Kommentar von Chris Penrose, AT&T

Wie das IoT die Sportindustrie verändert

| Autor / Redakteur: Chris Penrose, / Nico Litzel

Chris Penrose, President Internet of Things Solutions, AT&T
Chris Penrose, President Internet of Things Solutions, AT&T (Bild: AT&T)

Sowohl auf dem Spielfeld als auch weit darüber hinaus entwickelt sich der Sport kontinuierlich weiter. Ganz besonders verändert er sich, wenn neue technologische Entwicklungen verfügbar werden, die Fans und Spielern neue, spannende und optimierte Erlebnisse bescheren.

Veranstaltungsorte wie Stadien sind ein integraler Bestandteil des Sports. Und auch sie entwickeln sich stetig weiter. Das betrifft den betrieblichen Ablauf, aber auch die Erwartungshaltung der Fans sowie Spieler-Analysen. Der Echtzeit-Zugriff auf alle relevanten Informationen ist oft ausschlaggebend für den Sieg – oder den Gewinn. Das Internet der Dinge (IoT) bringt einen echten Wettbewerbsvorteil für Betreiber und Eigentümer, Teams und ganze Ligen. Nachfolgend vier Möglichkeiten, wie das IoT den Sport durch intelligente Veranstaltungstechnik revolutionieren kann:

1. Fan-Erlebnis

Die Fans wollen immer mehr Informationen – und die IoT-Technologien liefern sie. IoT-Technik verbessert das Fan-Erlebnis durch vielfältige Personalisierungsmöglichkeiten. Ob Sitzplatz-Upgrades, Informationen zu der Länge der Schlange vor den Verkaufsständen oder interaktive Touchscreen-Infoterminals: Sie alle ermöglichen den Fans, noch intensiver am Geschehen teilzunehmen.

Man stelle sich vor: Schon auf dem Weg zum Stadion erhält der Fan eine Karte, die ihm den schnellsten Weg zu seinem Platz zeigt. Wenn er auf der Suche nach Snacks und Getränken ist, kann er sich in Echtzeit über den nächstgelegenen Imbissstand informieren – und zwar denjenigen mit der kürzesten Wartezeit. Im Anschluss möchte er vielleicht ein Souvenir im Fanshop kaufen. Mit IoT-Lösungen kann er dieses aussuchen und bezahlen, ohne sich in einer Schlange anstellen zu müssen: nur ein Beispiel für intelligente Veranstaltungstechnik in Aktion.

2. Transport

Da Sportveranstaltungen und Events sehr viele Fans anziehen, kann die intelligente Veranstaltungstechnik Stau- und Parkplatzprobleme lösen, die inner- wie außerhalb der Stadien ein großes Problem darstellen. Videokameras zeigen das Geschehen im Stadion und stellen sicher, dass sich die aktuelle Nachfrage möglichst in Echtzeit decken lässt. Bildet sich beispielsweise eine große Warteschlange an einer Zufahrt, können die Fans zu einem Weg mit kürzerer Wartezeit geleitet werden.

Parkraumbewirtschaftungssysteme können bei der Zugangskontrolle zu mehreren Parkhäusern helfen – inklusive vorgebuchtem Parken, Fahrzeugrouting, digitaler Zahlungsoptionen sowie vieler weiterer Optionen. Die Technologie rationalisiert den Gesamtprozess und verbessert die Effizienz des betrieblichen Ablaufs. Pendler im öffentlichen Nahverkehr werden durch digitale, intelligente Beschilderung über den nächsten Bus oder Zug informiert.

IoT-Lösungen erlaubt zudem eine Überwachung des Straßenzustands, sodass auch hier situationsangepasst reagiert werden kann. Die Straßen können proaktiv verwaltet werden und bei erkennbaren Schäden geschlossen werden – gut für die allgemeine Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer.

Erst recht eignen sich IoT basierte Anwendungen für die Vermietung von Elektrofahrrädern. Nur ein Klick auf dem Smartphone und das Rad steht am Bahnhof oder einem Stellplatz in der Stadt zur Verfügung. Pendler und Fahrgemeinschaften können an Stadien spezielle Abfahrts- und Abholorte einrichten, damit die Räder maximal komfortabel zu erreichen sind. Nicht zuletzt sorgt eine intelligente Karte in Echtzeit für die Darstellung des schnellsten und sichersten Wegs nach Hause.

3. Infrastruktur

Im Rahmen einer intelligenten Infrastruktur ermöglichen smarte Sensoren und Kameras die Fernüberwachung des Veranstaltungsorts im Hinblick auf seinen Allgemeinzustand – mit Anwendungen, die so einfach zu bedienen sind wie ein Smartphone. So können Reparaturen proaktiv statt reaktiv angegangen werden. Intelligente Infrastrukturen helfen den Betreibern der Veranstaltungsorte auch, energieeffizienter zu werden – zum Beispiel beim Beleuchtungssystem. Mit einer IoT-Lösung lässt sich der Energieverbrauch reduzieren und optimieren. Und das Beste: Eine solche Lösung kann auch nachträglich in eine bestehende Veranstaltungsstätte installiert werden.

4. Öffentliche Sicherheit

Auch die öffentliche Sicherheit wird künftig in hohem Maße von der neuen Technologie profitieren. Drohnen können beispielsweise Rettungssanitätern schon vor ihrer Ankunft zeigen, was genau bei einem Unfall im Stadion passiert ist. So ist das Einsatzpersonal in der Lage, bereits sehr früh wichtige Entscheidungen zu treffen und die Arbeit damit insgesamt zu beschleunigen – vielleicht sogar um lebensrettende Minuten. Auch für Feuerwehrleute sind Drohnen von Vorteil: Mit den fliegenden Helfern lassen sich Brandherde innerhalb von Minuten zielgerichtet ausmachen und löschen. Falls sich währenddessen die Umstände des Brandes verändern, können Einsatzkräfte in Echtzeit auf Informationen zugreifen und damit souverän den Überblick behalten.

Mit IoT-Lösungen lassen sich Daten evaluieren, Prognosen erstellen, Neues dazulernen und Entscheidungen nahezu in Echtzeit treffen – ganz gleich, ob in Unternehmen, Stadtverwaltungen oder bei Veranstaltern. Das Internet der Dinge hat Bedeutung für fast alle Branchen, insbesondere aber für die Sportindustrie. Den Fans ermöglicht es eine neue Art von Erlebnis, schafft engere Kundenbeziehungen und erlaubt Insights, die bisher nicht für möglich gehalten wurden. Schon heute können Unternehmen die Gelegenheit nutzen und auf IoT Technologien zurückgreifen, mit denen sie Kosten senken, die Effizienz steigern und Wettbewerbsvorteile erzielen können.

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