Der von Unit4 gesponserte IDC InfoBrief „The Path to AI Everywhere: Exploring the Human Challenges“ legt nahe, dass Unternehmen eine „KI-DNS“ entwerfen, KI-Orchestratoren schaffen und in Experten statt in Manager investieren müssen – und das als Teil einer dreistufigen Vorgehensweise.
Der von Unit4 gesponserte IDC InfoBrief zeigt auf, womit europäische Unternehmen durch die Einführung von KI rechnen und wo der Fokus der befragten Unternehmen liegt.
(Bild: Unit4)
Der IDC InfoBrief zeigt Strategien auf, die für den erfolgreichen Aufbau eines KI-gestützten Arbeitsplatzes der Zukunft erforderlich sind. Der Schwerpunkt liegt dabei auf dem Menschen, einschließlich des Aufbaus einer Unternehmenskultur rund um eine „KI-DNS“, der Schaffung neuer Rollen wie KI-Orchestratoren und der Betonung von Fachwissen gegenüber Managementfähigkeiten. Basierend auf ausführlichen Experteninterviews und den globalen datengestützten Erkenntnissen von IDC legt die Studie nahe, dass Produktivitätsgewinne durch Aufgabenautomatisierung nur kurzfristig sind, während der entscheidende langfristige Wettbewerbsvorteil darin liegt, neu zu überdenken, wie KI die Arbeit verändert.
Der Weg zu AI Everywhere: Eine dreistufige Vorgehensweise
IDC prognostiziert, dass bis 2028 rund 80 Prozent der CIOs organisatorische Änderungen vornehmen werden, um KI, Automatisierung und Analytik effektiv zu nutzen, sowie um agile und erkenntnisorientierte digitale Unternehmen zu fördern. Trotz dieses Drucks zeigt die Studie, dass KI-Investitionen nur einen kleinen Teil der gesamten europäischen Ausgaben für digitale Anwendungen ausmachen und dass die meisten KI-Konzepte im Jahr 2024 noch nicht im Alltag angekommen sind. IDC argumentiert, dass der „Weg zu KI überall“ eine dreistufige Entwicklung ist, wobei jede Stufe unterschiedliche Auswirkungen auf den Arbeitsplatz hat und einen Fokus auf spezifische menschliche Fähigkeiten erfordert.
Stufe 1: KI-Assistenten
Auswirkungen auf den Arbeitsplatz: KI-Tools konzentrieren sich auf die Ausführung von Aufgaben, um Produktivitätsvorteile zu erzielen.
Erforderliche menschliche Fähigkeiten: Die Mitarbeiter müssen eine effektive Formulierung von Aufforderungen entwickeln, um die besten Ergebnisse zu erzielen. Sie müssen zudem in der Lage sein, Daten zur Ausführung von Aufgaben anzuwenden
Stufe 2: KI-Berater
Auswirkungen auf den Arbeitsplatz: KI-Tools konzentrieren sich jetzt auf die Synthese von Informationen, um den Mitarbeitern anspruchsvolle Erkenntnisse zu liefern.
Erforderliche menschliche Fähigkeiten: In diesem Umfeld müssen die Mitarbeiter in der Lage sein, mehrere Datenquellen zu verwalten und eine kritische Bewertung vorzunehmen, um auf der Grundlage der KI-Ergebnisse kohärente Erkenntnisse zu gewinnen.
Stufe 3: KI-Agenten
Auswirkungen auf den Arbeitsplatz: Da KI in diesem Stadium allgegenwärtig ist, wird sie autonom handeln und den Mitarbeitern helfen, Innovationen und Wettbewerbsvorteile zu erzielen.
Erforderliche menschliche Fähigkeiten: Mitarbeiter müssen in der Lage sein, KI-Apps zu orchestrieren, um die Erkenntnisse zu interpretieren und Innovationen voranzutreiben, um Wettbewerbsvorteile zu erzielen, indem sie die Unterstützung durch diese Tools nutzen.
Aufbau einer KI-DNS: Einführung von KI-Orchestrierern
Wenn Unternehmen die Effektivität ihrer KI-Investitionen maximieren wollen, gibt es noch einige Hindernisse zu überwinden:
43 Prozent der europäischen und nordamerikanischen Arbeitnehmer vertrauen ihren Arbeitgebern nicht, dass sie im Zusammenhang mit KI verantwortungsvoll mit ihren Daten umgehen.
