DMEXCO-Umfrage zu Einsatzgebieten KI im Marketing – praktische Vorteile treffen auf verbreitete Skepsis

Von Martin Hensel 2 min Lesedauer

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Künstliche Intelligenz (KI) soll Mitarbeiter in Marketing, Kommunikation und Medien von Routineaufgaben entlasten und für Kostensenkungen sorgen. Zudem kommt sie für Contentproduktion oder Suchmaschinenoptimierung zum Einsatz. Laut einer aktuellen DMEXCO-Umfrage herrscht aber noch weitverbreitet Skepsis.

Prof. Dr. Dominik Matyka, Chief Advisor der DMEXCO(Bild:  DMEXCO)
Prof. Dr. Dominik Matyka, Chief Advisor der DMEXCO
(Bild: DMEXCO)

Für die Umfrage beauftragte das DMEXCO-Team die Marktforscher von Civey, die insgesamt 500 Erwerbstätige aus Kommunikation, PR, Medien und Marketing online befragten. Das größte Potenzial (45 Prozent) wird demnach bei der Automatisierung von Routineaufgaben gesehen. 27 Prozent erwarten von KI mögliche Kostensenkungen. Knapp ein Viertel der Teilnehmer (23 Prozent) traut der KI sogar Impulse für die Entwicklung innovativer Tools zu, während sich 15 Prozent Verbesserungen im Kundendialog erhoffen. Als mögliche Kompensation für den Fachkräftemangel wird KI dagegen nur von 13 Prozent der Befragten gesehen.

Schleppende Umsetzung

Obwohl KI nicht mehr in den Kinderschuhen steckt, hat nur eine Minderheit der Umfrageteilnehmer für dieses Jahr konkrete Einsatzpläne. Rund jeder Zehnte (11 Prozent) will KI für Contentproduktion nutzen, weitere 12 Prozent wollen in der Suchmaschinenoptimierung (SEO) tätig werden. Im Service- und Kundendialog planen 10 Prozent den KI-Einsatz. Überwiegend herrscht aber Skepsis oder Abwarten vor: 16 Prozent wollen zunächst weitere Entwicklungen abwarten, etwa ein Drittel (32 Prozent) sieht überhaupt keinen Bedarf für den Einsatz von KI. Ein Viertel der Befragten ist diesbezüglich noch unentschlossen.

Die Kommunikationsexperten sehen zudem Risiken: Knapp die Hälfte (48 Prozent) hält die Möglichkeiten von KI für überschätzt. Für 45 Prozent ist die Qualität der von KI gelieferten Ergebnisse aufgrund mangelnder Reife ein Risiko. 44 Prozent sehen eine Gefahr für ihre Einzigartigkeit und Kreativität. Knapp ein Drittel (30 Prozent) fürchtet einen KI-bedingten Abbau von Arbeitsplätzen. Nur 13 Prozent sehen gar keine Risiken beim KI-Einsatz im Berufsalltag.

„Dass wir neuen Technologien zu Anfang eher kritisch gegenüberstehen, scheint ein typischer deutscher Reflex zu sein“, meint Prof. Dr. Dominik Matyka, Chief Advisor der DMEXCO. „Auch wenn ein Teil der Marketing- und Kommunikationsbranche noch mit einer gewissen Skepsis auf Künstliche Intelligenz blickt, so zeigen die vielfältigen Einsatzpläne in den Unternehmen bereits die Dimensionen und Möglichkeiten für unterschiedlichste Geschäftsfelder“, ergänzt er.

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