Die meisten IT-Entscheider und C-Level-Manager sind überzeugt, ihre Daten erfolgreich zu nutzen. Eine Studie im Auftrag von One Data offenbart jedoch eine andere Realität. Insbesondere in essenziellen Geschäftsbereichen verkennen die befragten Unternehmen das Potenzial ihrer Daten.
One-Data-Geschäftsführer Dr. Andreas Böhm: „Daten sind der Schlüssel, um Zukunftstechnologien wie KI, GenAI, Business Intelligence und Process Mining sinnvoll und effizient zu nutzen.“
(Bild: One Data)
In der heutigen Geschäftswelt sind Daten von zentraler Bedeutung für den Erfolg und die globale Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen: Sie ermöglichen fundierte Entscheidungen, optimieren Prozesse und fördern Innovationen. Gleichzeitig sind Daten der Schlüssel, um Zukunftstechnologien wie AI, GenAI, Business Intelligence und Process Mining sinnvoll und effizient zu nutzen. In Deutschland halten sich die meisten Unternehmen für gut aufgestellt im Umgang mit ihren Daten. Eine aktuelle Umfrage des Softwareunternehmens One Data unter mehr als 1.000 Business-Entscheidern und IT-Verantwortlichen in Deutschland zeigt, dass drei Viertel (59 %) der Befragten überzeugt sind, ihre Daten erfolgreich oder sehr erfolgreich zur Entscheidungsfindung und Effizienzsteigerung einzusetzen.
Dennoch zeichnet sich eine spürbare Kluft zwischen der positiven Selbsteinschätzung und der tatsächlichen Realität ab. Laut einer aktuellen Bitkom-Studie schöpfen nur sechs Prozent der deutschen Unternehmen das Potenzial ihrer Daten aus. Deutlich wird: Das strategische und wirtschaftliche Potenzial von Daten bleibt weiterhin unterschätzt. Das zeigt sich in diversen Herausforderungen im Datenmanagement und hemmt nicht zuletzt Wachstumspotenziale.
Begrenzte Datennutzung in wichtigen Geschäftsbereichen
So verkennen deutsche Unternehmen das Potenzial für die Verbesserung von Geschäftsprozessen und Entscheidungsfindung in vielen Geschäftsbereichen und verpassen dadurch Chancen für effizientere und produktivere Abläufe. Zwar ist etwas über die Hälfte der Befragten (57 %) der Meinung, dass ihr Unternehmen das Potenzial erkennt. Jedoch profitieren laut den Befragten nur Marketing und Vertrieb (40 %) sowie der Kundenservice (43 %) von der Datennutzung und -aufbereitung – andere essenzielle Bereiche, wie Supply Chain (21 %), Produktion (27 %) oder Einkauf (28 %), werden hingegen vernachlässigt. Dabei bieten diese Geschäftsbereiche enormes Potenzial, um Kosten zu minimieren und gleichzeitig Produktivität und Nachhaltigkeit zu verbessern. Durch die Analyse vergangener Verkaufsdaten können Unternehmen beispielsweise ihre Bestände genauer planen, präzise Bedarfsprognosen durchführen, Lagerhaltungskosten senken und Abfall reduzieren. Auch in der Produktion können Daten genutzt werden, etwa um Prozesse zu optimieren, die Maschinenwartung vorherzusagen und Ausfallzeiten zu minimieren.
„Der nächste große Produktivitätssprung kann nur darin bestehen, dass wir unsere Daten besser nutzen. Damit das gelingt, müssen siloartige Daten in zuverlässige, wertvolle Datenprodukte verwandelt und Unternehmen damit befähigt werden, eine konsistente Data Governance zu etablieren. Das Ergebnis sind u.a. stabilere Supply Chains, präzisere Forecasts, schnellere F&E-Prozesse sowie effizientere Datenteams“, erklärt Dr. Andreas Böhm, Gründer und Geschäftsführer der One Data GmbH.
Mangelnde Datenqualität als größte Herausforderung
Eine weitere Hürde für effektives Datenmanagement stellt die von den Befragten attestierte mangelnde Qualität der vorhandenen Daten dar. Mehr als die Hälfte (59 %) der Befragten sieht hier eine mittlere bis große Herausforderung. Oft werden Daten nicht korrekt gepflegt, was ihre Vertrauenswürdigkeit und Verwertbarkeit beeinträchtigt sowie eine fundierte Entscheidungsfindung erschwert. Die Mehrheit der Befragten betrachtet zudem die technische Komplexität (55 %) und Datenschutzbedenken (54 %) als Herausforderungen.
