Künstliche Intelligenz im Training Fujitsu analysiert Eiskunstlauf mit KI-Erkennung

Von Berk Kutsal 1 min Lesedauer

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Fujitsu hat bei einem Trainingscamp des japanischen Eislaufverbands eine auf Künstlicher Intelligenz (KI) basierte „Skeleton Recognition“ (Skeletterkennung) eingesetzt. Die Technologie soll Sprünge und Drehungen exakt erfassen – ganz ohne Marker oder Sensoren. Ursprünglich stammt das System aus dem Turnsport.

Fujitsu setzt seine KI zur markerlosen Bewegungserkennung erstmals im Eiskunstlauf ein. Ziel ist präzises Feedback für Training und Leistungsdiagnostik.(Bild:  Fujitsu)
Fujitsu setzt seine KI zur markerlosen Bewegungserkennung erstmals im Eiskunstlauf ein. Ziel ist präzises Feedback für Training und Leistungsdiagnostik.
(Bild: Fujitsu)

Fujitsu hat bei einem dreitägigen Eiskunstlauf-Trainingslager der Japan Skating Federation am Kansai Airport Ice Arena eine KI-gestützte Bewegungsanalyse eingesetzt.

Die Technologie, ursprünglich für die Bewertung von Turnübungen entwickelt, soll Kameradaten in Echtzeit verarbeiten und die Körperhaltung der Athleten dreidimensional erkennen – ohne Marker oder Sensorik am Körper, um komplexe Bewegungsfolgen wie Sprünge oder Pirouetten direkt nach dem Ausführen analysierbar zu machen.

Präzision durch synthetische Trainingsdaten

Die zugrunde liegende KI wurde mithilfe eines Simulators trainiert, der fotorealistische 3D-Bilder synthetisch erzeugt. Laut Fujitsu ließen sich so auch Bewegungen auswerten, die bisher schwer darstellbar waren – etwa Rotationen in mehreren Achsen. Proprietäre Algorithmen sollen dabei sogenannte Jitter-Effekte reduzieren und eine hohe Wiederholgenauigkeit sicherstellen.

Im Gegensatz zu herkömmlichen, markerbasierten 3D-Erfassungssystemen soll sich die Fujitsu-Lösung ohne aufwendige Vorbereitung nutzen lassen. Die Trainingsdaten sollen zudem archiviert und für zukünftige Vergleichsanalysen genutzt werden.

Von der Gymnastik zum Eiskunstlauf

Fujitsu hatte seine Skeleton Recognition AI bereits bei Gymnastik-Wettkämpfen im Einsatz. Der Datensatz aus dem Eiskunstlauf soll die Modellleistung nun weiter verbessern. Nach eigenen Angaben wurde das System unter Aufsicht der Fédération Internationale de Gymnastique (FIG) mitentwickelt.

Uvance-Strategie: Skalierung über Branchen hinweg

Die Technologie ist Teil der Fujitsu-Initiative „Uvance“ und soll künftig auch in anderen Bereichen eingesetzt werden – etwa in der Analyse körperlicher Belastungen im Gesundheitsbereich oder bei Prozessoptimierung in der Industrie. Ein Roll-out in diesen Sektoren ist jedoch noch nicht erfolgt.

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