Bitkom-Umfrage

Vier von zehn Unternehmen setzen auf IoT-Plattformen

| Autor / Redakteur: Lisa Marie Waschbusch / Nico Litzel

Für acht von zehn Unternehmen sind IoT-Plattformen bereits ein Thema, vier von zehn haben sie im Einsatz.
Für acht von zehn Unternehmen sind IoT-Plattformen bereits ein Thema, vier von zehn haben sie im Einsatz. (Bild: Pixabay / CC0)

IoT-Plattformen sind für die Industrie 4.0 von zentraler Bedeutung. Wie eine aktuelle Umfrage von Bitkom nun zeigt, nutzen 43 Prozent der deutschen Industrieunternehmen bereits heute IoT-Plattformen. Im Gespräch ist das Thema immerhin bei acht von zehn befragten Unternehmen.

Eine aktuelle Umfrage des Digitalverbands Bitkom zeigt: 43 Prozent der deutschen Industrieunternehmen nutzen bereits heute eine IoT-Plattform. 27 Prozent der befragten Unternehmen setzen dabei auf die IoT-Plattform eines externen Providers, kurz: Plattform as a Service – PaaS, 16 Prozent nutzen eine selbst programmierte IoT-Plattform. Weitere 18 Prozent der Unternehmen planen den Einsatz einer IoT-Plattform, in etwa ebenso viele (19 Prozent) diskutieren darüber.

Für lediglich 19 Prozent der Unternehmen sind IoT-Plattformen aktuell und aus heutiger Perspektive auch künftig kein Thema. „Alle Industrieunternehmen werden früher oder später erkennen, dass IoT-Plattformen von strategischer Bedeutung für ihre zukünftigen Geschäftsmodelle sind. Unternehmen, die frühzeitig auf eine IoT-Plattform setzen und damit Erfahrungen sammeln, können sich einen wichtigen Wettbewerbsvorteil sichern“, so Bitkom-Präsident Achim Berg.

Der Digitalverband Bitkom hat untersucht, welche Bedeutung IoT-Plattformen heute in den Unternehmen haben.
Der Digitalverband Bitkom hat untersucht, welche Bedeutung IoT-Plattformen heute in den Unternehmen haben. (Bild: Bitkom Research)

Bedenken in Sachen Datensicherheit und -integrität

Eine Vielzahl der Befragten, für die IoT-Plattformen kein Thema sind, äußerte Bedenken bezüglich Datensicherheit und -integrität (58 Prozent). Die Unternehmen fürchten, dass jemand ihre Daten über die Plattform stehlen beziehungsweise unbemerkt verändern kann. Vier von zehn Nicht-Nutzern geben an, ihnen seien die Kosten zu hoch (39 Prozent), personelle Ressourcen (25 Prozent) seien knapp oder es fehle schlichtweg an Know-how (15 Prozent).

Dabei werden Nutzen und Wert einer IoT-Plattform von fast allen Nicht-Nutzern erkannt (95 Prozent). Auch Anwendungsfälle für IoT-Plattformen gibt es in so gut wie jedem Unternehmen (97 Prozent), in dem IoT-Plattformen auch künftig kein Thema sein werden. Berg erklärt, dass insbesondere kleinere Unternehmen in Bezug auf Datensicherheit und Datenintegrität noch viele Vorbehalte teilen. „Ein Erfahrungsaustausch zwischen kleineren und größeren Unternehmen, zum Beispiel zu Best Practices, kann helfen, Vorbehalte abzubauen und Vertrauen zu schaffen“, so Berg weiter.

Selbstentwickler wollen eigenes Ökosystem aufbauen

41 Prozent der Befragten, die IoT-Plattformen im Einsatz haben, geben an, sie haben die Plattform selbst entwickeln wollen, um so ein eigenes Ökosystem mit entsprechenden Geschäftsbeziehungen aufbauen zu können. Beinahe ebenso viele (40 Prozent) haben Sorge, Wertschöpfung zu verlieren, wenn sie externe Provider beauftragen, ihnen eine Plattform zur Verfügung zu stellen. Bedenken hinsichtlich Datensicherheit und -hoheit äußert immerhin jedes dritte „selbstentwickelnde“ Unternehmen (34 Prozent). 22 Prozent beklagen zu hohe Kosten für extern eingekaufte Plattformen, 19 Prozent wollen Abhängigkeiten vermeiden und 17 Prozent fehlt grundsätzlich das Vertrauen in die Dienstleister. Jedes siebte Unternehmen (15 Prozent) spricht außerdem von einem unübersichtlichen Angebotsmarkt.

Grundlage der Angaben ist eine repräsentative Befragung, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführt hat. Dabei wurden 553 Produktionsleiter, Vorstände oder Geschäftsführer von Industrieunternehmen ab 100 Mitarbeitern in Deutschland telefonisch befragt.

Dieser Artikel stammt von unserem Partnerportal Industry of Things.

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