Agentische KI im Stream Processing Confluent startet „Streaming Agents“ für Echtzeit-KI mit Flink

Von Berk Kutsal 2 min Lesedauer

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Mit Streaming Agents bringt Confluent eine neue Funktion für Apache Flink in der Confluent Cloud. Sie soll Unternehmen helfen, KI-Agenten in Echtzeit auf Datenströme anzuwenden, Workflows zu automatisieren und Integrationen zu vereinfachen.

Confluent startet mit Streaming Agents eine neue Funktion in Confluent Cloud. Unternehmen können damit KI-Agenten in Apache Flink integrieren und Echtzeitdaten für Automatisierung nutzen.(Bild:  Confluent)
Confluent startet mit Streaming Agents eine neue Funktion in Confluent Cloud. Unternehmen können damit KI-Agenten in Apache Flink integrieren und Echtzeitdaten für Automatisierung nutzen.
(Bild: Confluent)

Confluent hat mit Streaming Agents eine Erweiterung seiner Confluent-Cloud-Plattform vorgestellt. Das Angebot integriert Künstliche Intelligenz (KI)-Agenten direkt in Stream-Processing-Pipelines mit Apache Flink und Apache Kafka. Dadurch soll sich agentische KI schneller einführen und Unternehmen den Schritt von Prototypen hin zu produktiven Anwendungen agentenbasierter KI erleichtern.

Streaming Agents verknüpft Datenverarbeitung und KI-Logik. Dadurch können Agenten kontinuierlich auf aktuelle Geschäftsdaten zugreifen, sie analysieren und unmittelbar reagieren. Confluent beschreibt das Verfahren als vergleichbar mit menschlichen Fachkräften, die Entscheidungen auf Basis dynamischer Informationen treffen. Ein typisches Einsatzbeispiel ist die dynamische Preisgestaltung im E-Commerce: Agenten überwachen Wettbewerberpreise und passen automatisch die eigenen Angebote an.

Confluent verweist auf eine Untersuchung von IDC und hebt hervor, dass Unternehmen zwischen 2023 und 2024 im Schnitt 23 Proof-of-Concepts für generative KI durchgeführt haben. Lediglich drei Projekte wurden produktiv umgesetzt, wovon nur rund 62 Prozent die Erwartungen erfüllten. Analysten führen dies auf komplexe Workflows und fehlende Echtzeitintegration zurück. IDC erklärte, sinnvoll werde agentische KI erst dann, wenn sie einfach integrierbar sei und Zugriff auf Echtzeitdaten habe.

„Agentische KI steht auf der Agenda von jedem Unternehmen. Doch viele der Unternehmen bleiben in der Prototypenphase stecken und verlieren den Anschluss, während andere bereits auf messbare Ergebnisse zusteuern“, erklärt Shaun Clowes, Chief Product Officer bei Confluent. „Selbst die fortschrittlichsten KI-Agenten liefern ohne aktuellen Geschäftskontext keine zuverlässigen Ergebnisse. Streaming Agents vereinfacht die aufwendige Integration von Tools und Daten, die echte Intelligenz ermöglichen. So entsteht eine solide Basis für den Einsatz von KI-Agenten, die spürbare Veränderungen im gesamten Unternehmen vorantreiben.“

Die Streaming Agents bietet mehrere Kernfunktionen:

  • Toolaufruf über MCP: Agenten können externe Tools wie Datenbanken, SaaS-Anwendungen oder APIs kontextbezogen ansteuern.
  • Sichere Integrationen: Flink stellt geschützte Verbindungen zu Modellen, Vektordatenbanken und APIs bereit, die zentral verwaltet werden können.
  • Erweiterte Datenanbindung: Neben Kafka lassen sich relationale Datenbanken oder REST-APIs einbinden, was die Genauigkeit von RAG-Anwendungen und Vektorsuche verbessern soll.
  • Wiederholbarkeit für Tests: Dark Launches, A/B-Tests und Iterationen mit realen Daten sind möglich, ohne den laufenden Betrieb zu beeinflussen.

Streaming Agents ist ab sofort in einer Open Preview nutzbar.

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