KI-Integration für Unternehmensprozesse Camunda bringt agentische Orchestrierung in Unternehmen

Von Berk Kutsal 2 min Lesedauer

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Camunda führt neue Funktionen zur agentischen Orchestrierung ein. Unternehmen sollen damit KI-Agenten nahtlos in Geschäftsprozesse integrieren und zugleich Compliance sowie Skalierbarkeit gewährleisten können.

Mit Camunda sollen sich deterministische Orchestrierung (über BPMN) und nicht-deterministische Orchestrierung (über KI-Agenten) kombinieren lassen. Unternehmen sollen so genau festlegen können, in welchem Umfang KI innerhalb definierter Leitplanken eingesetzt wird.(Bild:  Camunda)
Mit Camunda sollen sich deterministische Orchestrierung (über BPMN) und nicht-deterministische Orchestrierung (über KI-Agenten) kombinieren lassen. Unternehmen sollen so genau festlegen können, in welchem Umfang KI innerhalb definierter Leitplanken eingesetzt wird.
(Bild: Camunda)

Mit seinem neuesten Release möchte Camunda die Integration von Künstlicher Intelligenz in Unternehmensprozesse vorantreiben. Zentrale Neuerung sei die Einführung der sogenannten agentischen Orchestrierung, die Unternehmen befähigen soll, KI-Agenten direkt in End-to-End-Prozesse einzubinden. Dabei kombiniere Camunda deterministische Prozessabläufe (BPMN) mit nicht-deterministischen KI-Entscheidungen auf Basis von Laufzeitdaten.

Laut dem aktuellen „Stand der Prozessorchestrierung und -automatisierung 2025“-Report (Registrierung erforderlich) von Camunda planen 84 Prozent der befragten IT- und Business-Entscheider, ihre KI-Kompetenzen innerhalb der nächsten drei Jahre auszubauen. Gleichzeitig äußerten 85 Prozent die Sorge, KI nicht flächendeckend und kontrolliert operationalisieren zu können. Camunda adressiert diese Diskrepanz mit einer Architektur, die Standardisierung und individuelle Prozessanpassungen durch KI dynamisch miteinander verknüpfen will.

„Unsere neuen Funktionen zur agentischen Prozessorchestrierung bieten die notwendige Kontrolle und Transparenz für Compliance-Anforderungen. Gleichzeitig nutzen sie KI-basierte Entscheidungsprozesse, um Automatisierung zu verbessern, Abläufe zu optimieren und Geschäftsprozesse skalierbar zu gestalten“, erklärte Daniel Meyer, Chief Technology Officer von Camunda.

Flexible Prozessgestaltung mit Ad-hoc Sub-Prozessen

Ein zentrales Feature des Updates ist die native Unterstützung von Ad-hoc-Sub-Prozessen innerhalb von BPMN-Modellen. Diese sollen es KI-Agenten ermöglichen, Aufgaben situativ zu verwalten, auszuführen, zu wiederholen oder zu überspringen – ohne starre Vorgaben. Unternehmen sollen dadurch Prozesse agiler gestalten können, ohne die notwendige Compliance aus den Augen zu verlieren.

Flankiert wird diese Neuerung wohl durch KI-Konnektoren, die eine sichere und getestete Integration von KI-Funktionalitäten in bestehende Prozesslandschaften ermöglichen sollen. So sollen Unternehmen Risiken bei der Einführung von KI-gesteuerten Workflows minimieren.

Copilot: BPMN-Modellierung per Texteingabe

Mit dem neuen Camunda Copilot will das Unternehmen einen weiteren Effizienzhebel setzen. Die Lösung soll BPMN-Diagramme automatisch aus natürlicher Sprache oder Legacy-Code generieren, bestehende Programme dokumentieren und analysieren können. Nutzer sollen über eine Chatfunktion direkte Rückfragen stellen und Prozesse iterativ anpassen können. Camunda positioniert Copilot als Tool für eine niedrigschwellige, zugleich präzise und nachvollziehbare Prozessentwicklung.

Durch diese Automatisierung verspricht sich Camunda eine signifikante Beschleunigung der Prozessmodellierung, eine Reduzierung manueller Aufwände sowie eine qualitative Verbesserung der erstellten Prozessmodelle.

KI für Legacy-Systeme und ERP-Modernisierung

Zusätzlich erweitert Camunda seine Plattform um Robotic Process Automation (RPA) und Intelligent Document Processing (IDP). Mit RPA lassen sich Legacy-Systeme ohne APIs einbinden und orchestrieren. IDP ermöglicht die KI-gestützte Umwandlung nicht-maschinenlesbarer Dokumente in strukturierte Daten, wobei Unternehmen flexibel eigene Large Language Models (LLMs) einsetzen können.

Ein weiteres strategisches Element sei die neue SAP-Integration. Sie soll Unternehmen dabei unterstützen, die Migration auf S/4HANA sicher zu gestalten und dabei gleichzeitig KI-gestützte Prozessautomatisierung in ihre ERP-Landschaften zu integrieren. Camunda kündigte zudem an, weitere „System of Record“-Integrationen zu entwickeln, um KI über sämtliche zentrale Geschäftsanwendungen hinweg nutzbar zu machen.

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