SnapLogic-Studie zeigt finanzielle Upgrade-Folgen auf GenAI sorgt für millionenschwere Investitionen in Altsysteme

Von Martin Hensel 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Deutsche Unternehmen investieren laut einer aktuellen Studie von SnapLogic im Durchschnitt rund 2,1 Millionen Euro in ihre Altsysteme, um den Einsatz von GenAI-Tools zu ermöglichen. Technische Schulden sind der Hauptgrund für die Modernisierungen.

Die Implementierung generativer KI führt zu umfangreichen Investitionen in die Modernisierung von Altsystemen, wie eine aktuelle Studie von SnapLogic zeigt.(Bild:  SnapLogic)
Die Implementierung generativer KI führt zu umfangreichen Investitionen in die Modernisierung von Altsystemen, wie eine aktuelle Studie von SnapLogic zeigt.
(Bild: SnapLogic)

Für die Studie hat SnapLogic gemeinsam mit dem Forschungsinstitut Censuswide insgesamt 753 Führungskräfte im mittleren und höheren Management großer Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitern befragt. Die Umfrage fand in Deutschland, Großbritannien und den USA statt. Sie zeigt, dass acht Prozent der Unternehmen sogar bis zu 4,6 Millionen Euro in die Modernisierung ihrer Altsysteme investieren, um GenAI-Tools nutzen zu können. Mehr als ein Drittel der befragten deutschen Firmen will bis zu 50 Prozent ihrer IT-Lösungen entsprechend aktualisieren.

„Die Modernisierung von Altsystemen ist entscheidend, um Effizienz und Sicherheit in der IT zu gewährleisten“, erklärt Dominic Wellington, Enterprise Architect von SnapLogic. Die Studie zeige erhebliche Investitionen deutscher Unternehmen, um den wachsenden Anforderungen gerecht zu werden und die Vorteile von GenAI-Technologien voll auszuschöpfen.

Erwartete Vorteile führen zu Schuldenabbau

Die Unternehmen erwarten sich durch die Integration von Generativer KI entscheidende Vorteile: 87 Prozent wollen damit bis zu drei Viertel ihres bestehenden Arbeitsaufwandes reduzieren, um Aufgaben effizienter zu bewältigen. Als wichtige Einsatzbereiche werden vor allem allgemeine IT, Kundensupport und Kundendatenbanken genannt.

Ineffiziente Prozesse (41 Prozent) sind gleichzeitig der Hauptgrund für technische Schulden, gefolgt von veralteter Technologie (37 Prozent) und sich ändernden Anforderungen (30 Prozent). In Großbritannien und den USA sind dagegen vor allem fehlende Ressourcen und Budgets die größten Herausforderungen. Technische Schulden haben in deutschen Firmen zudem einen negativen Einfluss auf den Datenbestand: Rund zwei Drittel (63 Prozent) sehen hier moderate bis schwere Auswirkungen.

Hohe Investitionen, riskante Datenpipelines

Laut der Studie investierten deutsche Firmen im vergangenen Jahr rund 2,6 bis 3,4 Millionen Euro in Modernisierungsmaßnahmen. In Großbritannien lag diese Spanne bei 1,8 bis 2,6 Millionen Euro, während in den USA mit bis zu 4,3 Millionen Euro noch mehr Geld in die Hand genommen wurde. US-Betriebe stehen bei der Aktualisierung ihrer IT-Systeme vor besonderen Herausforderungen, da viele Unternehmen (> 60 Prozent) bis zu 75 Prozent ihrer IT auf Altsystemen betreiben.

Ein weiteres Problem sind undokumentierte Datenpipelines oder Systeme (37 Prozent). Veraltete oder nicht dokumentierte Pipelines sind Sicherheitsrisiken und können zudem zu betrieblichen Ausfällen und Zeitverschwendung führen. Grundsätzlich sind die deutschen Unternehmen aber zuversichtlich bezüglich der korrekten Dokumentation und der einwandfreien Betriebsfähigkeit ihrer Datenpipelines (80 Prozent). Bei rund drei Viertel der Unternehmen (74 Prozent) sind dies erst zwischen einem und vier Jahren alt. Dies unterstreicht, dass trotz der bestehenden Herausforderungen die Modernisierung und der Ersatz von Altsystem vorangetrieben werden.

(ID:50107842)

Jetzt Newsletter abonnieren

Täglich die wichtigsten Infos zu Big Data, Analytics & AI

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung