Künstliche Intelligenz in der Vertriebswelt KI als Heilsbringer im Sales: Verkaufen ohne zu verkaufen?

Von Berk Kutsal 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Automatisierung hier, Datenanalyse da: Die KI ist im Vertrieb angekommen und soll das Verkaufen revolutionieren. Doch was kann sie wirklich? Eine aktuelle Studie von Pipedrive zeigt: Viele Unternehmen hadern mit Leadgenerierung und administrativen Aufgaben – und setzen zunehmend auf KI. Aber ist sie die ultimative Lösung oder doch nur ein weiteres Buzzword?

Sean Evers, VP of Sales bei Pipedrive, erläutert: „Die wahre Kraft der KI liegt in ihrer Fähigkeit, als Verstärker zu wirken, nicht als Ersatz für menschliches Urteilsvermögen. Indem sie automatisch Daten aus Verkaufsgesprächen erfasst und strukturiert, Lead-Informationen anreichert und CRM-Daten sauber hält, entfernt KI Reibungen aus den Verkaufsprozessen, ohne den Workflow zu stören.“(Bild:  Andres Kõljalg)
Sean Evers, VP of Sales bei Pipedrive, erläutert: „Die wahre Kraft der KI liegt in ihrer Fähigkeit, als Verstärker zu wirken, nicht als Ersatz für menschliches Urteilsvermögen. Indem sie automatisch Daten aus Verkaufsgesprächen erfasst und strukturiert, Lead-Informationen anreichert und CRM-Daten sauber hält, entfernt KI Reibungen aus den Verkaufsprozessen, ohne den Workflow zu stören.“
(Bild: Andres Kõljalg)

Vertrieb war lange eine Kunst. Erfahrene Sales-Profis spürten intuitiv, wann der richtige Moment für den Abschluss gekommen war. Doch heute? Ohne Datenanalyse, Automatisierung und KI geht kaum noch etwas. Laut der aktuellen „State of AI in Sales“-Studie von Pipedrive haben 60 Prozent der Unternehmen Probleme mit Leadgenerierung und -management. Zwei Drittel tun sich schwer, potenzielle Kunden überhaupt auf sich aufmerksam zu machen. Kein Wunder, dass große Hoffnungen auf KI gesetzt werden. Denn: 27 Prozent der aktuellen KI-Nutzer und 24 Prozent derer, die es werden wollen, setzen auf automatisierte Kommunikation, um Routineaufgaben wie Follow-ups oder Terminvereinbarungen zu optimieren.

Automatisierung statt Kaltakquise? Die Grenzen der KI

Hier kommt die erste große Ernüchterung: KI kann viel, aber sie kann nicht verkaufen wie Sean Evers, VP of Sales bei Pipedrive, es erklärt: „Die wahre Kraft der KI liegt in ihrer Fähigkeit, als Verstärker zu wirken, nicht als Ersatz für menschliches Urteilsvermögen.“ Doch was sie könne, ist Effizienz steigern. Ein großer Teil der Arbeitszeit von Sales-Teams geht nicht für Kundengespräche drauf, sondern für administrative Aufgaben – von der Dateneingabe bis hin zu Reportings. Genau hier punktet KI.

Doch ein entscheidendes Problem bleibt: Laut der Studie nutzen zwar 75 Prozent der aktuellen KI-User die Technologie für Content-Erstellung, aber nur 55 Prozent der potenziellen Nutzer sehen darin eine Priorität. Heißt: Die einen sind schon längst dabei, KI für ihre Zwecke zu trimmen, während die anderen noch skeptisch überlegen, ob sie den Schritt wagen sollen.

KI als Gamechanger oder nur eine schöne Illusion?

Fakt ist: KI wird den Vertrieb nicht ersetzen, aber verändern, „indem sie automatisch Daten aus Verkaufsgesprächen erfasst und strukturiert, Lead-Informationen anreichert und CRM-Daten sauber hält“, fügt Evers hinzu. Die wichtigsten Anwendungsfälle heute sind laut der Studie datengetrieben: 56 Prozent der KI-Nutzer setzen auf KI-gestützte Aktionen, 51 Prozent auf die Analyse von Vertriebsdaten, 49 Prozent auf Prospecting-Unterstützung und 46 Prozent auf Content-Summaries. Also: KI ist der perfekte Assistent, aber kein Ersatz für menschliche Interaktion.

Die eigentliche Frage lautet also nicht, ob KI den Vertrieb umkrempelt, sondern wer in der Lage ist, die Technologie richtig einzusetzen. Denn letztlich wird nicht die beste KI gewinnen, sondern das beste Zusammenspiel von Mensch und Maschine. Und wer das ignoriert, könnte bald im digitalen Niemandsland des Vertriebs enden.

(ID:50343597)

Jetzt Newsletter abonnieren

Täglich die wichtigsten Infos zu Big Data, Analytics & AI

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung