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128 Server auf 2U mit 1.536 Rechenkernen und 6 TB DRAM

Der Micro-Server aus dem IBM-Labor macht bei Astron Karriere

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Die Kühlung mit heißem Wasser

Eine zentrale Innovation ist eine einzigartige Heißwasserkühlung: Eine Kupferplatte sorgt dabei einerseits dafür, dass die Betriebstemperatur des Chips 85 Grad Celsius nicht überschreitet, und versorgt andererseits gleichzeitig den Server mit Strom.

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Dank dieses Kühlsystems ist eine sehr enge Konfiguration von vielen Micro-Servern in einem Rack möglich. Das Konzept basiert auf der gleichen Technologie, wie sie auch von IBM im SuperMUC Hochleistungsrechner am Leibniz Rechenzentrum in München verwendet wird (siehe: Artikel unten). Die Heißwasserkühlung verhindert nicht nur ein Überhitzen der Micro-Server, sondern ermöglicht auch die Weiterverwendung der Abwärme. Diese könnte im Fall eines Rechenzentrums zum Beispiel für die Klimatisierung von Räumen verwendet werden.

„Ich nenne es das Rechenzentrum in der Box“, sagt Ronald Luijten, Data Motion Architect und Projektleiter am IBM Forschungszentrum in Rüschlikon bei Zürich. Das dortige Team hat bereits den Prototypen des 64-Bit Micro-Server entwickelt und erfolgreich getestet.

Die Ausstattung des Prototypen

Dieser besteht aus einem „PowerPC“-basierter Chip von Freescale Semiconductor und wurde mit „Linux Fedora“ und „IBM DB2“ getestet. Trotz seiner Größe von gerade einmal 133 Millimeter x 55 Millimeter bewältigt der Micro-Server alle notwendigen Funktionen von heutigen Servern, die vier- bis zehnmal so groß sind.

Als nächsten Meilenstein planen die Wissenschaftler die Integration von 128 Micro-Servern mit dem neusten „T4240“-Chip in einem 2U Rack mit 1.536 Rechenkernen und 3.072 Threads sowie sechs Terabyte DRAM. Außerdem werden sie einen Ethernet-Switch, ein Power-Modul und die Heißwasserkühlung implementieren.

Am 27. Juni 2014 lancierten IBM und Astron zusammen mit der Universität Groningen das European Research Center for Exascale Technology (Ercet). Das Dome-Projekt wird Teil des Ercet werden, genauso wie Projekte, die sich mit Big-Data-Anwendungen in den Sektoren Energie, Gesundheitswesen und Wasser-Management befassen.

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