Kommentar von Sergio Galindo, GFI Software

Entwickelt sich das Internet der Dinge zum Internet der Probleme?

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So hat eine von GFI Software in Auftrag gegebene Umfrage unter 202 IT-Entscheidungsträgern ergeben, dass die zunehmende Relevanz des IoT für Unternehmen mit wachsenden Sicherheitsbedrohungen, größeren Herausforderungen im Gerätemanagement und mit gesteigerten Kosten für das IT-Management einhergeht.

Milliarden von neuen, unsicheren Endpunkten

Die Gründe hierfür sind nachvollziehbar: Das IoT schafft Milliarden von neuen, unsicheren Endpunkten, die neue Angriffsvektoren erzeugen werden. Rund 97 Prozent der befragten IT-Entscheidungsträger gehen davon aus, dass das IoT zumindest einige negative Auswirkungen auf ihr Unternehmen haben wird. Mehr als die Hälfte (55 Prozent) rechnet damit, dass die stärkere Vernetzung zu neuen Sicherheitsbedrohungen führen wird und sich bereits vorhandene Bedrohungen auf eine Vielzahl von Geräten ausdehnen werden.

Weiterhin gaben 30 Prozent an, dass das IoT zu höheren IT-Kosten führen wird, während rund 27 Prozent der Meinung sind, dass die Geräteverwaltung als Folge der Zunahme des IoT außer Kontrolle geraten wird. 14 Prozent glauben, dass die Implementierung von Korrekturen auf unterschiedlichen Plattformen eine besondere Herausforderung darstellen wird und annähernd 13 Prozent sagten, das IoT werde die Geschwindigkeit und die Effizienz beeinträchtigen. Zudem befürchten rund sechs Prozent der Studienteilnehmer, dass sich das Internet der Dinge negativ auf das geistige Eigentum ihres Unternehmens auswirken könnte.

Sicherheitsmaßnahmen anpassen

Eine jede Innovation erfordert eine Anpassung an neue Technologien – nicht nur, um neue Gelegenheiten zu nutzen, sondern ebenfalls, um sich auf die neuen Probleme einzustellen, die sich zwangsläufig aus dieser ergeben. So verhält es sich mit dem Internet der Dinge, wenn über drei Viertel (78,6 Prozent) der IT-Administratoren davon ausgehen, dass sie ihre Sicherheitsmaßnahmen aufgrund des IoT ändern werden müssen. In Bezug auf diese Änderungen erwartet fast ein Drittel (30 Prozent), die Verbindungsrichtlinien am Arbeitsplatz überarbeiten zu müssen, um diese Anpassung handhaben zu können.

Möglicherweise können vorhandene Anti-Spam-, Anti-Virus-, und Anti-Malware-Infrastrukturen nicht die Aufgaben zum Schutz gegen die Vielzahl von Risiken erfüllen, die sich aus den Milliarden von unsicheren, neuen Endpunkten ergeben. 45 Prozent der befragten IT-Entscheidungsträger nannten Firewalls als deren oberste Priorität, während 35,7 Prozent die mobile Geräteverwaltung anführten. Antivirus wurde von weniger als einem Fünftel (18,7 Prozent) der Befragten als oberste Priorität angeführt.

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