Report zeigt Diskrepanzen auf Ambitionen und tatsächliche Planung gehen bei KI-Projekten auseinander

Von Martin Hensel 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Ein aktueller Report von TE Connectivity zeigt eine Diskrepanz zwischen Ambitionen und Planung in den Bereichen KI und Nachhaltigkeit auf. Zwar sind Ingenieure und Führungskräfte weltweit bezüglich entsprechender Konzepte optimistisch, einen Königsweg scheint es aber noch nicht zu geben.

Ingenieure und Führungskräfte sind sich beim Thema KI-Einführung nicht immer einig, wie ein aktueller Report von TE Connectivity zeigt.(Bild:  Gerd Altmann /  Pixabay)
Ingenieure und Führungskräfte sind sich beim Thema KI-Einführung nicht immer einig, wie ein aktueller Report von TE Connectivity zeigt.
(Bild: Gerd Altmann / Pixabay)

Der „Industrial Technology Index (ITI) 2024“ von TE Connectivity ist ein Jahresbericht zur Innovationskultur in wichtigen Branchen, der von unabhängigen Dritten durchgeführt wird. Befragt wurden 1.000 Ingenieure und Führungskräfte aus Deutschland, China, Indien, Japan und den USA. Die Umfrage soll zeigen, wie Unternehmen mit kritischen Innovationsfragen umgehen.

Die Umfrage zeigt eine Diskrepanz zwischen Ingenieuren und Führungskräften auf, wenn es um die Einführung von KI geht. Rund drei Viertel der Führungskräfte sieht die Ingenieure dafür in Verantwortung – umgekehrt wünschen sich aber 68 Prozent der Engineers, dass die Unternehmensleitung einen konkreten Plan für die KI-Implementierung aufstellt. Allgemein erwarten 79 Prozent der Befragte, dass ihr Unternehmen in den kommenden drei Jahren mehr in KI-Schulungen investiert und so für mehr Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit sorgt.

Deutsche Teilnehmer skeptischer als andere

Im internationalen Vergleich zeigen sich deutsche Befragte skeptischer, dass ihre Unternehmen die gesteckten KI-Ziele in naher Zukunft erreichen werden. Während 70 Prozent der weltweiten Teilnehmer dies bejahen, sind es in Deutschland nur 57 Prozent. Nur 35 Prozent halten neue KI-gesteuerte Produkte und Services für einen Vorteil der KI-Einführung, weltweit sind es 43 Prozent. 25 Prozent der deutschen Befragten fühlen sich im Vergleich zu anderen neuen Technologien am wenigsten auf die KI-Integration vorbereitet. 59 Prozent der Ingenieure in Deutschland erwarten, dass sie sich als KI-Experten vor anderen profilieren können. Knapp ein Viertel (23 Prozent) der Teilnehmer sieht allerdings in der Einführung von KI auch ein potenzielles Risiko für ihre Arbeitsplätze.

Nachhaltigkeit bleibt ein schwieriges Thema: 82 Prozent der deutschen Umfrageteilnehmer schätzt diese Thematik als wichtig für ihr Unternehmen ein. Allerdings sind nur rund zwei Drittel (67 Prozent) zufrieden damit, wie ihr Betrieb konkrete Nachhaltigkeitsziele festgelegt hat. Ebenfalls zwei Drittel (66 Prozent) sehen Nachhaltigkeit als ökonomisch bedeutsam an.

„Die ITI Resultate sind sehr spannend: Die Führungskräfte, die die Ziele eines Unternehmens festlegen, und die Ingenieure, die mit der Umsetzung dieser Ziele betraut sind, haben noch einiges zu tun, um sich für den langfristigen Erfolg untereinander abzustimmen“, fasst TE-CTO Ralf Klädtke die Ergebnisse des Reports zusammen.

(ID:50037593)

Jetzt Newsletter abonnieren

Täglich die wichtigsten Infos zu Big Data, Analytics & AI

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung