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IT-Awards 2020 Die beliebtesten Anbieter von Big Data as a Service

Autor / Redakteur: Martin Hensel / Nico Litzel

Die Bewältigung der stetig zunehmenden Datenflut und deren Einsatz, um geschäftsfördernde Erkenntnisse zu gewinnen, ist derzeit eine der größten Herausforderungen für Unternehmen. Aufbau und Betrieb einer entsprechenden Infrastruktur kann sich aber nicht jede Firma leisten – hier lohnt ein Blick auf Big Data as a Service (BDaaS).

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Big Data as a Service hat Vorteile: Einrichtung und Betrieb sind etwa im Vergleich zu entsprechenden On-Premises-Systemen deutlich kostengünstiger und verursachen nur wenig Aufwand.
Big Data as a Service hat Vorteile: Einrichtung und Betrieb sind etwa im Vergleich zu entsprechenden On-Premises-Systemen deutlich kostengünstiger und verursachen nur wenig Aufwand.
(Bild: © BillionPhotos.com - stock.adobe.com)

Gerade im Mittelstand taucht häufig ein Dilemma auf: Es stehen Unmengen an Daten aller Art zur Verfügung, deren detaillierte Auswertung Wettbewerbsvorteile oder gar gänzlich neue Geschäftsmodelle erschließen könnte. In den vergangenen Jahren hat sich das Problem weiter verschärft: Traditionelle Big-Data-Umgebungen waren hauptsächlich auf strukturierte Daten ausgerichtet. Mittlerweile machen aber unstrukturierte Daten den überwiegenden Großteil aller verfügbaren Informationen aus – bis 2022 erwarten die Marktforscher von IDG, dass 93 Prozent aller Daten in dieser Form vorliegen.

Die Leser von BigData-Insider haben abgestimmt. Beim Klick auf die Bildergalerie sehen Sie die drei Gewinner der Kategorie Big Data as a Service 2020:

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Um die Datenflut erfolgreich auszuwerten, ist die entsprechende Infrastruktur nötig. Sie reicht von Rechen-, Speicher- und Netzkapazitäten über Analyselösungen bis hin zum qualifizierten Fachpersonal. Aufwand und Kosten sind bei derartigen Inhouse-Projekten nicht zu unterschätzen und übersteigen oft die vorhandenen Möglichkeiten. Zudem wird die meist unumgängliche Suche nach neuen Mitarbeitern durch den immer noch anhaltenden Fachkräftemangel erschwert.

Big Data in der Cloud

Eine Lösungsmöglichkeit ist der Einsatz von BDaaS. Dabei handelt es sich um Cloud-Plattformen, die Services zur Analyse großer Datenmengen aus unterschiedlichen Quellen bereitstellen. Derartige Angebote bieten verschiedene Vorteile: Einrichtung und Betrieb sind etwa im Vergleich zu entsprechenden On-Premises-Systemen deutlich kostengünstiger und verursachen nur wenig Aufwand. Zudem sind die Services meist hoch skalierbar und lassen sich nach Bedarf auf veränderte Anforderungen anpassen.

In der Regel werden nur tatsächlich benötigte Ressourcen wie etwa Speicherplatz oder Rechenleistung abgerechnet. Zudem kümmern sich die entsprechenden Provider auch um die Einhaltung von Compliance- und Datenschutzvorgaben. Damit ist BDaaS auch für kleine und mittelständische Unternehmen eine attraktive Möglichkeit, um mit verhältnismäßig geringen Investitionen große strukturierte und unstrukturierte Datenmengen zu analysieren, ohne dabei unkalkulierbare Risiken einzugehen.

Zukunftsträchtiger Markt

Diese Vorteile sorgen dafür, dass sich BDaaS zu einem boomenden Markt entwickelt hat. Aktuelle Einschätzungen von Marktforschern ähneln sich stark. So erwartet etwa Mordor Intelligence ein Marktvolumen von 46,82 Milliarden US-Dollar bis 2025. Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr lag der weltweite BDaaS-Markt bei rund 13,12 Milliarden US-Dollar.

Dementsprechend fällt auch die jährliche Wachstumsrate („Compound Annual Growth Rate“, CAGR) mit 24,5 Prozent beachtlich aus. Den größten Marktanteil stellen laut Mordor Intelligence bis mindestens 2024 die USA, da dort die meisten großen Anbieter ansässig sind. Zudem bescheinigen die Marktforscher Europa, Russland, dem asiatischen Raum und Australien hohe Wachstumschancen im BDaaS-Markt.

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