Studie von Infosys Generative KI – hohe Ausgaben, geringe Wertschöpfung

Von Martin Hensel 2 min Lesedauer

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Einer aktuellen Studie von Infosys zufolge schöpfen europäische Unternehmen wenig Wert aus generativer KI. Gleichzeitig werden sich ihre Ausgaben für diesen Bereich im aktuellen Jahr voraussichtlich verdoppeln.

Balakrishna D. R. (Bali), Executive Vice President und Global Head of AI and Industry Verticals von Infosys(Bild:  Infosys)
Balakrishna D. R. (Bali), Executive Vice President und Global Head of AI and Industry Verticals von Infosys
(Bild: Infosys)

Wie die anonyme Online-Umfrage „Generative AI Radar 2023 – Europe“ unter 1.000 europäischen Führungskräften zeigt, werden Unternehmen 2024 ihre Investitionen in generative KI um 115 Prozent auf 2,8 Milliarden US-Dollar erhöhen. Laut Infosys liege das Investitionstempo gegenüber Nordamerika zurück, was größtenteils auf regulatorisch bedingte Bedenken hinsichtlich Ethik und Voreingenommenheit von KI-Modellen zurückzuführen sei.

Grundsätzlich sind die Unternehmen aber optimistisch, was die geschäftlichen Auswirkungen generativer KI angeht. Auch die eigenen Fähigkeiten rund um Auswahl und Ausbildung entsprechender Fachkräfte sowie des Betriebs der nötigen Systeme werden deutlich zuversichtlicher als bisher beurteilt.

Ergebnisse im Überblick

In Deutschland werden in den nächsten zwölf Monaten Ausgaben für generative KI in Höhe von knapp 610 Millionen US-Dollar erwartet. Etwa die Hälfte der Firmen hat die Technologie bereits implementiert oder einen geschäftlichen Nutzen daraus gezogen. Der Anteil letzterer ist allerdings eher gering: Laut der Umfrage haben nur sechs Prozent der europäischen Unternehmen mit generativen KI-Anwendungsfällen einen geschäftlichen Nutzen erzielt. Am erfolgreichsten sind hierbei Deutschland, Frankreich und das Vereinigte Königreich, wo dieser Anteil bei zehn Prozent der Firmen liegt.

Nach Datenschutz und Sicherheit nennen die Befragten vor allem Ethik und Voreingenommenheit als größte Herausforderungen. Nordamerikanische Unternehmen sehen dagegen vor allem Datenschutz, unbrauchbare Daten und fehlende Fähigkeiten als wesentliche Hindernisse. In Europa legen Vorstände in mehr als 30 Prozent der Unternehmen Vorschriften und Richtlinien zu generativer KI fest und sind in rund 20 Prozent aller Fälle die Hauptverantwortlichen. Dabei haben mehr als 70 Prozent der europäischen Teilnehmer Vertrauen in die Fähigkeiten des Managements.

„Unsere Studie zeigt, dass europäische Unternehmen ein KI-zentriertes Betriebsmodell entwickeln und ausbauen. Dieses stellt die geschäftliche Transformation und die Entwicklung von Fähigkeiten in den Vordergrund mit dem Ziel, das menschliche Potenzial zu maximieren, um einen geschäftlichen Nutzen zu erzielen“, erklärt Balakrishna D. R. (Bali), Executive Vice President und Global Head of AI and Industry Verticals von Infosys.

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