Kommentar von Sergio Galindo, GFI Software

Entwickelt sich das Internet der Dinge zum Internet der Probleme?

Seite: 3/3

Firmen zum Thema

Fast zwei Drittel der Befragten nehmen an, dass das IoT für ihr Unternehmen von Bedeutung ist, 24 Prozent untersuchen derzeit bereits mögliche Geschäftsvorteile. Obwohl 9,9 Prozent aussagen, dass das IoT keine Rolle in ihrem Unternehmen spielt, sagten 26,7 Prozent aus, dass das lediglich momentan so ist, das IoT aber langfristig aber von Bedeutung sein könnte.

Eine zweifache Bedrohung

Die Bedrohung durch das IoT ist zweifach. Geräte im Internet of Things können sowohl die Quelle als auch das Ziel von Angriffen sein. Es gibt einige Dinge, die Unternehmen ab sofort tun können:

  • Die Verbindungsrichtlinien am Arbeitsplatz ändern: Verfügt ein Unternehmen über Richtlinien bezüglich der Nutzung persönlicher Geräte, ist es nun an der Zeit, diese zu aktualisieren. BYOD ist der Vorläufer des IoT. Falls bisher noch nichts gegen BYOD unternommen wurde, ist es höchste Zeit, damit zu beginnen.
  • Firewalls verstärken: Für 45 Prozent der IT-Profis hat das oberste Priorität in ihrem Unternehmen.
  • Zugeben, dass es ein Problem geben könnte: Es ist empfehlenswert zu erkennen, dass das IoT sich zu einem Problem entwickeln könnte. Planungen im Hinblick auf das IoT müssen nicht gleich zu einem ganzjährigen Projekt ausarten. Allerdings kann es nicht schaden, das IoT schon heute im Blick zu haben und sich bereits jetzt Gedanken zu machen, wie es sich auf das eigene Unternehmen auswirken könnte.
  • Tools maximieren und ausschöpfen: Unternehmen sollten nicht an der Sicherheit sparen. Sicherheitssoftware ist wichtig, aber auch das Patch- und Risikomanagement müssen im Auge behalten werden. Insbesondere das Patch-Management wird im Hinblick auf das Internet der Dinge an Bedeutung gewinnen.
  • Ausschau nach neuen Werkzeugen halten: Auf IT-Sicherheit spezialisierte Anbieter können in zweifacher Hinsicht helfen: Zum einen können sie ihre Kunden informieren, wie man ihre Produkte, die bereits im Unternehmen vorhanden sind, am besten konfigurieren kann, um diese an das IoT anzupassen. Zum anderen können sowohl etablierte als auch neue Anbieter spezielle neue Wege zur Unterstützung des IoT ausarbeiten. Es lohnt, sich bei der Anschaffung von IoT-Werkzeugen oder -Apps zu vergewissern, dass der gewählte Geschäftspartner über eine gute Expertise auf dem Gebiet der IT-Sicherheit verfügt.

Fazit

Die Umfrageergebnisse zeigen, dass sich das Internet der Dinge auf die IT-Sicherheit von Unternehmen auswirken wird. Selbst gewöhnliche Geräte von Angestellten können sich zu einer echten Gefahr für Unternehmen entwickeln, wenn diese ohne angemessene Sicherheitslösungen mit dem Internet verbunden werden.

Bereits in wenigen Jahren werden Unternehmen sich Milliarden von unsicheren, neuen Endpunkten ausgesetzt sehen, die das Netzwerk gefährden können. Die wichtigsten Punkte, hier entgegenzusteuern, sind klar: IT-Organisationen müssen wirksam planen und Betriebssysteme, Firmware und den Patch-Support für das IoT-Zeitalter fit machen.

(ID:43017201)