Talend zu Datenanalysen

Was Unternehmen vom Radsport lernen können

| Autor / Redakteur: Martin Hensel / Nico Litzel

Jan Wetzke, Director Sales DACH von Talend
Jan Wetzke, Director Sales DACH von Talend (Bild: Talend)

Die Radrennfahrer der Tour de France nutzen Datenanalysen, um sich an die Spitze des Teilnehmerfeldes zu katapultieren und Zuschauer mit Informationen aus erster Hand zu versorgen. Jan Wetzke von Talend erläutert, was auch Unternehmen von diesem Konzept lernen können.

Elektronische Hilfsmittel und Messgeräte kommen zunehmend im Profisport zum Einsatz. Sie dienen primär der Erfassung und Optimierung der Leistung der Sportler. Allerdings können sich heute auch Fans und Zuschauer zunehmend in den Datenstorm einklinken und so näher an ihre Idole heranrücken. Als Beispiel nennt Wetzke Live-Daten zur Tour de France, die einfach per Smartphone abrufbar sind und eine neue Perspektive auf den Sport ermöglichen. Sie gestatten den Zusehern tiefere Einblicke in das Renngeschehen, die von den TV-Bildern oft nicht ausreichend eingefangen werden. So sind zum Beispiel alle Fahrräder mit einem GPS-Transponder ausgestattet, die individuelle Daten zu Geschwindigkeit und Position liefern. Die Informationen werden dann etwa um Wetterdaten und Streckenführung ergänzt, um im Ergebnis einen detaillierten Überblick zu formen.

Datenbasierte Entscheidungsfindung

Spannend wird es laut dem Talend-Experten dann, wenn die große Menge an Live-Daten die Entscheidungsfindung während des Rennens beschleunigt. Team-intern kommen dabei auch Leistungsdaten wie etwa Watt-Anzahl oder die Steigleistung des Radsportlers auf Bergetappen zum Einsatz. Sie werden durch körperbezogene und eher feststehende Daten ergänzt, zu denen beispielsweise die maximale Sauerstoffaufnahme des Sportlers zählt. In der Kombination können Teamleiter aus diesen Informationen unter anderem zeitnah ableiten, ob die Konkurrenz Schwäche zeigt und der eigene Fahrer bei nächster Gelegenheit attackieren kann. Automatisierte Auswertungen, schnelle Datenaufbereitung und Mustererkennung bieten hier großes Potenzial.

Vorbild für Firmen

Derartige Abläufe sind auch für Unternehmen interessant. Wetzke empfiehlt, möglichst viele Abläufe digital zu vermessen und anschließend zu optimieren. So können zum Beispiel Sensorwerte über das Internet der Dinge aktuelle Details zur Leistung einer Maschine, eines Mitarbeiters oder ganzer Abteilungen liefern. Derartige Daten müssen Relevanz und hohe Qualität haben, sorgen aber gleichzeitig auch für mehr Transparenz. Zudem sorgen sie für zeitnahe Informationen – Statistiken im Wochen- oder Monatstakt sind in der heutigen Echtzeitwelt kaum noch sinnvoll. Es geht um Geschwindigkeit und darum, der Erste zu sein. Ganz wie bei der Tour de France, betont der Talend-Fachmann.

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