Studie von SAS

Künstliche Intelligenz steckt noch in den Kinderschuhen

| Autor / Redakteur: Martin Hensel / Nico Litzel

Eine SAS-Studie zeigt, dass der KI-Hype noch nicht in der Praxis angekommen ist.
Eine SAS-Studie zeigt, dass der KI-Hype noch nicht in der Praxis angekommen ist. (Bild: SAS)

Trotz des immensen Hypes rund um Künstliche Intelligenz steht die praktische Umsetzung noch ganz am Anfang. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des Softwareherstellers SAS.

Unter dem Titel „Enterprise AI Promise“ hat SAS 100 europäische Firmen zum Thema Künstliche Intelligenz (KI) befragt. Demnach wird bei den meisten Firmen über die Potenziale von KI im Geschäftseinsatz diskutiert oder es werden entsprechende Pilotprojekte gestartet. Grundsätzlich sind die Unternehmen optimistisch gestimmt. Allerdings zweifeln viele Befragte an, die nötigen Mittel zum bestmöglichen Ausnutzen des KI-Potenzials zu besitzen. Zudem fehlt es 49 Prozent noch an Vertrauen in die KI-basierten Ergebnisse.

Technik ist kein Hindernis

Den Flaschenhals sieht die SAS-Studie nicht in der Technologie. Die Mehrheit der Befragten ist überzeugt, dass passende Lösungen bereits verfügbar sind. Viel größere Hürden werden dagegen im Mangel an Data-Science-Know-how, den organisatorischen Hindernissen sowie der fehlenden sozialen Akzeptanz gesehen. 55 Prozent sehen die größte Herausforderung in einer veränderten Arbeitswelt, die potenzielle Jobverluste durch KI-Einsatz einerseits und neue Berufsbilder rund um die Künstliche Intelligenz andererseits umfasst. Auch ethische Faktoren wurden häufig genannt.

Know-how ist Mangelware

Der Wissensfaktor liegt der Studie zufolge vielen Firmen schwer im Magen: Nur 20 Prozent gaben, mit ihren Data Science Teams gut für den KI-Einsatz vorbereitet zu sein. 19 Prozent verfügen gar nicht über derartige Teams. Entsprechende Personalprogramme und organisatorische Maßnahmen planen immerhin 28 Prozent der Firmen, während 32 Prozent ihr KI-Wissen über Weiterbildungsmaßnahmen stärken wollen. Bei der nötigen Infrastruktur herrscht Dreiteilung: 24 Prozent sehen sich diesbezüglich gerüstet, weitere 24 Prozent halten Änderungen und Updates für erforderlich und 29 Prozent verfügen noch gar nicht über eine geeignete Plattform.

„KI hat in letzter Zeit riesige Fortschritte gemacht. Heute können Algorithmen mit beeindruckender Präzision Aufgaben erledigen, die bisher dem Menschen vorbehalten waren“, erklärt Oliver Schabenberger, Executive Vice President und Chief Technology Officer von SAS. „Wir können dieses Wissen nutzen, um Business-Aufgaben besser zu lösen, als es die statischen Systeme von heute können. Wir können Systeme entwickeln, die Geschäftsregeln lernen und sie dann selbstständig verbessern“, ergänzt er.

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