Open-Source-Engagement und optimierte Infrastruktur Alibaba Cloud veröffentlicht über 100 quelloffene KI-Modelle

Von Martin Hensel 2 min Lesedauer

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Der Cloud-, Daten- und KI-Spezialist Alibaba Cloud hat im Rahmen seiner Qwen-2.5-Multimodal-Serie über 100 neue Large Language Models als Open Source veröffentlicht. Zudem stellte das Unternehmen eine komplett überarbeitete Full-Stack-Infrastruktur vor, um den steigenden Anforderungen von KI-Anwendungen gerecht zu werden.

Jingren Zhou, Chief Technology Officer von Alibaba Cloud Intelligence, stellte auf der Apsara Conference 2024 die neuen Open-Source-Modelle Qwen 2.5 vor. (Bild:  Alibaba Cloud)
Jingren Zhou, Chief Technology Officer von Alibaba Cloud Intelligence, stellte auf der Apsara Conference 2024 die neuen Open-Source-Modelle Qwen 2.5 vor.
(Bild: Alibaba Cloud)

Im Rahmen seiner jährlichen Apsara-Konferenz gab Alibaba Cloud einige Neuerungen bekannt. Dazu zählen vor allem die neuen Qwen-2.5-Open-Source-Modelle, die Größenordnungen von 0,5 bis 72 Milliarden Parametern abdecken. Zudem bieten sie erweitertes Wissen und verbesserte Funktionen in Mathematik und Programmierung. Die Modelle unterstützen über 29 Sprachen und eignen sich laut Alibaba Cloud für eine breite Palette von KI-Anwendungen, sowohl in der Cloud als auch am Edge. Sie werden in Branchen wie Automotive, Gaming und Forschung eingesetzt.

Mit der Veröffentlichung der Qwen-2.5-Serie stehen nun über 100 Modelle quelloffen zur Verfügung. Dazu zählen beispielweise Basis-, Anleitungs- und quantisierte Modelle mit unterschiedlichen Genauigkeitsstufen und Methoden. Text-, Audio- und Bildverarbeitung werden ebenso abgedeckt, wie spezialisierte Modelle für Codeverarbeitung und mathematische Aufgaben. Alibaba Cloud kündigte zudem ein Upgrade seines Flagship-Modells Qwen-Max an: Es erreicht nun Leistungsniveaus, die zu aktuellsten Modellen in den Bereichen Sprachverständnis, Schlussfolgerungen, Mathematik und Programmierung aufschließen können. Weitere Neuheiten sind ein Text-zu-Video-Modell der Reihe „Tongyi Wanxiang“ auf Basis der Diffusion-Transformer-Architektur (DiT) sowie ein Update für das Vision-Language-Modell Qwen2-VL und ein KI-Assistent für Programmierer.

KI-Infrastruktur umfangreich erweitert

Alibaba Cloud stellte auf seiner Konferenz auch zahlreiche Updates seiner Full-Stack-KI-Infrastruktur vor. Dazu zählt auch die CUBE-DC-5.0-Architektur: Sie soll die steigende Nachfrage nach hoher Rechenleistung durch fortschrittliche Technologien wie etwa ein Wind-Wasser-Kühlsystem, Gleichstrom-Stromversorgung und intelligentes Management adressieren. Die Architektur erhöht Energie- und Betriebseffizienz bei gleichzeitig halb so langen Bauzeiten dank des Einsatzes vorgefertigter modularer Designs. Eine neue zentralisierte Open-Lake-Lösung integriert große Datenverarbeitungssysteme und sorgt für optimale Datenverwertung, insbesondere für generative KI-Anwendungen. Sie trennt Rechenleistung und Speicher, was für verbesserte Ressourcennutzung und Effizienzvorteile sorgt.

Weitere Neuheiten sind der Cloud-native PAI AI Scheduler mit integriertem Modelltraining und Inferenz sowie die Plattform DMS OneMeta+OneOps für zentrales Metadatenmanagement. Letztere ermöglicht die zentrale Verwaltung von über 40 Datentypen aus Datenbanken, Data Warehouses und Data Lakes in verschiedenen Cloud-Umgebungen. Zudem stellte Alibaba Cloud einen leistungsstärkeren Elastic Compute Service (ECS) vor: Dessen mittlerweile neunte Generation liefert im Vergleich mit der Vorgängerversion rund 30 Prozent schnellere Suchempfehlungen und kann die Effektivität von Lese- und Schreibvorgängen („Queries Per Second“, QPS) um bis zu 17 Prozent verbessern.

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