Künstliche Intelligenz auf dem Acker KI-Reallabor Agrar: Millionen für smarte Landwirtschaft

Von Berk Kutsal 2 min Lesedauer

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Künstliche Intelligenz (KI) soll die Landwirtschaft verändern. In Niedersachsen startet dafür das „KI-Reallabor Agrar“ unter Leitung der Universität Osnabrück. Mit 18,9 Millionen Euro wird der Praxistest gefördert. Doch die Erwartungen an das Projekt sind hoch – der Weg in die Betriebe ist steinig.

In Niedersachsen startet das KI-Reallabor Agrar mit 18,9 Mio. Euro. Ziel: KI-Technologien in der Landwirtschaft praxisnah testen und einsetzen.(Bild:  Universität Osnabrück)
In Niedersachsen startet das KI-Reallabor Agrar mit 18,9 Mio. Euro. Ziel: KI-Technologien in der Landwirtschaft praxisnah testen und einsetzen.
(Bild: Universität Osnabrück)

Niedersachsen soll zu einem Zentrum für KI-gestützte Landwirtschaft werden. Unter Leitung der Universität Osnabrück startet das „KI-Reallabor Agrar“. Acht Partner aus Forschung und Wirtschaft sind beteiligt, darunter das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI), die Technische Universität Braunschweig und das Johann Heinrich von Thünen-Institut.

Das Projekt soll 18,9 Millionen Euro Fördermittel aus der Initiative „zukunft.niedersachsen“ erhalten. Das Geld komme über die VolkswagenStiftung und das niedersächsische Wissenschaftsministerium. Der Förderzeitraum umfasst fünf Jahre.

Im Zentrum stehe der Einsatz von Künstlicher Intelligenz und Robotik in der Landwirtschaft. Dabei sollen vor allem praxisnahe Lösungen für den Agrarbereich erprobt werden. Die Initiatoren betonen die enge Verzahnung zwischen Forschung, Wirtschaft und politischen Akteuren.

Zwei Agrarregionen im Fokus

Das Reallabor vernetzt zwei Regionen in Niedersachsen:

Region Osnabrück: Hier steht die Tierhaltung im Vordergrund. Die Region gelte als einer der stärksten Agrarwirtschaftsräume Europas. Hochschulen und Mittelstand prägen die Strukturen.

Region Braunschweig: Schwerpunkt Ackerbau, zahlreiche Forschungseinrichtungen mit Agrarbezug.

Beide Standorte bringen unterschiedliche Perspektiven ein. Laut den Projektverantwortlichen könnten so Synergien zwischen Technologie, Praxis und Wissenschaft entstehen.

Forschung unter Praxisbedingungen

Das Reallabor soll direkt auf einem agrartechnischen Versuchshof starten, der als „FieldLab Agrar“ ausgebaut wird. Dort sollen Use Cases untersucht werden, etwa zur Analyse von Felddaten aus Sensoren, Drohnen, Robotern und Satelliten, um die pflanzliche Vielfalt auf Feldern zu erfassen.

Weitere Schwerpunkte des Projekts:

  • Akzeptanz von KI-Technologien in der Landwirtschaft
  • Unsichere Rechtslagen beim Technologieeinsatz
  • Investitionsbereitschaft in neue Systeme
  • Wirtschaftlichkeit und Effizienz neuer Technologien
  • Zersplitterte Interessen im Agrarsektor

Projektleiter Prof. Dr. Tim Römer verweist auf den Zeitdruck: Die Landwirtschaft stehe im Spannungsfeld von Klimawandel, Biodiversitätsverlust und Umweltbelastung. Technologien wie KI könnten helfen, diese Herausforderungen zu meistern, zum Beispiel durch optimierten Einsatz von Ressourcen.

Als nächster Schritt solle nun in den kommenden Monaten konkret das Fieldlab Agrar eingerichtet sowie die vielfältige Projektarbeit begonnen werden.

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