IoT-Datenplattform und KI vernetzen Maschinenmanagement Cumulocity bindet IBM watsonx in IoT-Plattform ein

Von Berk Kutsal 2 min Lesedauer

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Cumulocity und IBM kooperieren: Die IoT-Plattform von Cumulocity wird um KI-Funktionalität aus IBMs watsonx-Portfolio erweitert. Ziel ist es, Maschinendaten effizienter auszuwerten und Prozesse zu automatisieren.

Cumulocity erweitert seine IoT-Plattform um IBM watsonx. Ziel ist die Automatisierung von Maschinendatenanalyse und Prozessoptimierung.(Bild:  KI-generiert)
Cumulocity erweitert seine IoT-Plattform um IBM watsonx. Ziel ist die Automatisierung von Maschinendatenanalyse und Prozessoptimierung.
(Bild: KI-generiert)

Die wachsenden Herausforderungen im Maschinenbetrieb wie Fachkräftemangel, steigender Kostendruck und zunehmende Regulierungen forcieren die Digitalisierung industrieller Prozesse. Eine Antwort darauf liefert die nun bekanntgegebene Kooperation zwischen Cumulocity und IBM. Cumulocity, Anbieter einer industriellen IoT-Plattform, integriert IBMs KI-Portfolio watsonx in seine Plattformstruktur.

Bislang beruhte das Auslesen von Maschinendaten in vielen Unternehmen auf manuellen Prozessen: Techniker mussten regelmäßig Daten ablesen und manuell in Systeme übertragen. Dieser analoge Workflow verursacht Verzögerungen und limitiert die zeitnahe Entscheidungsfindung. Die erweiterte Plattform soll es ermöglichen, Maschinendaten in Echtzeit zu erfassen, zu analysieren und daraus prädiktive Erkenntnisse abzuleiten.

IoT trifft auf KI: Technische Architektur im Fokus

Die Integration erfolgt über ein Embedded-Solution-Abkommen: Cumulocity liefert die IoT-Datenplattform, IBM stellt die zugrunde liegende KI-Technologie bereit. Dabei kommen Foundational Models über watsonx.ai sowie Governance-Mechanismen über watsonx.governance zum Einsatz. Unternehmen sollen so nicht nur schneller auf Betriebsdaten reagieren, sondern auch regulatorische Anforderungen besser erfüllen können.

Im praktischen Einsatz bedeutet dies etwa, dass Energieversorger Fluktuationen im Stromnetz vorausschauender managen oder Wartungsbedarfe an Windkraftanlagen früher erkennen können. Auch im produzierenden Gewerbe lassen sich durch die automatisierte Datenauswertung Effizienzsteigerungen erzielen. Eine End-to-End-Steuerung, inklusive Aktorik wie der Ventilkontrolle, soll ebenfalls möglich sein.

Anwendungsfälle und Branchenfokus

Der primäre Fokus liegt auf energieintensiven Branchen. Laut Cumulocity sollen Energieversorger von Funktionen profitieren, die eine genauere Bedarfsprognose und optimierte Netzsteuerung erlauben. Gleichzeitig bietet die Plattform branchenübergreifende Ansätze, etwa für die Prozessindustrie oder die Fertigungsbranche.

Stefan Vaillant, CTO von Cumulocity, erklärt: „Unsere Zusammenarbeit mit IBM bietet aus unserer Sicht eine einzigartige Kombination aus Geräteverwaltung und KI-gesteuerten Lösungen. Sie ist ein leuchtendes Beispiel dafür, wie die Verbindung von IoT und KI Unternehmen dabei unterstützen kann, ihre Prozesse zu verbessern und ihre Ziele zu erreichen.“

Mehr Automatisierung, weniger Handarbeit?

Mit der Einbindung von KI soll das klassische Gerätemanagement um smarte Analysen erweitert werden. Statt Daten lediglich zu sammeln, sollen diese kontextualisiert und zur automatisierten Entscheidungsfindung genutzt werden. Allerdings steht und fällt der Erfolg solcher Systeme mit der Qualität der zugrunde liegenden Daten und der Robustheit der eingesetzten KI-Modelle – Aspekte, die in der Partnerschaftsmitteilung bislang nicht vertieft wurden.

Ob die Symbiose aus IoT und KI in der industriellen Praxis flächendeckend Effizienzvorteile erzielt, bleibt abzuwarten. Der Markt für industrielle KI- und IoT-Anwendungen ist hochdynamisch – und Erfolg wird sich an belastbaren Ergebnissen messen müssen.

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