KI in großem Maßstab vorantreiben IBM baut watsonx-Plattform umfangreich aus

Von Martin Hensel 2 min Lesedauer

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Im Zuge seiner jährlichen THINK-Konferenz hat IBM mehrere Updates für seine KI- und Datenplattform watsonx vorgestellt. Dazu zählen verschiedene Open-Source-, Produkt- und Ökosystem-Neuheiten, die KI in Unternehmen in großem Maßstab vorantreiben sollen.

IBM treibt den Ausbau seiner KI- und Datenplattform watsonx mit großen Schritten voran.(Bild:  Gerd Altmann /  Pixabay)
IBM treibt den Ausbau seiner KI- und Datenplattform watsonx mit großen Schritten voran.
(Bild: Gerd Altmann / Pixabay)

Zu den Neuerungen zählt die Veröffentlichung einer Reihe von quelloffenen Granite-Modellen. IBM will damit Kunden, Entwickler und globale Experten dazu ermuntern, die Grenzen des KI-Einsatzes in Unternehmensumgebungen zu erweitern. Die Open-Source-Granite-Modelle sind ab sofort unter Apache-2.0-Lizenzen auf Hugging Face und GitHub verfügbar. Sie reichen von 3B- bis 34B-Parametern und sind sowohl als Basis- als auch als anwendungsgetreue Modellvarianten erhältlich.

Die Modelle eignen sich laut IBM für Aufgaben wie etwa komplexe Anwendungsmodernisierung, Codegenerierung, Fehlerbehebung, Erklärung und Dokumentation von Code oder die Pflege von Repositories. Benchmarks haben zudem die hohe Leistungsfähigkeit der Modelle belegt, die auf 116 Programmiersprachen trainiert wurden.

InstructLab und neue watsonx-Assistenten

Gemeinsam mit Red Hat hat IBM zudem InstructLab ins Leben gerufen. Dabei handelt es sich um einen neuartigen Ansatz, der echte Open-Source-Innovationen rund um LLMs („Large Language Models“) vorantreiben soll. InstructLab ermöglicht dazu die kontinuierliche Entwicklung von Basismodellen durch ständig inkrementelle Beiträge – ähnlich der Softwareentwicklung im Open-Source-Bereich. Entwickler können dabei spezifische Modelle für ihre Geschäftsbereiche oder Branchen mit eigenen Daten erstellen, um Mehrwerte direkt zu erkennen. Red Hat Enterprise Linux AI (RHEL AI) wird eine unternehmenstaugliche Version von InstructLab und die quelloffenen Granite-Modelle mitbringen. IBM Consulting unterstützt zudem Kunden beim Einsatz von InstructLab mit unternehmensspezifischen Daten.

IBM kündigte zudem eine neue Klasse an watsonx-Assistenten an. Dazu zählen der watsonx Code Assistant for Enterprise Java Applications und der watsonx Assistant for Z, der die Benutzerinteraktion verbessern sowie Wissen und Expertise schneller vermitteln soll. Letzterer erhält zudem eine Erweiterung mit Code-Erklärungen, die beim Verständnis und der Dokumentation von Anwendungen durch den Einsatz natürlicher Sprache helfen soll.

Weitere Neuerungen im Überblick

IBM wird künftig NVIDIA-L40S- und L4-Tensor-Core-GPUs, RHEL AI und OpenShift AI unterstützen. Einsatzfähige Architekturen für watsonx sollen die Bereitstellung von KI beschleunigen und bringen zudem Sicherheits- und Compliance-Funktionen mit. In Sachen Automatisierung gab IBM einen Ausblick auf ein neues, KI-gestütztes Tools namens IBM Concert, das in Kürze verfügbar sein soll. Es basiert auf den KI-Funktionen von watsonx und erlaubt generative, KI-gestützte Einblicke in Anwendungsportfolios, um mögliche Probleme vorherzusagen, anzuzeigen und Lösungen vorzuschlagen. Dabei kommen Daten aus Cloud-Infrastruktur, Quellcode-Repositories, CI/CD-Pipelines und mehr zum Einsatz. IBM Concert soll auf diese Weise die Beseitigung überflüssiger Aufgaben und die Beschleunigung wichtigerer Prozesse fördern.

IBM hat außerdem das watsonx-Ökosystem weiter ausgebaut und um Modelle von Drittanbietern ergänzt. Das Unternehmen kündigte zudem zahlreiche Projekte an, die gemeinsam mit bestehenden Partnern durchgeführt werden. Dazu zählen auch Branchengrößen wie etwa AWS, Adobe, Meta, Microsoft, Palo Alto Networks, Salesforce und SAP.

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