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EMC präsentiert „Digital Universe“-Studie von IDC

Unternehmen lassen das Potenzial ihrer Daten brach liegen

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Keine Konzepte für Big Data

„Die IT Abteilungen in Unternehmen stecken in einem Dilemma: Sie können sich von dem Informationswachstum lähmen lassen oder das Potenzial, das in den Daten steckt, für sich nutzen“, kommentiert Sabine Bendiek, Geschäftsführerin bei EMC Deutschland, die IDC-Studie. Um die Potenziale zu erschließen, müssten Unternehmen „die richtige Mischung aus Technologie, Datensicherheit und IT-Kompetenz“ finden.

Einen wesentlichen Grund für das Missverhältnis zwischen potenziell nützlichen und tatsächlich analysierten Daten, sieht IDC darin, dass viele Unternehmen bislang keine Konzepte für Big Data entwickelt haben. „Oft fehlt das Wissen darüber, wie sich unstrukturierte Daten auswerten lassen", beobachtet Analyst Moussavi-Amin.

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Immerhin könnten derzeit etwa 23 Prozent des digitalen Universums nützliche Erkenntnisse liefern, schätzt IDC. Und der Anteil der nützlichen Daten nimmt der Studie zufolge weiter zu: 2020 könnte sich bereits ein Drittel des digitalen Universums für Big-Data-Analysen eignen, wenn die Daten denn verschlagwortet und ausgewertet würden.

Unzureichender Schutz

Für ebenso alarmierend halten die Analysten, dass die meisten Daten nicht ausreichend geschützt sind. Dieses Jahr müssten 35 Prozent der Informationen im digitalen Universum gegen unberechtigten Zugriff gesichert werden, aber weniger als 20 Prozent werden tatsächlich geschützt.

IDC warnt davor, dass die Sicherheitsrisiken zunehmen. Die Daten, die Schutz bräuchten, wachsen überporportional schnell. Gründe dafür sind hochentwickelte Cyber-Bedrohungen, Wissenslücken sowie fahrlässiger Umgang von Konsumenten und geschäftlichen Nutzern mit einfachsten Sicherheitsrichtlinien. Mussten 2010 weniger als ein Drittel des digitalen Universums geschützt werden, wächst der schutzwürdige Anteil bis 2020 auf 44 Prozent.

IDC hat dieses Jahr erstmals untersucht, in welchen Regionen die Datenmengen vor allem erzeugt werden. Dabei beobachten die Analysten gravierende Verschiebungen beim Datenaufkommen. Trugen Schwellenländer im Jahr 2010 rund 23 Prozent zum digitalen Universum bei, liegt ihr Anteil 2012 schon bei 36 Prozent. In wenigen Jahren werden die meisten Daten von dort kommen. 2020 wird der Anteil der Schwellenländer am digitalen Universum bei 62 Prozent liegen. □

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