Industrie 4.0 KI als eigenständige Komponente in der industriellen Fertigung

Von Berk Kutsal 2 min Lesedauer

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Künstliche Intelligenz (KI) soll nicht länger als unterstützendes Feature, sondern als eigenständige Komponente in Maschinen und Anlagen betrachtet werden. Diese strategische Neuausrichtung ist entscheidend, um Risiken zu reduzieren, regulatorische Vorgaben zu erfüllen und die internationale Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.

„KI ist keine reine Zusatzfunktion mehr, sondern sollte als eigenständiges Produkt betrachtet werden“, fordert Jens Rollenmüller, Regional Vice President beim auf Product Lifecycle Management (PLM) Anbieter Aras.(Bild:  Aras)
„KI ist keine reine Zusatzfunktion mehr, sondern sollte als eigenständiges Produkt betrachtet werden“, fordert Jens Rollenmüller, Regional Vice President beim auf Product Lifecycle Management (PLM) Anbieter Aras.
(Bild: Aras)

Die industrielle Fertigung steht vor einem Paradigmenwechsel: Künstliche Intelligenz übernimmt zunehmend Aufgaben, die bisher Menschen vorbehalten waren. Laut Jens Rollenmüller, Regional Vice President beim PLM-Anbieter Aras, sollten Unternehmen KI daher nicht länger als bloßes Feature betrachten. Stattdessen müsse sie als eigenständige Komponente etabliert und entsprechend behandelt werden.

Diese Umstellung sei unerlässlich, um Transparenz zu gewährleisten und die wachsenden Anforderungen an die Dokumentation von KI-Entscheidungen zu erfüllen. Rollenmüller erklärt: „Wenn Maschinen autonom handeln, liegt es in der Verantwortung der Unternehmen beziehungsweise Hersteller, diese Entscheidungsprozesse – und damit mögliche Fehlerquellen – lückenlos für alle verwendeten Komponenten und Produkte zu analysieren und zu dokumentieren.“ Besonders in sicherheitskritischen Bereichen wie der Lebensmittel- oder Pharmaindustrie könnten Fehlentscheidungen schwerwiegende Folgen haben.

Regulatorischer Druck wächst: EU AI Act fordert Transparenz

Die rechtlichen Rahmenbedingungen verstärken den Druck auf die Industrie. Der EU AI Act fordert eine vollständige Nachvollziehbarkeit der Entscheidungsprozesse von KI-Systemen. Laut Aras können flexible Product-Lifecycle-Management-Systeme (PLM) dabei helfen, diese Anforderungen zu erfüllen und gleichzeitig die steigende Komplexität der Produktionsumgebungen zu bewältigen.

Unternehmen müssen demnach jederzeit nachvollziehen können, wie die KI auf Basis ihrer Daten Entscheidungen trifft. „Nur wenn KI gleichrangig mit mechanischen, hydraulischen und elektronischen Komponenten betrachtet wird, kann es gelingen, sich im dynamischen internationalen Wettbewerb zu behaupten“, so Rollenmüller.

Die wachsende Komplexität der KI-Entwicklung erfordert zudem eine abteilungsübergreifende Zusammenarbeit. Forschung, Entwicklung, Fertigung, IT und Compliance müssen eng kooperieren, um Risiken zu minimieren und regulatorische Anforderungen zu erfüllen.

Ein strategischer Ansatz für KI

Die Weiterentwicklung von KI-Systemen stellt die Industrie vor technologische und organisatorische Herausforderungen. Laut Rollenmüller sei die Entwicklung von KI deutlich komplexer als herkömmliche Automatisierungstechnik, da sie in unterschiedlichsten Umgebungen autonom, sicher und fehlerfrei arbeiten müsse.

Darüber hinaus sei ein strukturiertes Datenmanagement erforderlich, um die Systeme effizient und regelkonform zu verwalten. Moderne PLM-Systeme könnten dabei unterstützen, indem sie nicht nur die Entwicklung, sondern auch die Einhaltung regulatorischer Vorgaben erleichtern.

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