28 Prozent der europäischen und nordamerikanischen Unternehmen tun sich schwer mit der Angst vor KI-bedingten Entlassungen.
Daher müssen Unternehmen eine KI-DNS entwickeln, um die Grundlagen für die Unternehmenskultur zu schaffen, die ethische Nutzung von KI sicherzustellen und die Rollen und Fähigkeiten zu definieren, die für die Umgestaltung von Arbeitsabläufen und Teamarbeit erforderlich sind. Zu den neuen Rollen werden KI-Orchestratoren gehören, die die Beziehung zwischen KI und Mitarbeitern verwalten. Sie werden die Datenstrategien überwachen, um sicherzustellen, dass die Algorithmen korrekte Quellen verwenden, und Richtlinien einhalten, um Mitarbeiter und Unternehmen vor dem Missbrauch von Tools zu schützen. Während die Rolle des Managers bestehen bleiben wird, werden Unternehmen mit Erreichen der dritten Stufe (KI-Agenten) mehr Gewicht auf Expertenrollen legen, bei denen die KI als Agent agiert und die Mitarbeiter bei anspruchsvolleren Aufgaben unterstützt. Unternehmen müssen herausfinden, was als Fachwissen gilt, das ihnen einen Wettbewerbsvorteil verschafft, und überlegen, wie die Mitarbeiter die Fähigkeiten erwerben können, um Experten zu werden.
„KI wird in Zukunft eine immer wichtigere Rolle in Unternehmen spielen und der KI-gestützte Arbeitsplatz wird sich stark verändern. Deshalb sollten wir jetzt langfristige Strategien vorbereiten“, sagt Claus Jepsen, Chief Product and Technology Officer, Unit4. „Für einen erfolgreichen strategischen Einsatz von KI müssen sich Unternehmen über die Probleme im Klaren sein, die sie lösen wollen, und wissen, dass KI nicht jeden Aspekt der Interaktion zwischen Menschen oder zufällige Situationen, die für jedes Unternehmen einzigartig sind, nachbilden kann. Bei Unit4 haben wir unsere KI-DNA so aufgebaut, dass KI das Potenzial unserer Mitarbeiter fördert, indem wir uns auf eine pragmatische Einführung konzentrieren, die durch menschenzentriertes Design unterstützt wird.“
Menschenzentrierter Ansatz: AI Skills Development Framework
Ein Schlüsselelement beim Aufbau einer KI-DNS ist die Förderung einer Kultur der ständigen Weiterbildung. Im InfoBrief heißt es, dass 50 Prozent der Umfrageteilnehmer zusätzliche Schulungen benötigen, um die Vorteile der KI voll ausschöpfen zu können. IDC geht davon aus, dass Mitarbeiter bis 2030 IT-, digitale Geschäfts-, Human- und Führungskompetenzen entwickeln müssen, was durch das IDC Skills Development Framework veranschaulicht wird. IDC schlägt vor, IT-Fähigkeiten in Bereichen wie LLM-Integration und Quantensicherheit sowie digitale Geschäftsfähigkeiten in Bezug auf DataOps und Prompt Engineering aufzubauen. Auf der Seite der menschlichen Fähigkeiten wird die Bedeutung von Zusammenarbeit, Kreativität und kritischem Denken betont, während Führungskräfte in der Lage sein müssen, Empathie zu zeigen, KI zu beherrschen und die erforderliche Governance zu verstehen.
Der IDC InfoBrief schließt mit drei empfohlenen Schwerpunkten für KI-Strategien: die Annahme eines menschenzentrierten Ansatzes für KI, die Einbeziehung der Nutzer auf den Weg zu „KI-überall“ und die Weiterbildung. Eine klare Strategie schafft Vertrauen, fördert die Entwicklung von Fähigkeiten im gesamten Unternehmen, unterstützt KI-Initiativen und sorgt für Transparenz bei der Datennutzung und die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften.
Meike Escherich, Associate Research Director, European Future of Work, IDC: „Eine zielgerichtete, nachhaltige Implementierung von KI am Arbeitsplatz erfordert ein tief verwurzeltes, unternehmensweites DNA-ähnliches Verständnis dafür, dass Künstliche Intelligenz nicht als Ersatz für menschliche Intelligenz gesehen werden sollte. Vielmehr sollte sie als leistungsfähiges Werkzeug dienen, um die Kreativität und den Innovationsgeist der Menschen zu fördern.“
Stand: 08.12.2025
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