IDE mit KI-Unterbau von AWS Kiro strukturiert KI-gestützte Softwareentwicklung

Von Berk Kutsal 1 min Lesedauer

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Mit Kiro stellt AWS eine neue integrierte Entwicklungsumgebung vor, die Künstliche Intelligenz (KI) nicht nur zur Codegenerierung, sondern zur Steuerung ganzer Entwicklungsprozesse nutzt. Der Fokus liegt auf strukturierten Anforderungen, automatisierten Qualitätsprüfungen und nahtloser Zusammenarbeit – aktuell als Preview-Version verfügbar.

Kiro von AWS soll Entwicklungsteams durch KI-gesteuerte Spezifikationen und automatisierte Qualitätssicherung unterstützen. Aktuell in der Preview.(Bild:  AWS)
Kiro von AWS soll Entwicklungsteams durch KI-gesteuerte Spezifikationen und automatisierte Qualitätssicherung unterstützen. Aktuell in der Preview.
(Bild: AWS)

Amazon Web Services hat mit Kiro eine neue Entwicklungsumgebung vorgestellt, die über klassische Assistenzsysteme hinausgehen soll. Im Zentrum steht ein durch Künstliche Intelligenz gesteuertes Vorgehen, das sich an der Softwareentwicklung nach Spezifikation orientiert. Die Preview-Version steht ab sofort für macOS, Windows und Linux bereit.

Spezifikationsgetrieben statt Prompt-getrieben

Der Arbeitsprozess in Kiro beginnt mit einem Prompt, der in strukturierte Anforderungen übersetzt wird. Daraus generiert die IDE User Stories, technische Designdokumente, Datenflussdiagramme, API-Definitionen und Aufgabenpläne. Entwickler müssen die Spezifikationen aktiv bestätigen, bevor die KI-Code generiert. Damit unterscheidet sich Kiro grundlegend von Systemen wie Copilot, die Code direkt aus Freitext erzeugen.

Agentic Hooks für automatisierte Prozesse

Kiro nutzt sogenannte Agentic Hooks: automatisierte Prozesse, die bei bestimmten Aktionen wie dem Speichern von Dateien ausgelöst werden. Diese führen unter anderem Tests aus, aktualisieren Dokumentationen oder prüfen den Code auf Sicherheitslücken. Ziel ist eine kontinuierliche Qualitätssicherung im Hintergrund, ohne manuelle Eingriffe.

Lokale Ausführung mit VS Code-Basis

Die IDE basiert auf dem Open-Source-Projekt Code OSS und unterstützt damit bekannte VS-Code-Einstellungen sowie Erweiterungen aus dem Open-VSX-Ökosystem. Die Ausführung erfolgt lokal, die Nutzung ist während der Preview kostenfrei.

Eine spätere Preisstaffelung in Form von Free-, Pro- und Pro+-Plänen ist angekündigt, inklusive Interaktionskontingenten.

Zielgruppe: Teams mit hohem Abstimmungsbedarf

Kiro möchte sich an Entwicklerteams richten, die strukturierte Prozesse und reproduzierbare Ergebnisse benötigen – etwa in größeren Projekten, Monorepos oder sicherheitskritischen Bereichen. Auch bei datenintensiven Anwendungen könnte das strukturierte Vorgehen Vorteile bringen, etwa bei der Definition von ETL-Pipelines oder Data Governance-Mechanismen.

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