KI-Agenten für Unternehmensdaten auf dem Vormarsch Databricks integriert Claude-Modelle von Anthropic

Von Berk Kutsal 2 min Lesedauer

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Databricks bietet ab sofort die Claude-Modelle von Anthropic nativ auf seiner Data Intelligence Platform an. Die Integration könnte Unternehmen den produktiven Einsatz domänenspezifischer KI-Agenten erleichtern – mit Fokus auf Sicherheit, Skalierbarkeit und Governance.

Ali Ghodsi, Mitbegründer und CEO von Databricks.(Bild:  Drew Kelly)
Ali Ghodsi, Mitbegründer und CEO von Databricks.
(Bild: Drew Kelly)

Mit der nativen Verfügbarkeit von Claude 3.7 Sonnet auf der eigenen Plattform intensiviert Databricks seine Bestrebungen, KI-Agenten für Unternehmen praktikabel zu machen. Wie das Unternehmen mitteilt, sei die Integration Teil einer strategischen Partnerschaft mit Anthropic, die sich über fünf Jahre erstrecke. Ziel sei es, Organisationen eine sichere und flexible Nutzung generativer KI auf Basis eigener Daten zu ermöglichen.

Claude 3.7 Sonnet ist ein Frontier-Modell von Anthropic, das insbesondere für komplexe Aufgaben wie mehrstufige Planungen, datenbasierte Entscheidungsprozesse und kontextreiche Dialoge entwickelt wurde. Die Besonderheit: Es handelt sich um ein sogenanntes Hybrid-Reasoning-Modell. Unternehmen sollen damit zwischen schneller Reaktion und tiefgehender Analyse balancieren können.

Zudem bietet das Modell eine „transparente Denkzeit“: Nutzer könnten nachvollziehen, wie das Modell zu bestimmten Schlussfolgerungen gelangt. In sensiblen Unternehmenskontexten ist das kein Luxus, sondern Voraussetzung.

Die Integration in die Databricks-Plattform erfolgt laut Anbieter nativ über SQL-Endpunkte. Unternehmen sollen dadurch ohne manuelle Datenreplikation auf Claude zugreifen und den Funktionsumfang durch Retrieval Augmented Generation (RAG) oder Feintuning mit eigenen Daten erweitern können.

Während viele KI-Projekte im Unternehmensumfeld am Übergang von Prototyp zu produktivem Einsatz scheitern, könnte die Zusammenarbeit zwischen Databricks und Anthropic genau diese Lücke adressieren. Die Integration von Claude in das Mosaic AI Gateway erlaube nicht nur granulare Zugriffskontrollen und Sicherheitsleitplanken, sondern auch die automatische Erkennung sensibler Inhalte. Unternehmen könnten so sicherstellen, dass ihre KI-Systeme nicht nur leistungsfähig, sondern auch regelkonform agieren.

„Angesichts der wachsenden Nachfrage nach Data Intelligence ermöglicht unsere Partnerschaft mit Anthropic Unternehmen, das volle Potenzial ihrer Daten durch KI zu erschließen“, sagt Ali Ghodsi, Mitbegründer und CEO von Databricks. „Wir bringen die Leistung der Anthropic-Modelle direkt in die Data Intelligence Platform ein – sicher, effizient und skalierbar – und ermöglichen es Unternehmen, domänenspezifische KI-Agenten zu entwickeln, die auf ihre individuellen Bedürfnisse zugeschnitten sind. Dies ist die Zukunft der Unternehmens-KI.“

Ein Beispiel aus der Praxis liefert das Unternehmen Block, das Claude als „zugrunde liegende Engine“ für den eigenen Open-Source-Agenten Codename „Goose“ einsetzt. Der „föderierte Ansatz“, so heißt es, erlaube eine flexible und sichere Skalierung von KI-Funktionen – eine Blaupause für den produktiven Einsatz generativer Modelle im Unternehmensumfeld.

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