Whitepaper KI in der Produktentstehung: Daten verbinden & Wissen erschließen

Quelle: DFKI 2 min Lesedauer

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Accenture, das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) und das Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik ISST beschreiben in einem gemeinsamen Studie, wie KI die Produktentwicklung beschleunigen und transformieren kann. Enthalten ist auch ein skalierbares Rahmenwerk für die Einführung von KI.

Einer Studie zufolge werden Unternehmen, die jetzt ihre Engineering-Daten vernetzen und skalierbare KI-Fähigkeiten aufbauen, sich einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil sichern. (Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Einer Studie zufolge werden Unternehmen, die jetzt ihre Engineering-Daten vernetzen und skalierbare KI-Fähigkeiten aufbauen, sich einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil sichern.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Die Studie hebt hervor, dass viele Unternehmen derzeit KI zur Optimierung einzelner Ingenieurstätigkeiten einsetzen. Das eigentliche Potenzial liegt jedoch darin, Daten, Software-Tools und Disziplinen über den gesamten Produktlebenszyklus hinweg zu verbinden. Durch die Etablierung eines robusten Digital Thread, also eines durchgängigen Datenflusses von der Konzeptphase bis zur Produktion, können Unternehmen Wissen aus Datensilos befreien, bereichsübergreifende Zusammenarbeit ermöglichen und die Entwicklung innovativer Produkte beschleunigen.

Nachhaltiges KI-Ökosystem in der Produktentwicklung

Das Whitepaper identifiziert fünf zentrale Dimensionen, die für die Skalierung von KI im Engineering entscheidend sind: Datenqualität, Interoperabilität, KI-Plattformen, Kontextmanagement und föderierte Governance. Zusammen bilden sie das Fundament für ein nachhaltiges KI-Ökosystem in der Produktentwicklung und stellen sicher, dass technologische Fortschritte mit den organisatorischen und strategischen Zielen im Einklang stehen.

Praxisbeispiele und industrielle Einblicke zeigen, wie KI alle Phasen des Engineerings verbessern kann: von Anforderungsmanagement und Produktarchitektur über Simulation und Systemtests bis hin zum Freigabemanagement. Vertikal integrierte KI-Anwendungsfälle demonstrieren domänenspezifische Optimierungen, während horizontal integrierte Anwendungen Ingenieursdisziplinen miteinander verknüpfen und systemübergreifendes Denken sowie Wissensaustausch ermöglichen.

Agentische KI hat großes Potenzial

Die Studie betont zudem, dass die Zukunft des Engineerings in agentischer KI liegt, also in Systemen, die zu autonomem Reasoning und zur Orchestrierung von Arbeitsabläufen über verschiedene Disziplinen und Tools hinweg fähig sind. Diese Systeme werden eine Schlüsselrolle bei der Realisierung domänenübergreifender Automatisierung spielen, etwa bei komplexen Prozessen wie Änderungs- und Konfigurationsmanagement, die künftig durchgängig automatisiert werden könnten.

Was Unternehmen tun müssen

Die Autoren betonen jedoch, dass diese Fähigkeiten mehr als nur technologische Innovation erfordern. Unternehmen müssen in KI-fähige Infrastrukturen investieren, klare Governance-Modelle definieren und interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Daten-, IT- und Engineering-Teams etablieren. Ohne diese Grundlagen bleibt KI auf isolierte Pilotprojekte mit begrenztem geschäftlichem Nutzen beschränkt.

Das Fazit ist eindeutig: Unternehmen, die jetzt handeln, um ihre Engineering-Daten zu vernetzen und skalierbare KI-Fähigkeiten aufzubauen, werden sich einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil sichern. Wer zögert, riskiert Fragmentierung, Ineffizienz und den Verlust von Innovationsdynamik in einer zunehmend KI-getriebenen Engineering-Landschaft.

Dieser Artikel stammt von unserem Partnerportal konstruktionspraxis.

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