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Kommentar von Stephan Reimann, IBM Herzlich willkommen, Big Data!

| Autor / Redakteur: Stephan Reimann / Nico Litzel

Big Data ist eines der Hype-Themen der vergangenen Jahre. Aber Moment! Was ist das eigentlich und ist es wirklich noch Hype oder schon fester Bestandteil unseres Lebens, ohne dass wir es bemerkt haben? Antworten gibt der folgende Artikel.

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Der Autor: Stephan Reimann ist Senior IT Specialist Big Data bei IBM Deutschland
Der Autor: Stephan Reimann ist Senior IT Specialist Big Data bei IBM Deutschland
(Bild: IBM)

Nimmt man die Anzahl der Suchanfragen als Maß für das Interesse an Big Data, so ist der Anstieg weiterhin rasant. Allein in den vergangenen 18 Monaten haben sich diese verdoppelt. Aber was ist eigentlich Big Data? Anfangs standen technologische Aspekte im Vordergrund, häufig beschrieben mit mindestens drei „V“ – Velocity, Variety und Volume. In den vergangenen Monaten rückten aber vermehrt Aspekte wie neue Geschäftsmodelle und kulturelle Aspekte in den Vordergrund.

Deutsche Unternehmen haben in mehreren Diskussionsrunden, die mein Kollege Wilfried Hoge und ich in verschiedenen Branchen und mit Unternehmen unterschiedlicher Größen geführt haben, angegeben, dass sie Big Data primär als Kulturwechsel sehen. Eine Vielzahl von Unternehmen sehen Big Data als Basis neuer Geschäftsmodelle und nur noch rund ein ein Zehntel der Unternehmen sind der Ansicht, dass es in erster Linie um Technologie geht. Es scheint also, als ob ein Umdenken stattgefunden hat und nun statt Technologie der Nutzen und die Potenziale im Vordergrund stehen.

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Big Data ist Realität – auch in Europa und Deutschland

Big Data ist bereits Teil unseres täglichen Lebens. Stockholm und Dublin nutzen GPS Positionen und Bilder aus Verkehrskameras, um den Verkehr in Echtzeit zu optimieren, und so Staus und Schadstoffemissionen zu verringern. Auch vor der Gesundheit macht Big Data nicht halt: Personalisierte medizinische Behandlung und Medikamente versprechen bessere Heilungschancen und geringere Nebenwirkungen. Außerdem sorgt der Aufschwung „intelligenter“ Fitnessgadgets wie Aktivitäts-Armbänder und intelligente Uhren für eine zunehmende Erfassung und Nutzung von Daten auch im persönlichen Bereich.

Vor allem aber zeigt sich: Big Data ist in Europa und Deutschland angekommen. Es sorgt dafür, dass Parmesan echt ist, empfiehlt den passenden französischen Wein und bietet Sky Italia ihren Kunden ein personalisiertes Fernsehprogramm. Und auch im deutschsprachigen Raum finden sich immer mehr Beispiele für erfolgreiche Big Data Projekte. So nutzt das Wissenschaftliche Institut der AOK Analysen zur Optimierung der ambulanten und stationären Versorgung, mit dem Projekt FlexLast beim schweizerischen Handelskonzern Migros wird der Stromverbrauch intelligent gesteuert. Daimler optimiert die Produktionsprozesse und BMW nutzt Big Data, um Probleme zu erkennen, bevor sie entstehen.

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