SAS übernimmt Software-Assets von Hazy GenAI-Erweiterung: SAS integriert Softwarelösung für Synthetic Data

Von Bernhard Lück 2 min Lesedauer

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Mit der Akquise der wichtigsten Software-Assets von Hazy, einem im Bereich Synthetische Daten tätigen Anbieter, baut SAS sein Portfolio aus. Dank der Hazy-Technologie könnten Kunden synthetische Daten schneller generieren und so die Anzahl möglicher Anwendungsfälle für KI ausbauen.

Die Analysten von Gartner prognostizieren, dass 75 Prozent aller Unternehmen bis 2026 Generative AI zur Erstellung synthetischer Kundendaten nutzen werden.(Bild:  SAS)
Die Analysten von Gartner prognostizieren, dass 75 Prozent aller Unternehmen bis 2026 Generative AI zur Erstellung synthetischer Kundendaten nutzen werden.
(Bild: SAS)

Mit dieser strategischen Akquise möchte SAS Innovation auf Basis von Daten und fundierten Analysen voranbringen. Kunden könnten damit KI zuverlässiger und sicherer einsetzen. Die neuen Funktionalitäten sollen für bessere Datenverfügbarkeit, -zugriff und -qualität sorgen und künftig in SAS Viya integriert werden.

Mithilfe synthetische Daten sei es möglich, die statistischen Muster realer Daten widerzuspiegeln, ohne dabei sensible Informationen preiszugeben. So würden die Risiken, die der Einsatz „echter“ Daten mit sich bringt, minimiert und die Grundgesamtheit an Daten, die für Analytics und KI zur Verfügung stehen, vergrößert. Diese Erweiterung führe zu belastbaren, zuverlässigen Ergebnissen und biete Data Scientists eine innovative Möglichkeit, die Datensätze effektiver zu gestalten und abzugleichen, so SAS.

Die Lösung SAS Data Maker, die die Herausforderungen im Zusammenhang mit Datennutzung adressiert, werde durch die Integration der Technologie von Hazy ergänzt. Sie ermögliche die Erstellung von Synthetic Data, die die Originaldatensätze statistisch repräsentieren, ohne den Datenschutz zu kompromittieren. Gleichzeitig könne dieses Verfahren vorhandene Prozesse vereinfachen und den Ressourceneinsatz reduzieren.

Dank der Kombination der Technologien von Hazy und SAS könnten Unternehmen verschiedene Zukunftsszenarien simulieren. Dies eröffne u. a. folgende Vorteile:

  • Bessere Ergebnisse für Innovation und Forschung: Der Zugang zu umfangreichen synthetischen Datensätzen, die bisher nicht verfügbar waren, biete ganz neue Erkenntnisse.
  • Schnellere Time to Market: Die schnelle Generierung hochwertiger synthetischer Datensätze beschleunige den Entwicklungszyklus für KI-Projekte.
  • Vertrauenswürdige KI-Systeme: Auf Basis zuverlässiger Prozesse für Synthetic Data und diverser synthetischer Datensätze könnten Unternehmen KI-Systeme entwickeln, die ethischen Standards entsprechen.
  • Besserer Datenschutz und höhere Datensicherheit: Synthetic Data enthalte keine realen, identifizierbaren Informationen.
  • Kosteneffizienz: Mit synthetischen Daten werde die Abhängigkeit von kostenintensiven Methoden zur Datenerhebung verringert.

„Analysten prognostizieren, dass 75 Prozent aller Unternehmen bis 2026 Generative AI zur Erstellung synthetischer Kundendaten nutzen werden, 2023 waren es noch weniger als fünf Prozent“, sagt Bryan Harris, CTO von SAS. „Unsere Kunden bekommen also einen großen strategischen Vorteil, gleichzeitig stärkt SAS seine führende Marktposition für KI und Analytics. Mit Synthetic Data können Unternehmen Innovationen schneller voranbringen und profunde Analysen durchführen auf Basis von Daten, die bisher aufgrund von mangelnder Verfügbarkeit oder Qualität nicht nutzbar waren.“

„Synthetic Data ist für die Zukunft von KI von entscheidender Bedeutung, insbesondere in Branchen mit strengen Datenschutzauflagen wie dem Gesundheitswesen und dem Finanzsektor“, erklärt Kathy Lange, Research Director, AI Software bei IDC. „Die Übernahme unterstreicht die wachsende Bedeutung von Synthetic Data. Sie bildet eine Schlüsselkomponente im KI-Toolkit insofern, als sie hilft, Datenknappheit und Datenschutzprobleme zu überwinden, die Modellgenauigkeit zu verbessern und gleichzeitig Bias zu reduzieren.“

Die erweiterten Funktionen sollen global in einer ersten Preview-Version Anfang 2025 verfügbar sein.

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