Unterstützung ist nicht immer willkommen KI am Arbeitsplatz sorgt für geteilte Meinungen

Von Martin Hensel 2 min Lesedauer

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Eine aktuelle Bitkom-Umfrage zeigt, dass KI am Arbeitsplatz nicht immer gern gesehen wird. Demnach sind die Mitarbeiter geteilter Meinung: Eine Hälfte will Routineaufgaben an die KI abgeben, die andere Hälfte lehnt das ab.

KI als Hilfe am Arbeitsplatz ist nicht jedem Mitarbeiter sympathisch, wie eine aktuelle Bitkom-Umfrage zeigt.(Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
KI als Hilfe am Arbeitsplatz ist nicht jedem Mitarbeiter sympathisch, wie eine aktuelle Bitkom-Umfrage zeigt.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Im Rahmen einer Umfrage ließ der Digitalverband Bitkom 511 Erwerbstätige rund um das Thema KI am Arbeitsplatz interviewen. Die Ergebnisse zeigen, dass die Hälfte (51 Prozent) der Teilnehmer gerne langweilige Routineaufgaben an die KI auslagern möchte. Allerdings lehnen das fast ebenso viele (46 Prozent) ab. 45 Prozent hätten gern eine KI als persönlichen Assistenten am Arbeitsplatz. Nur knapp ein Drittel (31 Prozent) geht davon aus, dass derartige Systeme ihre Aufgaben auch tatsächlich erfüllen könnte.

„Künstliche Intelligenz wird in den kommenden Jahren in praktisch allen Berufen Tätigkeiten verändern und Beschäftigte entlasten“, erwartet Bitkom-Präsident Dr. Ralf Wintergerst. „Die KI wird dabei in erster Linie den Menschen unterstützen, etwa indem sie sich wiederholende Aufgaben übernimmt, auf eventuelle Fehler hinweist oder wichtige Erkenntnisse aus großen Datenmengen zieht“, ergänzt er.

Licht und Schatten des KI-Einsatzes

Als Vorteile nennen die Umfrageteilnehmer vor allem Zukunftsfähigkeit (50 Prozent), Zeitersparnis (47 Prozent) und mehr Freiraum für wichtigere Aufgaben (41 Prozent). Die Vermeidung menschlicher Fehler (33 Prozent), schnellere und präzise Problemanalysen (31 Prozent) sowie höhere Motivation (30 Prozent) werden ebenfalls häufig genannt. Die Innovationskraft wird eher kritisch betrachtet: Nur neun Prozent erwarten durch KI Verbesserungen an Produkten und Dienstleistungen. Sieben Prozent sehen die Möglichkeit gänzlich neuartiger Produkte und Services. Knapp ein Fünftel der Befragten (18 Prozent) meint, dass KI in der Arbeitswelt gar keine Vorteile habe.

Die Befragten erkennen zudem auch mögliche Nachteile der Technologie. So befürchten drei Viertel aller Teilnehmer (77 Prozent) den Wegfall von Arbeitsplätzen. 71 Prozent fürchten, dass der KI-Einsatz verschleiert, wer bei einem Fehler die Verantwortung trägt. Zwei Drittel der Teilnehmer (66 Prozent) sind besorgt, dass sich die Menschen künftig zu sehr auf KI verlassen. Zudem wurden der Verlust der menschlichen Ebene in der Arbeit (64 Prozent), unklare Datensicherheit (63 Prozent), zu komplizierte Nutzung (24 Prozent) und zu hohe Kosten (20 Prozent) kritisiert. Fünf Prozent geben zu bedenken, dass KI vor allem jene Aufgaben übernimmt, die den Mitarbeitern auch mal Verschnaufpausen am Arbeitsplatz ermöglichen.

„Unternehmen sollten Beschäftigten ermöglichen, eigene Erfahrungen mit KI zu machen. Durch die Vermittlung von KI-Kompetenzen lassen sich die Möglichkeiten und Grenzen der Technologie besser verstehen“, meint Wintergerst.

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