Online-Umfrage der Universität Münster Bevölkerung steht KI eher positiv gegenüber

Von Martin Hensel 1 min Lesedauer

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Rund ein Jahr nach der Einführung des Chatbots ChatGPT zeigt sich die Mehrheit der Bevölkerung dem Thema KI gegenüber aufgeschlossen. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Online-Umfrage der Universität Münster.

Wie eine Umfrage der Uni Münster zeigt, steht die Bevölkerung dem Thema Künstliche Intelligenz weitgehend aufgeschlossen gegenüber.(Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Wie eine Umfrage der Uni Münster zeigt, steht die Bevölkerung dem Thema Künstliche Intelligenz weitgehend aufgeschlossen gegenüber.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Im Dezember 2023 führten die Kommunikationswissenschaftler Prof. Dr. Volker Gehrau und Prof. Dr. Jakob Jünger die Umfrage mit dem Titel „KI und ChatGPT – UniMS und Bevölkerung im Vergleich“ durch. An ihr nahmen mehr als 1.000 Mitarbeiter der Universität sowie rund 1.600 Studenten teil. Zudem wurden die Daten mit den Angaben von rund 1.000 Bürgern verglichen.

Zu den wichtigsten Erkenntnissen der Umfrage zählt, dass zwei Drittel (66 Prozent) der Bevölkerung sowie nahezu alle Universitätsmitarbeiter (96 Prozent) und Studenten (97 Prozent) KI-Systeme kennen. Alle befragten Gruppen sehen in der Technologie deutlich mehr Vor- als Nachteile für die Arbeitswelt. Hinsichtlich des sozialen Miteinanders werden aber durchgängig eher negative Folgen befürchtet. Universitätsangehörige machen sich außerdem mehr Sorgen um die Datensicherheit als die Bevölkerung.

Kaum Berührungsängste und positive Grundstimmung

Generative KI wird der Umfrage zufolge von der Bevölkerung vor allem zur Inspiration oder um sich etwas erklären zu lassen genutzt. Zudem wird KI gerne zu Recherchezwecken, zur Navigation, zum Übersetzen und zur Textproduktion eingesetzt. Im Vergleich mit Universitätsangehörigen hat die Bevölkerung beim Gebrauch von ChatGPT weniger Sicherheitsbedenken und Angst vor Anwendungsfehlern. Umgekehrt sind Studenten und Unimitarbeiter experimentier- und innovationsfreudiger als die Allgemeinheit. Grundsätzlich teilen alle Befragten eine grundlegend positive Einstellung gegenüber der Technologie.

„Die medial verbreiteten Ängste vor KI als Jobvernichter spiegeln sich in unseren Daten nicht wider. Sie belegen vielmehr eine positive Aufbruchstimmung“, fasst Prof. Dr. Gehrau zusammen. Der größte Nutzen liege für die Befragten in einer möglichen Arbeitsentlastung und einer damit einhergehenden gesteigerten Arbeitszufriedenheit. Bedenken träten vor allem in Bezug auf Datensicherheit und die Auswirkungen auf soziale Kontakte im Arbeitsleben auf – diese seien stärker als die Sorge vor Jobverlust oder Gehaltseinbußen.

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