Der Einsatz von KI/ML in großem Maßstab, die Implementierung von Data Mesh und die Verwaltung von Metadaten: Diese Themen stehen beim Data-Analytics-Spezialisten Exasol ganz oben auf der Liste der Branchentrends, die Unternehmen im kommenden Jahr auf der Agenda haben sollten.
Exasols Prognosen drehen sich allesamt um die weltweit steigende Menge an Daten.
Exasol hat seine Prognosen für das Jahr 2023 veröffentlicht. Da die Menge an Daten weltweit stetig zunimmt und diese an den verschiedensten Orten gespeichert werden, müssen datengesteuerte Unternehmen mit immer komplexeren Datenmanagement- und Analyseumgebungen umgehen. Um diese sich verändernde Umgebung besser zu verstehen und sich bestmöglich vorzubereiten, stellt Exasol fünf Trends vor, die sich im nächsten Jahr abzeichnen werden:
Prognose 1: Eine neue Ära der Data Science ist angebrochen, doch der Kampf um den umfassenden Einsatz von KI/ML hält an
Datengesteuerte Unternehmen befinden sich am Übergang zu einer Advanced-Analytics-Denkweise, die herkömmliches Data Warehousing mit modernen Data-Science-Techniken durch Künstliche Intelligenz (KI) und maschinelles Lernen (ML) verbindet. Unternehmen stehen jedoch weiterhin vor der Herausforderung, diese Möglichkeiten in großem Umfang einzusetzen. Exasol geht davon aus, dass es im Jahr 2023 weiterhin herausfordernd bleibt, einen Mehrwert aus KI zu ziehen. Neben der richtigen Technologie, um KI/ML zu skalieren und zu operationalisieren, wird es auch auf die harmonische Zusammenarbeit zwischen Datenwissenschaftlern und Dateningenieuren ankommen. Nur dadurch kann sichergestellt werden, dass die von Datenwissenschaftlern erstellten ML-Bewertungsmodelle ordnungsgemäß in Produktivsysteme und -prozesse integriert werden.
Prognose 2: Data-Mesh-Initiativen gewinnen an Dynamik, Fehlinformationen könnten die Umsetzung jedoch bremsen
Für das Jahr 2023 erwartet Exasol einen noch größeren Druck auf Unternehmen, schneller zu agieren und belastbare, flexible Datenarchitekturen aufzubauen. Das Datenmanagement innerhalb von Unternehmen hat sich stetig weiterentwickelt, doch nun scheint ein Wendepunkt erreicht. Immer mehr Unternehmen rücken von traditionellen, monolithischen Ansätzen ab und setzen stattdessen auf neue Strategien und Lösungen wie Data Mesh, um sich datengesteuerter aufzustellen. Trotz des wachsenden Enthusiasmus für Data Mesh erwartet Exasol auch Herausforderungen, weil oftmals Unklarheit darüber herrscht, wie es z. B. eingeführt werden soll oder etwa, wie es mit Data Fabric zusammenhängt. Um Data Mesh in großem Umfang erfolgreich einzuführen und hier voranzuschreiten, müssen solche Fehlinformationen aus dem Weg geräumt werden. Die Unternehmen müssen die Verantwortung dafür übernehmen, ein besseres Verständnis dafür zu entwickeln, was Data Mesh bedeutet und welches Optimierungspotenzial es für die eigene Datenmanagementstrategie bietet.
Prognose 3: Metadatenbasiertes Datenmanagement tritt aus dem Schatten
Metadaten werden im Bereich Data Analytics und Datenmanagement immer noch häufig übersehen und unterschätzt. Sie entwickeln sich jedoch zu einer wichtigen Komponente des Datenmanagements, wenn es darum geht, die Zeit bis zur Wertschöpfung der Daten zu verkürzen, Kosten zu optimieren und die sich ständig ändernden Branchen- und Regierungsvorschriften einzuhalten. Exasol erwartet, dass die Rolle von Metadaten im Datenökosystem im Jahr 2023 wichtiger werden wird. Die Gründe dafür sind, dass immer mehr Unternehmen in die Cloud umsteigen und das Interesse an Datenerkennung, Governance, Virtualisierung und Datenkatalogen sowie an der Beschleunigung der Datenbereitstellung durch die Automatisierung von Daten-Pipelines und Warehouse-Automatisierung zunimmt.
Prognose 4: Datenanalysen nützen, um Nachhaltigkeitsziele zu erreichen
Mit der Verschärfung der Umweltvorschriften durch die Behörden wächst der Druck auf die Unternehmen nachzuweisen, dass sie ihre entsprechenden Verpflichtungen erfüllen. Data Analytics kann Unternehmen dabei helfen zu erkennen, was sie bei der Erreichung ihrer Nachhaltigkeitsziele behindert. Doch die Erfassung und Analyse von ESG-Daten (Environmental, Social, Governance – Umwelt, Soziales und Unternehmensführung) ist eine komplexe Aufgabe. Exasol geht davon aus, dass Unternehmen, die robuste Datenstrategien einsetzen, im Jahr 2023 beim Reporting ihrer ESG-Leistungen Vorreiter sein werden. Sie können Veränderungen bezüglich ihrer Performance über einen längeren Zeitraum hinweg analysieren und diese nicht nur mit den gesetzten Zielen, sondern auch mit ihren Wettbewerbern vergleichen.
Prognose 5: CFOs müssen gerade bei drohender Rezession besser mit der Cloud vertraut sein
Angesichts einer drohenden wirtschaftlichen Rezession werden Unternehmen im Jahr 2023 gezwungen sein, aus geringeren IT-Budgets mehr zu machen. Cloud-Dienste werden gleichzeitig für die meisten Unternehmen eine Notwendigkeit bleiben. Unternehmen müssen daher ihre Cloud-Programme auf das Wesentliche beschränken und wirtschaftlichere Dienste mit weniger versteckten Kosten nutzen. Deshalb werden CFOs, die letztendlich über Cloud-Ausgaben entscheiden, im kommenden Jahr ihre Kenntnisse rund um die Cloud ausbauen müssen, um sicherzustellen, dass sie diesbezüglich die richtigen Bereitstellungs- und Finanzentscheidungen treffen. Zudem ist es notwendig, die finanzielle Verwaltung der Cloud zu priorisieren, um einen maximalen ROI sicherzustellen.
Stand: 08.12.2025
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