennt Telefónica die Paketin GmbH aus Jena. Das Unternehmen hat eine Warenübergabelösung entwickelt, einen Paketkasten, den jeder Logistikdienstleister nutzen kann und der eine eigene SIM-Karte erhält. Zur Verwendung des Paketkastens muss der Bote die Telefonnummer des Kastens anrufen oder in der Paketin-App für den Paketkasten freigeschaltet sein.

Zahl der IoT-Tarife wird weiter zunehmen

Andere Spezialtarife für M2M sind M2M-mobil, CareLAN M2M oder der EU- und Welt-Tarif der Crout GmbH. Weitere Tarife für IoT-Anwendungen werden nicht auf sich warten lassen.

Things Mobile ist ein Spezialanbieter für IoT-Tarife.
Things Mobile ist ein Spezialanbieter für IoT-Tarife. (Bild: Things Mobile)

Things Mobile sieht sich als erster globaler Mobilfunkanbieter für das Internet of Things (IoT). Things Mobile bietet mit einem eigenen Tarif die internationale Vernetzung von IoT-Produkten. Laut Anbieter bestehen Vereinbarungen mit mehr als 250 Partnern in über 165 Ländern.

Gerade für internationale IoT-Einsätze ist es auch wichtig, dass es den Multi-Domestic Service der GMA (Global M2M Association) gibt, mit einer GSMA-compliant embedded SIM, die den Zugang zu den M2M-Verbindungsangeboten der GMA-Partner gewährt, darunter Deutsche Telekom, Orange, Telecom Italia und Swisscom.

An der Verfügbarkeit von Spezialtarifen wird das Internet of Things also nicht scheitern. Vergessen werden darf aber nicht, dass neben den Tarifen auch immer die Netzabdeckung und die Bandbreite für das Internet im IoT stimmen müssen.

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