BVDW-Studie zu Künstlicher Intelligenz

KI soll bei Routineaufgaben für Entlastung sorgen

| Autor / Redakteur: Martin Hensel / Nico Litzel

Einem Großteil der Bevölkerung ist der Begriff KI mittlerweile geläufig.
Einem Großteil der Bevölkerung ist der Begriff KI mittlerweile geläufig. (Bild: BVDW)

Eine Umfrage von Kantar TNS im Auftrag des Bundesverbands Digitale Wirtschaft (BVDW) zeigt, dass 84 Prozent der Befragten ihre lästigen Routinearbeiten gerne von Robotern erledigen lassen würden.

Die Erhebung zeigt auch, dass 93,7 Prozent der Deutschen den Begriff „Künstliche Intelligenz“ (KI) schon einmal gehört haben. Etwa drei Viertel (74 Prozent) können ihn „grob“ erklären, rund 23 Prozent könnten dies „genauer“. Es herrscht bei diesem Thema eine gewisse Skepsis: 48 Prozent glauben, dass der Mensch durch KI die Kontrolle verlieren wird. Mehr als zwei Drittel (69 Prozent) befürchten, dass massenhaft Arbeitsplätze durch KI-getriebene Verfahren ersetzt werden. Aber es gibt auch positive Stimmen. So geht die Mehrheit (54 Prozent) davon aus, dass sich mithilfe von KI Krankheiten künftig besser diagnostizieren lassen und damit die Heilungschancen steigen. Insgesamt sind 53 Prozent der Meinung, dass sich Vor- und Nachteile die Waage halten. 18 Prozent erwarten eine Verschlechterung des Lebens durch KI, während 21 Prozent von einer Verbesserung ausgehen.

KI-Technik oft unverstanden

„Das liegt auch daran, dass das tatsächliche Verständnis, wie Künstliche Intelligenz funktioniert, insgesamt sehr gering ist. KI ist ein sehr komplexes Thema, bei dem erst mal Vertrauen aufgebaut werden muss, sowohl in die Maschinen als auch in die Entwickler von KI. Positive Beispiele von KI im Alltag, die es ja bereits gibt, helfen beim Aufbau von Vertrauen“, erklärt Ingo Notthoff, Vorsitzender des Forums Digitale Transformation & Internet of Things im BVDW.

Der stellvertretende BVDW-Vorsitzende Dr. Wolfgang Faisst ergänzt: „Die Menschen haben noch gemischte Gefühle. Die Politik muss daher, gemeinsam mit uns als Branche, aufklären, und die Potenziale aufzeigen. Das Nationale Forschungskonsortium Künstliche Intelligenz, das im Koalitionsvertrag angekündigt wird, ist ein guter Start. Nötig ist aber auch ein nationaler Aktionsplan, der finanziell gut ausgestattet ist“. Als Beispiel nennen die Experten Frankreich, das mit einer entsprechenden Strategie im Bereich KI bereits vorgelegt und Investitionen in Höhe von 1,5 Milliarden Euro bis 2022 angekündigt hat.

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