KI-Innovationen für den Umgang mit unstrukturierten Daten Box erweitert sein Intelligent Content Management

Von Bernhard Lück 3 min Lesedauer

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Mit KI-Innovationen möchte Box die Art und Weise, wie Firmen Inhalte verwalten, revolutionieren. Dazu zählen Box AI Studio für die Erstellung und Bereitstellung individueller Box-AI-Agenten, und Box Apps für die Entwicklung von Anwendungen mit integrierter Workflow-Automatisierung.

Mit Box AI Studio können Administratoren ihr bevorzugtes KI-Modell aus einer Liste auswählen.(Bild:  Box)
Mit Box AI Studio können Administratoren ihr bevorzugtes KI-Modell aus einer Liste auswählen.
(Bild: Box)

„90 Prozent der Daten in einem Unternehmen sind unstrukturiert – und der Großteil davon sind Inhalte. Innovationen im Bereich LLM ermöglichen uns, diese Daten einfacher zu strukturieren, sie aus Datensilos zu befreien und sie mit Geschäftsprozessen zu verknüpfen“, sagt Aaron Levie, Mitgründer und CEO von Box. „Mit dem Intelligent Content Management von Box ändert sich das. Zum ersten Mal können Unternehmen jeder Größe den vollen Wert ihrer Inhalte ausschöpfen und die Daten in ihren Dateien nutzen, um Innovationen voranzutreiben, Prozesse zu automatisieren und ihre wichtigsten Informationen zu einem Bruchteil der Kosten herkömmlicher Systeme zu sichern.“

Box AI Studio soll im Januar 2025 auf den Markt kommen. Unternehmen, so Box, hätten dann noch mehr Anpassungsmöglichkeiten und Kontrolle darüber, wie sie KI auf ihre Inhalte anwenden. Mit AI Studio könnten Administratoren ihr bevorzugtes KI-Modell aus einer Liste vertrauenswürdiger Anbieter auswählen und somit maßgeschneiderte Box-KI-Agenten mit benutzerdefinierten Eingabeaufforderungen und Parametern erstellen, die ihren spezifischen Branchenanforderungen und Arbeitsabläufen entsprechen – ohne Programmierkenntnisse. Unternehmen seien in der Lage, KI-Modelle verschiedener KI-Anbieter zu kombinieren und spezialisierte KI-Agenten einzusetzen. Diese wären auf die individuellen Anforderungen ihrer Anwendungsfälle zugeschnitten und dabei sicher integriert sowie mit entsprechenden Berechtigungen versehen.

Mit Box AI Studio könnten Administratoren:

  • Box AI-Agenten erstellen, testen und bereitstellen, um Arbeitsabläufe im Unternehmen zu optimieren,
  • nahtlos zwischen verschiedenen hochmodernen KI-Modellen über ein einfaches Dropdown-Menü wechseln,
  • benutzerdefinierte Eingabeaufforderungen entwickeln, um die Leistung für bestimmte Aufgaben oder Abteilungen zu verbessern,
  • modellbasierte, datengetriebene Entscheidungen darüber fällen, welche Modelle für verschiedene Anwendungsfälle am besten geeignet sind,
  • Berechtigungen und Zugriffskontrollen festlegen, um nahtlos zu verwalten, wer die intelligenten Lösungen in der Organisation nutzen und anpassen darf,
  • Box AI Studio in ihre bestehenden Technologie-Stacks und Arbeitsabläufe integrieren, ohne dass es zu Unterbrechungen kommt.

Geschäftsprozesse unternehmensweit beschleunigen

Box Apps, derzeit als Beta-Version verfügbar, sei eine Lösung ohne Programmieraufwand, mit der intelligente Anwendungen zur Verwaltung inhaltsbezogener Geschäftsprozesse im gesamten Unternehmen erstellt werden könnten. Mit Box Apps könnten Benutzer maßgeschneiderte Anwendungen mit Dashboards, benutzerdefinierten Inhaltsansichten und integrierter Workflow-Automatisierung erstellen. Box Apps sei außerdem in der Lage, eine KI-gestützte Metadatenextraktion durchzuführen. Dies, so Box, werde die Automatisierung inhaltsbezogener Geschäftsprozesse in großem Maßstab revolutionieren.

Zwei weitere neue Funktionen sollen Unternehmen bei der Entwicklung komplexer Workflow-Automatisierungslösungen unterstützen: Box Forms und Box Doc Gen, die derzeit als Beta-Version verfügbar sind. Mit Box Forms könnten Nutzer problemlos Web- und Mobilformulare entwerfen und veröffentlichen, Box Doc Gen könne Daten aus Box Forms, Anwendungen von Drittanbietern, benutzerdefinierten Anwendungen und Metadaten abrufen und daraus automatisch benutzerdefinierte Dokumente in Box erstellen.

Verbesserte Sicherheit und Compliance

Box kündigte auch eine neue Suite mit erweiterten Funktionen für Datensicherheit und Compliance an. Mit Box Archive werde die langfristige Aufbewahrung von Inhalten vereinfacht, wodurch Unternehmen ihre rechtlichen und Compliance-Verpflichtungen erfüllen könnten. Content Recovery soll Unternehmen dabei unterstützen, Inhalte nach Ransomware-Angriffen schnell und präzise wiederherzustellen.

Mit Box Archive, das ab Januar 2025 als Beta-Version verfügbar sein soll, könnten Administratoren

  • sicherstellen, dass der Zugriff auf archivierte Inhalte kontrolliert wird, indem die Eigentumsrechte des Unternehmens gewahrt werden und diese Inhalte aus den Benutzerdateien und Suchergebnissen entfernt werden,
  • sofortigen und ortsunabhängiger Zugriff auf archivierte Inhalte in Box erhalten, um Anwendern die gleiche Reaktionszeit wie bei aktiven Dateien zu bieten,
  • Kontrollen und Richtlinien mit einem umfassenden Content-Lifecycle-Management durchsetzen, das es Anwendern ermöglicht, Governance- und Compliance-Standards von der Erstellung bis zur Vernichtung einzuhalten und gleichzeitig die Aufbewahrungsanforderungen regulierter Branchen zu erfüllen,
  • gesetzliche Vorschriften einhalten durch den Einsatz von Box Zones und Box Archive zur Unterstützung der regionalen Speicheranforderungen eines Unternehmens, indem archivierte Inhalte in der geografischen Region ihrer Wahl gespeichert werden.

Einführung von Enterprise Advanced

Ab Januar 2025 soll der neue Tarif Enterprise Advanced verfügbar sein und Kunden dann die volle Leistungsfähigkeit der Intelligent-Content-Management-Plattform in einem Paket bieten. Enthalten seien sämtliche Funktionen des aktuellen Enterprise-Plus-Pakets, die neuen intelligenten Content-Management-Funktionen Box AI Studio, Box Apps, Box Forms, Box Doc Gen, Box Archive sowie 500 GB Datei-Uploads, verbesserte Entwickler-Tools und erweiterte API-Zuweisung.

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