Kubernetes-native KI-Infrastruktur Mirantis erweitert k0rdent AI um Inference-Tools

Von Berk Kutsal 2 min Lesedauer

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Mirantis baut seine Plattform k0rdent AI aus. Drei neue Funktionen sollen Unternehmen, Neoclouds und GPU-Cloud-Betreibern helfen, KI-Modelle und Inferenzdienste über verteilte Rechenressourcen hinweg zu hosten, zu steuern und abzurechnen. Die Produkte stehen ab sofort als Preview bereit. Parallel läuft die Übernahme durch IREN.

Mirantis ergänzt k0rdent AI um Model Registry, Inference Mesh und Inference Runtime. Die Tools stehen als Preview bereit.(Bild:  Mirantis)
Mirantis ergänzt k0rdent AI um Model Registry, Inference Mesh und Inference Runtime. Die Tools stehen als Preview bereit.
(Bild: Mirantis)

Mirantis, Anbieter Kubernetes-nativer Infrastruktur für KI, hat seine Plattform k0rdent AI um zusätzliche Funktionen ergänzt. Die Erweiterungen gingen nach Herstellerangaben über die reine Infrastrukturverwaltung hinaus und sollen Unternehmen, Neoclouds sowie GPU-Cloud-Betreibern helfen, ihre Investitionen in KI-Infrastruktur zu monetarisieren.

Zwei Lösungen tragen den Schritt:

  • Die k0rdent AI Model Registry ist eine OCI-native Registry für die Verwaltung großer Sprachmodelle, individuell abgestimmter Varianten, quantisierter Builds und weiterer KI-Artefakte über unterschiedliche Infrastrukturen hinweg.
  • Das k0rdent AI Inference Mesh leitet, misst, prüft und überwacht jede Inferenzanfrage über Modelle, Regionen, Cluster und Anbieter hinweg. Es soll Transparenz darüber schaffen, wohin Anfragen geleitet werden, welche Kosten anfallen und wo Compliance-Lücken bestehen.

Zusammengenommen sollen beide Produkte reine GPU-Infrastruktur in eine kontrollierte, umsatzgenerierende KI-Plattform überführen.

Ergänzend stellt Mirantis die k0rdent AI Inference Runtime vor. Sie soll die Anzahl der Token pro GPU-Sekunde maximieren und damit Effizienz und Auslastung der Infrastruktur verbessern.

Modelle als eigene Klasse

„Viele Unternehmen überführen ihre KI-Projekte derzeit vom reinen Experimentierstadium in den Produktivbetrieb“, sagt Kevin Kamel, Vice President of Product Development bei Mirantis. Infrastrukturteams stünden dabei vor operativen und Governance-Fragen rund um die Verteilung der Modelle, die Inferenz-Transparenz, die Durchsetzung der Compliance und die GPU-Wirtschaftlichkeit.

Bislang hätten Unternehmen und GPU-Betreiber meist fragile Workflows und unverbundene Tools zusammenfügen müssen, um KI zu operationalisieren. Modelle ließen sich nicht wie Container behandeln, da sie eigene Anforderungen an Governance, Souveränität, Compliance und Lifecycle-Management hätten.

Einbettung in die Plattform

Die neuen Lösungen bauen auf der bestehenden k0rdent AI-Plattform auf, die sich auf Kubernetes-native KI-Infrastruktur fokussiert. Sie deckt nach Angaben des Herstellers Bare Metal, virtuelle Maschinen, managed Kubernetes sowie souveräne Clouds ab.

Übernahme durch IREN

Mirantis steht zugleich vor einem Eigentümerwechsel. Anfang Mai 2026 gab der Rechenzentrumsbetreiber IREN Limited eine Vereinbarung zur Übernahme bekannt. Der Kaufpreis liegt bei rund 625 Millionen US-Dollar und wird in IREN-Stammaktien beglichen.

Mirantis soll als eigenständige Tochtergesellschaft fortbestehen und seinen bestehenden Kundenstamm weiter bedienen. Der Abschluss steht laut Mitteilung noch unter dem Vorbehalt der üblichen Bedingungen und regulatorischen Freigaben.

Die neuen Funktionen von k0rdent AI sind ab sofort als Preview-Version verfügbar.

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