Verarbeitung von 3D-Punktwolken Anari AI stellt „System-on-Cloud“ Thor X vor

Von Martin Hensel

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Das Start-up Anari AI hat mit Thor X sein erstes „System-on-Cloud“ für die Verarbeitung von 3D-Punktwolken angekündigt. Es eignet sich unter anderem für Anwendungen in den Bereichen Geoinformation, Buliding Information Modeling (BIM) oder für digitale Zwillinge.

Mit Thor X bietet Anari AI eine leistungsfähige Möglichkeit zur Analyse von 3D-Punktewolken an.
Mit Thor X bietet Anari AI eine leistungsfähige Möglichkeit zur Analyse von 3D-Punktewolken an.
(Bild: Anari AI )

Die Cloud-basierte Technologie kombiniert verschiedene Hardware- und Software-Architekturen mit Machine-Learning-Modellen, um ein neuartiges KI-Rechensystem bereitzustellen. Thor X ist als „System-on-Cloud“ auf die semantische Segmentierung der Strukturen von 3D-Punktdatenwolken spezialisiert. Die Lösung soll kundenspezifische Hardware-Beschleunigung bereitstellen und zudem etwa 30-mal effizienter als die besten GPUs auf dem Markt arbeiten. Im Benchmark mit dem Standard-Datensatz SemanticKITTI wurde im Vergleich mit herkömmlichen CPUs eine 18-fach schnellere Verarbeitung erreicht.

„3D-Anwendungen gewinnen immer mehr an Zugkraft, von AR/VR über den Einzelhandel bis hin zu autonomen Fahrzeugen“, meint Avi Yashar, Co-Gründer und Chief Product Officer von Dataloop AI. Die Qualität der Datenkommentierung von 3D-Punktwolken sei ein Schlüsselfaktor für zahlreiche Branchen, um Endverbrauchern einen Mehrwert zu bieten. „KI spielt dabei eine signifikante Rolle in Bezug auf Genauigkeit und Geschwindigkeit. Sie wird künftig für die semantische Segmentierung von 3D-Punktwolken entscheidend sein“, so Yashar.

Komplexe Workloads vereinfachen

Gängige Hardware wie GPUs oder Prozessoren hat sich bei der Verarbeitung von 2D-Bildern bewährt. Mit der Komplexität von dreidimensionalen Strukturen kann sie aber nicht mithalten. Anari AI bietet mit Thor X einen Embedded-FPGA an, der speziell auf die Anforderungen von 3D-Punktewolken optimiert ist, wie sich beispielsweise bei LiDAR-Scans oder Photogrammetrie entstehen. Sie enthalten extrem genaue, dreidimensionale Informationen und eröffnen eine Reihe neuer Anwendungsmöglichen wie etwa BIM-Restitution, 3D-Oberflächenmodelle oder auch virtuelle Touren im Metaversum.

Wie Anari-AI-CEO Jovan Stojanovic erklärt, will das junge Unternehmen künftig Cloud-Berechnungen für domänenspezifische Workloads in der Cloud beschleunigen, vereinfachen und optimieren. „KI-Workloads werden jeden Tag komplexer und die Unternehmen kämpfen um ihre Wettbewerbsfähigkeit und einen guten ROI“, so Stojanovic. Er warnt davor, dass – sollten sich die Dinge weiter so entwickeln – KI nicht für jedes Unternehmen zugänglich sein wird. Deshalb sei es wichtig, domänenspezifische Berechnungen und die Entwicklung entsprechender Systeme zu vereinfachen. „Thor X ist ein großer Schritt vorwärts auf dem Weg zu einer neuen Industriekategorie von „Systems-on-Cloud“ mit zukunftsträchtiger 3D-Vision“, verdeutlicht der Anari-AI-CEO.

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