Fraunhofer-Whitepaper zum Einsatz in der Notaufnahme KI unterstützt medizinisches Personal bei der Behandlung Schwerverletzter

Von Martin Hensel 1 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

In Notfallsituationen gilt es in Krankenhäusern schnell hochkomplexe Prozesse durchzuführen und damit umfangreiche Informationsmengen zu verwalten, um Patienten bestmöglich zu versorgen. Der Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) kann das Fachpersonal entlasten, wie ein aktuelles Whitepaper zeigt.

Ein aktuelles Whitepaper des Fraunhofer IAIS zeigt, wie KI-Systeme im komplexen Alltag der Notaufnahme unterstützend zur Seite stehen können.(Bild:  Fraunhofer IAIS)
Ein aktuelles Whitepaper des Fraunhofer IAIS zeigt, wie KI-Systeme im komplexen Alltag der Notaufnahme unterstützend zur Seite stehen können.
(Bild: Fraunhofer IAIS)

Im Mittelpunkt des kostenfrei erhältlichen WhitepapersKünstliche Intelligenz im Schockraum: Wie Agenten und Foundation-Modelle bei der Versorgung Schwerverletzter helfen“ stehen die KI-Prototypen TraumAgent und FormAssistant. Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für intelligente Analyse- und Informationssysteme (IAIS) befassen sich darin gemeinsam mit Projektpartnern mit der Frage, wie Foundation-Modelle und LLMs („Large Language Models“) bei der Schwerverletztenversorgung in Notaufnahmen das Behandlungsteam entlasten und den Informationsaustausch optimieren können.

KI leistet Unterstützung direkt im Schockraum

Die beiden KI-Prototypen gehen auf das Projekt „TraumAInterfaces“ zurück und sollen die Informationserfassung und -dokumentation im klinischen Kontext vereinfachen. Dazu werden beispielsweise Gespräche in der Notaufnahme über Mikrofone automatisch erfasst, ausgewertet und datenschutzkonform weiterverarbeitet. Dabei kommt das System auch mit Hintergrundgeräuschen, Dialekten, Akzenten und Versprechern zurecht.

Der TraumAgent bietet eine Live-Anzeige im Schockraum, die Informationen dokumentiert: Ein Bildschirm zeigt aktuelle Prozessschritte an und erkennt durchgeführte Maßnahmen. Zudem sucht die KI selbstständig relevante Informationen und bereitet diese für das Behandlungsteam auf. Das Ärzteteam wird so entlastet und erhält Entscheidungshilfen an die Hand. Zusätzlich hilft der FormAssistant beim automatischen Ausfällen des TraumaRegister-Meldebogens, der Informationen über eine Schockraumbehandlung zusammenfasst und später auch zur Qualitätsanalyse dient.

„Durch den Einsatz von KI in der Notaufnahme entstehen viele Vorteile. Ressourcen können etwa besser genutzt werden, weil die Arbeitsabläufe effizienter werden. Auf diese Weise werden Zeit und Kosten eingespart und die Versorgungsqualität verbessert sich“, erklärt Sven Giesselbach, Teamleiter Natural Language Understanding am Fraunhofer IAIS.

(ID:50018228)

Jetzt Newsletter abonnieren

Täglich die wichtigsten Infos zu Big Data, Analytics & AI

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung