Die Low-Code- und No-Code-Entwicklung hat in den vergangenen Jahren enorme Fortschritte gemacht und es Unternehmen erheblich erleichtert, eigene Anwendungen zu erstellen. Durch den Abbau von Barrieren haben diese Tools die Anwendungsentwicklung demokratisiert und ermöglichen es Personen mit wenig oder gar keiner Programmiererfahrung, funktionale und anspruchsvolle Anwendungen zu entwickeln. Trotz all dieser Fortschritte steht die Künstliche Intelligenz (KI) kurz davor, die Low-Code- und No-Code-Entwicklung noch weiter zu verbessern.
Künstliiche Intelligenz kann die Leistungsfähigkeit von Low-Code/No-Code-Anwendungen erheblich steigern.
(Bild: Dea - stock.adobe.com / KI-generiert)
Die traditionelle Softwareentwicklung erforderte umfangreiche Programmierkenntnisse, was den Prozess ressourcenintensiv und zeitaufwendig machte. Für viele Unternehmen war es einfacher, kostengünstiger und effektiver, auf Software-as-a-Service (SaaS)-Lösungen zurückzugreifen, um geschäftliche Anwendungsfälle zu automatisieren.
Heute hat sich die Situation jedoch stark verändert. SaaS-Lizenzen sind teuer geworden, und isolierte Technologien beeinträchtigen die betriebliche Effizienz. Stattdessen ermöglichen es Low-Code- und No-Code-Plattformen mit ihren Drag-and-drop-Oberflächen, vorgefertigten Modulen und Workflow-Automatisierungen den Nutzern ohne formale Programmierkenntnisse, Anwendungen zu entwickeln. Diese entsprechen ihren spezifischen Anforderungen, sind auf einer einzigen Plattform integriert und steigern die betriebliche Effizienz.
Diese Plattformen werden zunehmend genutzt, um Anwendungen für Prozessautomatisierung, Datenmanagement und Kundeninteraktionen schnell zu entwickeln – und dabei wird die Abhängigkeit von SaaS-Lösungen zu verringert. Doch mit der steigenden Nachfrage nach anspruchsvolleren Anwendungen spielt KI eine immer wichtigere Rolle.
Wie KI Low-Code/No-Code-Plattformen verbessert
Die Integration von KI in Low-Code- und No-Code-Plattformen bringt transformative Funktionen mit sich, die Benutzerfreundlichkeit, Effizienz und Innovation erheblich verbessern. Von der automatisierten Codegenerierung über intelligente Designunterstützung bis hin zur Fehlererkennung und Workflow-Optimierung – KI steigert die Leistungsfähigkeit von Low-Code/No-Code-Anwendungen erheblich.
KI-gestützte Low-Code- und No-Code-Plattformen können automatisch Codefragmente generieren, die auf natürlichen Sprachbeschreibungen basieren, und so die Notwendigkeit manueller Programmierung reduzieren. Das ermöglicht es den Nutzern, ihre Anforderungen in einfachen Begriffen zu formulieren, während KI diese Eingaben in funktionalen Code umwandelt und so die Einstiegshürden weiter senkt.
KI unterstützt auch das Design intuitiver Benutzeroberflächen (UI) und verbessert das Benutzererlebnis (UX). Durch die Analyse bewährter Verfahren und Benutzerdaten kann KI Layouts, Farbschemata und Benutzerabläufe vorschlagen, die die Benutzerfreundlichkeit und Funktionalität optimieren. Das ermöglicht es selbst Nicht-Designern, optisch ansprechende und effiziente Anwendungen zu erstellen.
Ebenso ermöglicht KI mithilfe der Verarbeitung natürlicher Sprache (Natural Language Processing, NLP) den Nutzern, Anwendungen mithilfe einfacher Texteingaben oder Sprachbefehle zu erstellen. Anstatt sich durch komplexe Workflows zu navigieren, können Benutzer ihre gewünschten Funktionen beschreiben, und die KI wandelt diese Eingaben in strukturierte Anwendungslogik um.
Sobald eine Anwendung erstellt ist, kann KI prädiktive Erkenntnisse auf der Grundlage historischer Daten und des Benutzerverhaltens liefern, um den Nutzern zu helfen, ihre Anwendungen zu optimieren, Entscheidungsprozesse zu automatisieren und das Kundenerlebnis durch personalisierte Interaktionen und optimierte Geschäftsprozesse zu verbessern.
Schließlich können KI-gestützte Plattformen mithilfe von maschinellen Lernmodellen Logikfehler, Sicherheitslücken und Leistungsprobleme in Echtzeit erkennen, sodass Benutzer Probleme beheben können, bevor sie kritisch werden.
Die Notwendigkeit einer durchgängigen Prozessautomatisierung
KI-gestützte Low-Code- und No-Code-Plattformen können nur so leistungsfähig sein wie die Prozesse und Workflows, auf denen sie basieren. Ohne eine End-to-end-Prozessstrategie können selbst die fortschrittlichsten Anwendungen durch Ineffizienzen und Engpässe beeinträchtigt werden.
Die Prozessautomatisierung stellt sicher, dass Low-Code- und No-Code-Anwendungen automatisierte und orchestrierte Workflows integrieren, um Genehmigungen, Benachrichtigungen, Datenübertragungen und mehr zwischen Abteilungen und Teams zu optimieren. Ebenso kann das KI-gestützte Prozessmanagement dazu beitragen, dass Anwendungen effizient bleiben, indem Ineffizienzen kontinuierlich erkannt und in Echtzeit Verbesserungen vorgeschlagen werden.
Stand: 08.12.2025
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Letztendlich wird die Prozessautomatisierung als Teil der KI-gestützten Low-Code- und No-Code-Entwicklung nicht nur die Entwicklung vereinfachen, sondern auch die Effizienz von Anwendungen und Prozessen langfristig verbessern.
Die Zukunft von KI in der Low-Code/No-Code-Entwicklung
Unternehmen fordern heute mehr Effizienz – und ein komplexes Netz aus SaaS-Lösungen und manuellen Prozessen wird dieser Anforderung nicht gerecht. In Zukunft müssen Unternehmen auf maßgeschneiderte Anwendungen setzen. Die Nachfrage nach Low-Code- und No-Code-Plattformen wird weiter steigen, da Unternehmen ihren Technologie-Flickenteppich reduzieren, Prozesse automatisieren und Lösungen auf einer einzigen Plattform entwickeln möchten. Neue KI-Technologien wie generative KI, Reinforcement Learning und autonome Softwareagenten werden die Möglichkeiten der Low-Code-/No-Code-Entwicklung weiter ausweiten. Unternehmen, die diese Fortschritte frühzeitig nutzen, werden sich Wettbewerbsvorteile sichern, indem sie Lösungen schneller entwickeln, Prozesse optimieren und Innovationspotenziale maximieren.
KI ist nicht nur eine Ergänzung zu Low-Code- und No-Code-Plattformen – sie ist eine treibende Kraft für deren Zukunft. Durch die Automatisierung der Entwicklung, die Verbesserung des Designs, die frühzeitige Fehlererkennung und die Steigerung der Benutzerfreundlichkeit macht KI die Softwareentwicklung zugänglicher, effizienter und innovativer als je zuvor.
* Robert Ekstrom ist Regional VP, EMEA, bei Nintex