Ein Bericht von der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC Deutschland, Microsoft und dem Environmental Change Institute der Universität Oxford zeigt, wie KI und datengesteuerte Technologien die Basis dafür schaffen, Wirtschaftswachstum von CO₂-Emissionen zu entkoppeln.
Der Bericht „The Longevity Key for Business“ wurde verfasst von Andreas Feiner (PwC), Dr. Laura-Marie Töpfer (Microsoft) und Prof. Michael Obersteiner (Universität Oxford, v. l. n. r.).
(Bild: PwC / Microsoft / Universität Oxford)
Für den Bericht „The Longevity Key for Business“ haben Andreas Feiner von PwC, Dr. Laura-Marie Töpfer von Microsoft und Prof. Michael Obersteiner von der Universität Oxford umfangreich recherchiert und über 50 Führungskräfte interviewt. Die Autoren skizzieren, wie Daten und KI Unternehmen dabei helfen können, ihre Nachhaltigkeitsziele zu erreichen. Die Analyse von Daten aus Schlüsselbereichen wie Energie, Transport und Fertigung zeigt, wie es KI-gesteuerte Lösungen ermöglichen, die Effizienz erheblich zu steigern, Kosten zu senken und nachhaltige Einnahmequellen zu schaffen.
Chancen für die nachhaltige Wertschöpfung
Daten und KI können Unternehmen dabei helfen, neue, nachhaltige Geschäftsmodelle zu entwickeln, die sie langfristig effizienter und wertvoller machen. Ein Beispiel dafür ist ein Unternehmen, das Windturbinen herstellt und erfolgreich KI einsetzt, um den Energieertrag zu maximieren. Dies gelingt u. a., indem Windbedingungen analysiert und die Energieproduktion gesteigert werden.
Wirtschaftlicher Impact
KI und Datentechnologien zur Nutzung von Nachhaltigkeitsdaten einzuführen könnte jährlich branchenübergreifend Kosten von bis zu 600 Mrd. Euro einsparen. Das verdeutlicht die finanzielle Rentabilität von Nachhaltigkeitsinitiativen. Ein Hersteller von rostfreiem Stahl hat beispielsweise mithilfe von KI den Energieverbrauch in der Produktion um zehn Prozent reduziert. Die Folge: weniger Umweltbelastung und ein besseres Geschäftsergebnis.
Erhebliches Potenzial für die Emissionsreduzierung
KI könnte dazu beitragen, den globalen CO₂-Ausstoß in verschiedenen emissionsintensiven Sektoren wie Energie, Transport und Fertigung zu reduzieren. Das Potenzial beträgt dabei jährlich Einsparungen von bis zu zwei Gigatonnen. Als Beispiel dafür dient ein Batteriehersteller, der mithilfe von KI-Tools den Energieverbrauch reduziert und Produktionsprozesse optimiert hat, was zu geringeren Emissionen beiträgt.
Daten und KI im Energiesektor
Im Energiesektor werden Daten und KI bereits genutzt, um die Leistung erneuerbarer Energiequellen zu steigern. Eine kürzlich durchgeführte Fallstudie zeigte, dass durch den Einsatz von KI bei der Analyse von Echtzeit-Winddaten und der Leistung von Turbinen eine Steigerung der Energieproduktion von Windparks um 20 Prozent erreicht werden konnte. Das entspricht jährlich zusätzlichen 425 Terawattstunden (TWh) sauberer Energie.
Nachhaltigkeit in der Fertigung
KI-gesteuerte Lösungen ermöglichen es Unternehmen im Fertigungssektor, den Energieverbrauch zu senken und die Produktion zu steigern. Das führt sowohl zu ökologischen als auch wirtschaftlichen Vorteilen. Einem Unternehmen ist es beispielsweise gelungen, mit KI-basierten Optimierungen nicht nur den Energieverbrauch zu senken, sondern auch die Produktivität der Fabrik zu erhöhen. Die Vorteile: sowohl ökologische als auch wirtschaftliche Gewinne.
Fortschritte in der Landwirtschaft
Der Bericht veranschaulicht das Potenzial von KI für die Transformation der Landwirtschaft. In einem Fall ermöglichten KI-basierte Vorhersagen und Empfehlungen eine effizientere Kontrolle der Düngung von Feldern, was zu einer Reduktion des Düngemittelverbrauchs um 20 Prozent führte, die Emissionen senkte und die Ressourceneffizienz verbesserte.
Das sagen die Autoren
Andreas Feiner, Partner bei PwC Deutschland: „Das Paper betont einen entscheidenden Punkt: Die Integration von KI und Daten in Nachhaltigkeitsstrategien ist nicht nur eine Möglichkeit, sondern eine Notwendigkeit für Unternehmen, die wettbewerbsfähig bleiben wollen. Hohe Kosteneinsparungen und neue Einnahmequellen bei gleichzeitiger Reduzierung der Emissionen sind ein überzeugendes Argument dafür, jetzt zu handeln.“
Dr. Laura-Marie Töpfer, Chief Sustainability Officer Microsoft Western Europe bei Microsoft: „Unsere Kunden möchten ihre Nachhaltigkeitsverpflichtungen erfüllen und gleichzeitig transformatives Wachstum vorantreiben. Jedes Unternehmen kann davon profitieren, KI in sein Geschäft zu integrieren. Der erste Schritt: Einen Geschäftsbereich identifizieren, in dem sich die vorhandenen Daten in innovative Erkenntnisse umwandeln lassen.“
Professor Michael Obersteiner, Director des Environmental Change Institute, Universität Oxford: „Die Erkenntnisse aus dem Paper sollten Unternehmen in allen Sektoren dazu inspirieren, KI als Werkzeug für Nachhaltigkeit zu nutzen. Das Potenzial von Daten und KI, wirtschaftliches Wachstum zu fördern und gleichzeitig nachhaltige Praktiken zu unterstützen, bietet eine überzeugende Vision für die Zukunft der Wirtschaft.“
Stand: 08.12.2025
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Zukunftschancen
Der Bericht zeigt deutlich, dass Daten und KI transformative Chancen für nachhaltiges Wachstum in verschiedenen Branchen bieten. Da sich KI-Technologien jedoch weiterentwickeln, ist es entscheidend, dass Unternehmen sie mit einem Fokus auf verantwortungsvolle Praktiken einführen. Dazu gehört es, den Energiebedarf von KI und Rechenzentren zu berücksichtigen. Unternehmen müssen die Einführung von KI so priorisieren, dass sie nicht nur wirtschaftlichen Wert schafft, sondern auch positiv zur ökologischen Nachhaltigkeit und zum gesellschaftlichen Wohl beiträgt. Dieser duale Ansatz wird entscheidend sein, um das volle Potenzial der KI zur Unterstützung einer widerstandsfähigeren und nachhaltigeren Zukunft zu nutzen.
Über den Bericht
Der Bericht „The Longevity Key for Business“ untersucht, wie Daten und KI das Zusammenspiel von Nachhaltigkeit und wirtschaftlichem Erfolg neu prägen. Er zeigt praxisnahe Beispiele dafür, wie Unternehmen Daten und KI nutzen, um ihre Nachhaltigkeitsaktivitäten auszubauen, Kosten zu senken und neue Geschäftsmodelle zu entwickeln.