Studie von Pegasystems Kontrollverlust bei KI-Governance befürchtet

Autor / Redakteur: Martin Hensel / Nico Litzel

Wie eine aktuelle Studie von iResearch im Auftrag von Pegasystems zeigt, muss die Wirtschaft bei Trendtechnologien wie KI mehr Verantwortung übernehmen. Andernfalls würden staatliche Behörden innerhalb der kommenden fünf Jahre die Regulierung übernehmen.

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Unternehmen sollten laut einer Pegasystems-Studie in Sachen KI-Governance das Ruder übernehmen - sonst könnten Behörden diese Aufgabe erledigen.
Unternehmen sollten laut einer Pegasystems-Studie in Sachen KI-Governance das Ruder übernehmen - sonst könnten Behörden diese Aufgabe erledigen.
(Bild: Pegasystems)

Für die Studie hat iResearch 1.350 C-Level Executives aus zwölf Ländern zu ihrer Einschätzung der Entwicklung von Trendthemen wie KI, Hyperautomation, Extended Reality (XR), Extended Edge und Distributed Cloud befragt. Zusammengefasst zeigen die Ergebnisse, dass sich Unternehmenslenker größere Verantwortung für Governance, Integration, Innovation und Adoption neuer Technologien wünschen, um den Wandel ihrer Organisationen besser steuern zu können.

Ergebnisse im Überblick

Zwei Drittel (65 Prozent) der Befragten sind der Ansicht, dass die bestehende externe KI-Governance nicht zur Steuerung des explosiven KI-Wachstums ausreicht. Dennoch haben 27 Prozent der Teilnehmer keinen internen Verantwortlichen für dieses Thema und nur 25 Prozent verfügen über formelle Richtlinien diesbezüglich. Die so entstehende Lücke sollte laut der Mehrheit (78 Prozent) der Studienteilnehmer von Unternehmen selbst oder gleichberechtigt gemeinsam mit Behörden gefüllt werden. Allerdings erwarten drei Viertel aller Führungskräfte, dass in fünf Jahren überwiegend oder sogar vollständig die Öffentliche Hand für dieses Thema verantwortlich sein wird. Darin sehen 53 Prozent eine Gefahr für ihre Innovationsfähigkeit.

Aufgrund der Pandemie verzeichnet mehr als die Hälfte (52 Prozent) verstärkte Automatisierungsmaßnahmen in ihrem Unternehmen, vor allem in Bereichen wie Workflows und Fallmanagement. Die Studie legt aber nahe, dass es sich hierbei nicht nur um einen kurzfristigen Trend handelt: Für die kommenden fünf Jahre erwarten 61 Prozent der Befragten positive Effekte der Hyperautomation auf diese Segmente. Als größte Hürden gelten dabei die Integration in Legacy-Systeme (58 Prozent) sowie die Kompatibilität mit Third-Party-Technologien. Zusätzlich gelten Technologien wie Extended Reality (XR), Distributed Cloud und Extended Edge als zukunftsträchtig. Letztere benötigen aber noch einen höheren Reifegrad von KI, Automation und Machine Learning.

„Ein echter Wettbewerbsvorteil wird durch den aktiven und reflektierten Einsatz neuer Technologien erreicht – und er muss jetzt erfolgen“, ist Pegasystems-Geschäftsführer Harald Esch überzeugt. „Die Technologieentwicklung wartet nicht auf Unternehmen. In den kommenden fünf Jahren wird die Nutzung von AI, XR, Extended Edge, Hyperautomation und Distributed Cloud zu einem entscheidenden Erfolgsfaktor“, so Esch.

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