Umfrage von Altair Digitaler Zwilling statt Crashtest-Dummy

Von Martin Hensel

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Eine global durchgeführte Umfrage des KI-Spezialisten Altair zeigt, dass die Verbreitung digitaler Zwillinge in allen Branchen voranschreitet. Die Digital-Twin-Technik könnte demnach physische Prototypen in wenigen Jahren überflüssig machen.

Digitale Zwillinge könnten schon bald reale Prototypen ersetzen.
Digitale Zwillinge könnten schon bald reale Prototypen ersetzen.
(Bild: Screenshot / Altair)

Die unter mehr als 2.000 Experten durchgeführte Umfrage untersuchte die Akzeptanz von digitalen Zwillingen. Zudem wurden Einsatzszenarien, geschäftliche Vorteile und Auswirkungen auf die Umwelt analysiert.

Im Ergebnis bestätigte die Studie viele der erwarteten Vorzüge digitaler Zwillinge, wie zum Beispiel eine genauere und schnellere Produktentwicklung. Laut Altair war überraschend, dass zwei von drei Befragten (67 Prozent) erwarten, dass Digital Twins physische Prototypen innerhalb der kommenden sechs Jahre überflüssig machen werden. Zudem nutzt ein Großteil der Unternehmen (85 Prozent) die Technologie oder plant deren Einsatz, um ihre Nachhaltigkeitsziele zu erreichen.

Ergebnisse im Überblick

Die Umfrage zeigt, dass Unternehmen digitale Zwillinge in hohem Tempo einführen: 69 Prozent der Befragten haben die Technologie bereits im Einsatz. Von den restlichen Unternehmen wollen knapp die Hälfte innerhalb von drei Jahren nachziehen. Allerdings gab mehr als die Hälfte der Teilnehmer an, dass sie nur über begrenzte Kenntnisse der Technologie verfügen oder sie verwirrend finden. Mehr Wissen zu Anwendungsfällen, Datenoptimierung, Konvergenz und anderen Aspekten ist gefragt. 92 Prozent sind der Meinung, dass Digital Twins die Nachhaltigkeit ihrer Organisation verbessert haben. Dies geschah vor allem durch effiziente Ressourcennutzung (76 Prozent), Energie- und Betriebskosteneinsparungen (74 Prozent) sowie Abfallreduzierung (60 Prozent).

Die größten Auswirkungen von Digital Twins sehen die Befragten in genaueren Risikobewertungen, schnelleren Markteinführungen und höherer Kundenzufriedenheit (73 Prozent) sowie reduzierten Wartungs- und Garantiekosten (62 Prozent). Zudem wurden Produkte und Prozesse energieeffizienter und/oder weniger abfallintensiv (73 Prozent). 43 Prozent sind der Meinung, dass digitale Zwillinge innerhalb der kommenden vier Jahre physische Tests überflüssig machen werden. Schnellere Produktentwicklung (36 Prozent), weniger Bedarf an physischen Prototypen (33 Prozent) und Simulationen (28 Prozent) sind weitere Erwartungen an die Technologie.

Altair sieht aber auch eine erhebliche Kluft zwischen den organisatorischen Ebenen: So gaben 81 Prozent der Führungskräfte an, dass ihr Unternehmen digitale Zwillinge einsetzt, während dasselbe nur 58 Prozent der Befragten auf Benutzerebene tat. Zudem nannten 68 Prozent der Teilnehmer aus dem Management Nachhaltigkeitsziele als Einsatzzweck, während dies unter den Benutzern nur bei 43 Prozent der Fall war.

Es geht erst los

„Es besteht kaum ein Zweifel daran, dass die Daten, die durch den Einsatz von digitalen Zwillingen gewonnen werden, Unternehmen völlig neue Erkenntnisse ermöglichen und Teams dabei helfen, schneller und durchgängiger zu arbeiten, bessere Produkte zu entwickeln, weniger Abfall zu produzieren und den nächsten großen Durchbruch zu erzielen“, erklärt James R. Scapa, Gründer und CEO von Alatair. Man sehe derzeit aber nur die Spitze des Eisbergs, denn die Entwicklung hin zu intelligenten, vernetzten Systemen verändere die Welt.

„In dem Maße, in dem Unternehmen die ungenutzten Vorteile von digitalen Zwillingen erkennen, einschließlich der Konvergenz von Simulation, High-Performance Computing und künstlicher Intelligenz, sind den Möglichkeiten, um Industrien, Geschäftsprozesse und die wissenschaftliche Forschung zu revolutionieren, keine Grenzen gesetzt“, so Scapa.

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