„Daten sind der Schlüssel, um Zukunftstechnologien wie KI, GenAI, Business Intelligence und Process Mining sinnvoll und effizient zu nutzen. Doch nur, wenn sie schnell aufgenommen, verarbeitet, analysiert und wertstiftend eingesetzt werden können. Ihre effiziente Nutzung ist entscheidend für die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit eines jeden Unternehmens“, erläutert Dr. Andreas Böhm weiter. „Bislang scheitern Unternehmen jedoch daran, weil sie ihre Daten nicht in der notwendigen Qualität verfügbar haben und diese nur mit hohem manuellem Aufwand in andere Systeme integrieren können oder es ihnen nicht gelingt, Daten unternehmensweit gemäß den Vorgaben der Data Governance bereitzustellen. Somit können sie ihre Daten nicht effektiv nutzen, wodurch enormes wirtschaftliches Potenzial verschenkt wird.“
Fehlende Verantwortlichkeit auf Führungsebene
Die One-Data-Studie zeigt, dass nur rund ein Sechstel der befragten Unternehmen über ein dediziertes Team (16 %) oder einen Chief Data Officer (CDO) (17 %) verfügt, die die gesamte datenbezogene Wertschöpfungskette verantworten: von der Planung und Beschaffung über die Organisation, Integration und Nutzung bis zur Entsorgung von Daten. Dabei ist ein CDO auf Führungsebene essenziell, um eine umfassende und erfolgreiche Datenstrategie zu entwickeln. Er spielt eine zentrale Rolle, indem er das Datenmanagement vereinfacht, geeignete Technologien auswählt und die Einhaltung von Datenschutzvorschriften sicherstellt. So treibt er die notwendige Kulturveränderung an und stellt sicher, dass alle Mitarbeitenden das richtige Mindset und die erforderlichen Fähigkeiten besitzen, um Daten effektiv zu nutzen. Besonders in großen Unternehmen mit komplexen Strukturen und internationalen Standorten ist diese Führungsposition unverzichtbar. Doch laut Studie haben nur 21 Prozent der Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitenden einen Chief Data Officer, der für die notwendige Struktur sorgt und die Brücke zwischen IT-Verantwortlichen und Business-Entscheidern schlägt.
Stand: 08.12.2025
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Die Studienergebnisse offenbaren zudem eine erhebliche Diskrepanz zwischen Business-Entscheidern und IT-Verantwortlichen hinsichtlich ihres Bewusstseins für die Relevanz von Unternehmensdaten. Während 81 Prozent der IT-Entscheider meinen, dass Daten für den Geschäftserfolg entscheidend sind, stimmen dem nur 73 Prozent der C-Level-Manager zu. Noch alarmierender ist, dass nur ein Drittel (34 %) der Führungskräfte regelmäßig mit Unternehmensdaten arbeiten, im Vergleich zu 48 Prozent der IT-Verantwortlichen. Obwohl ca. ein Drittel der C-Level-Manager Daten in ihren Arbeitsalltag integriert (34 %), betrachten immerhin noch 22 Prozent der Führungskräfte Daten als irrelevant für ihre Arbeit. Um ein erfolgreiches Geschäft aufzubauen, ist daher ein Kulturwandel auf Teilen der Führungsebene dringend erforderlich. Alle C-Level-Manager müssen sich eingehend mit ihren Daten beschäftigen, um ein Bewusstsein für deren wirtschaftliche Bedeutung zu schaffen und den verantwortungsvollen Umgang mit ihnen im Unternehmen zu fördern.
Fazit
Unternehmensdaten sind der Schlüssel, um in komplexen, globalen Märkten wettbewerbsfähig zu bleiben und die eigene Position zu stärken. Doch obwohl deutsche Unternehmen von ihrer Datenkompetenz überzeugt scheinen, schöpfen sie das Potenzial ihrer Daten noch immer nicht vollständig aus und hemmen so ihre eigene Innovationskraft. Insbesondere Führungskräfte verkennen den strategischen Wert ihrer Daten. Um diesen Wert effektiv zu nutzen, braucht es Experten wie einen Chief Data Officer, der das Bewusstsein auf Führungsebene stärkt und Unsicherheiten überwindet. Zudem sollten Unternehmen ihre Datennutzung auf weitere Geschäftsbereiche ausweiten und eine ausreichende Datenqualität sicherstellen. So sind sie nicht nur den Herausforderungen der Zukunft gewachsen, sondern tragen auch effektiv zu Deutschlands Wirtschaftswachstum bei.
Über die Studie
Die verwendeten Daten beruhen auf einer Online-Umfrage der YouGov Deutschland GmbH, die im Auftrag von One Data vom 22. Juli bis zum 30. Juli 2024 durchgeführt wurde. Dabei wurden 748 IT-Entscheider und 319 C-Level-Manager in Deutschland zur Wahrnehmung und Nutzung von Daten in ihren Unternehmen befragt.