Empfehlungen zu Datenerhebung und Datenanalyse von Gartner

Analytisch agierende Firmen betrachten mehr als nur Bewegungsdaten

| Autor / Redakteur: Martin Hensel / Nico Litzel

Gartner erklärt, wie analytisch denkende Firmen vorgehen.
Gartner erklärt, wie analytisch denkende Firmen vorgehen. (Bild: Gartner)

Anlässlich des „Gartner Business Intelligence, Analytics and Information Management Summit“, der vom 23. bis 24. Februar in Sydney stattfand, erklärte Research Director Lisa Kart, wie analytisch denkende Unternehmen vorgehen.

Analytisch denkende Firmen betrachten demnach mehr als nur Bewegungsdaten. Stattdessen werden Zusammenhänge und Muster verschiedener, verknüpfter Datenquellen genutzt, um die bestmöglichen Einsichten und Transformationsmöglichkeiten zu erzielen. „Die besten Möglichkeiten ergeben sich aus Daten, die bereits vorhanden sind“, verdeutlicht Kart.

Planlose Datensammlung

Als großes Hindernis für die Datenanalyse in Unternehmen nennt die Marktforscherin die Orientierungslosigkeit bei der Datensammlung. Selbst wenn die Quelle bekannt sei, wüssten die Unternehmen oft nicht, was sie mit den gewonnenen Daten anfangen sollen. Die Informationen landeten dann in Silos und werden zu „dark data“. Die Datenstrategie des Unternehmens passt in so einem Fall nicht zu den Business-Problemen, die es zu lösen hat.

Zielsetzung ist wichtig

Gartner identifiziert vier Haupttypen von Business Analytics: Deskriptiv („was passiert?“), diagnostisch („warum ist es passiert?“), vorhersagend („was wird passieren?“) und verordnend („wie können wir es umsetzen?“). Diese Varianten müssen gemeinsam zum Einsatz kommen. Der erste Schritt zur Datentransformation ist dann die Verbindung mit einer tatsächlichen Geschäftsanforderung. Dabei helfen oft einfache Fragestellungen wie „Was will die Firma erreichen? Soll sich das Marketing verbessern, das Risiko reduzieren, das operative Geschäft ändern oder der Umsatz gesteigert werden?“.

Analytisch vorgehen

Laut Lisa Kart müssen Organisationen „selbst zu einem analytischen Unternehmen werden, statt Business Analytics nur zu nutzen“. Ein Beispiel dafür sind etwa Marketing-Abteilungen, die auf Basis der Analysen Kunden gezielt ansprechen. So konnte etwa die Modekette Burberry auf Grundlage der Daten aus Einkäufen, Umfragen und Social Media Informationen gewinnen, um die Kunden beim Betreten einer Filiale zu identifizieren und zu begrüßen.

Gartner betont, dass Analytics nur ein Hilfsmittel für die Geschäftsentwicklung darstellt. Die Entwicklung neuer Geschäftsideen auf Basis der verfügbaren Daten liege immer noch bei jedem Mitarbeiter selbst. Deshalb sei es zur Förderung von Innovationen besonders wichtig, Daten möglichst allen Mitarbeitern zugänglich zu machen.

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