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Industrie 4.0 bei Ford Kollaborierende Roboter für zusätzliche Ergonomie

Autor / Redakteur: Matthias Semlinger / Nico Litzel

Das Kölner Ford-Werk nutzt ab sofort neue kollaborierende Leichtbauroboter, die im Sinne von Industrie 4.0 eine direkte Erleichterung für die Mitarbeiter darstellen sollen.

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Die neueste Generation von Leichtbaurobotern findet bei Ford in der Fiesta-Produktion Einzug.
Die neueste Generation von Leichtbaurobotern findet bei Ford in der Fiesta-Produktion Einzug.
(Bild: Ford)

Das neue System ist laut Hersteller-Angaben komplett in die Montagelinie der Ford-Fiesta-Produktion eingebunden. Karl Anton, Director Vehicle Operations bei Ford Europa, erklärte dazu, dass die Kölner Ford-Fiesta-Produktion weltweit das erste Ford-Werk sei, das auf diese innovative Technologie setze und die Fahrzeugproduktion in Köln zu den effizientesten der Welt gehöre.

Leichter Druck genügt

Die neueste Generation der Leichtbauroboter unterstützt die Mitarbeiter, die im Bereich der Stoßdämpfer-Montage arbeiten. Bisher mussten sie an ihrer Station Handgriffe über Kopf ausführen.

Die kollaborierenden Leichtbauroboter verfügen über modernste Sensorik und keinerlei Kanten. Ein leichtes Berühren durch den Mitarbeiter soll genügen, um den Roboterarm zurückweichen zu lassen. Daher sei weder ein Schutzgitter noch zusätzliche Sicherheitsbekleidung notwendig.

Perfektes Zusammenspiel

Die Zusammenarbeit von Mensch mit Maschine gestaltet sich wie folgt: Der Mitarbeiter an der Station platziert die Schrauben und den Stoßdämpfer im neuen System und gibt dem Roboter mittels Berührung einen Impuls.

Anschließend weicht der Roboterarm zunächst ein wenig zurück und überprüft mit Hilfe einer eingebauten Kamera die Richtigkeit der Position des Stoßdämpfers.

Roboter unterstützt Mensch

Befindet sich das nahende Fahrzeug an der richtigen Stelle, fährt der Roboter automatisch in Richtung des Radhauses der Karosserie. Dort kontrolliert der Mitarbeiter die Position, geführt über einen Haltegriff am Roboter, und gibt das Signal zum Schrauben.

Die bisherigen Rückmeldungen der Mitarbeiter an den Arbeitsstationen über die neuen kollaborierenden Roboter sollen sehr positiv sein, unter anderem weil sie die körperliche Belastung der Monteure merklich reduzieren.

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