Die überwiegende Mehrheit der Unternehmen macht solide Fortschritte bei der Integration von generativer KI in betriebliche Abläufe und Workflows. Laut einer Studie von Keller West haben mehr als drei Viertel der Unternehmen bereits Programme eingeführt, die sich auf KI beziehen.
Die meisten IT-Führungskräfte sind der Ansicht, dass ihre Unternehmen mit die größten Fortschritte bei der Zusammenarbeit von Mensch und KI gemacht haben.
Keller West, eine Personalberatungsmarke von The SR Group, die auf die Rekrutierung von IT-Fach- und Führungskräften spezialisiert ist, befragte IT-Führungskräfte zu den Fortschritten ihres Unternehmens bei der Einführung von Programmen hinsichtlich verschiedener KI-relevanter Themen, darunter Ethik und Governance, Systemschulung und Zusammenarbeit von Mensch und KI. Die Studie ergab, dass etwa ein Drittel der Führungskräfte der Meinung ist, dass ihr Unternehmen über Basiskenntnisse hinsichtlich KI verfügt, ein Fünftel schätzt die Kompetenz auf Expertenniveau ein und etwa ein weiteres Viertel hat mit Pilotprojekten begonnen.
Die meisten IT-Führungskräfte waren der Ansicht, dass ihre Unternehmen die größten Fortschritte bei der Zusammenarbeit von Mensch und KI sowie bei der Entwicklung von KI-Modellen gemacht haben. In beiden Bereichen gaben 54 Prozent der Befragten an, dass sie über Basiskenntnisse verfügen oder Expertenniveau erreicht haben; 51 Prozent sagten dasselbe über ihre Fortschritte in Bezug auf KI-Ethik und -Governance; 49 Prozent in Bezug auf Schulung und Überprüfung von KI-Systemen sowie dem Bewusstsein für digitale Bedrohungen.
Es ist nachvollziehbar, dass führende IT-Führungskräfte einen Anreiz darin sehen, die KI-Fähigkeiten ihres Unternehmens zu verbessern. Schließlich gehen sie davon aus, dass bis zum Jahr 2030 durchschnittlich mehr als die Hälfte (51 %) der aktuellen Aufgaben ihres Teams automatisiert sein werden.
KI ist kein Jobkiller
Alex Gerritsen, Geschäftsführer von Keller West in Deutschland, betonte: „Es ist ermutigend, dass die meisten Unternehmen bei der Integration von generativer KI in ihre Betriebsabläufe bereits Fortschritte erzielt haben. Unternehmen in der Planungsphase sollten jedoch ihre Evaluierung beschleunigen – wobei natürlich zu bedenken ist, dass jedes Unternehmen die Risiken im Zusammenhang mit KI vollständig verstehen und parallel dazu entsprechende Richtlinien für den Einsatz entwickeln möchte.“
Er erläutert: „Dies hängt auch mit einem weiteren interessanten und kontraintuitiven Aspekt zusammen. Entgegen der Vermutung, dass durch KI Arbeitsplätze ersetzt werden, erleben wir stattdessen das genaue Gegenteil. Einerseits braucht es die Mitwirkung und Überwachung durch Menschen, um sicherzustellen, dass KI qualitativ hochwertige und konforme Ergebnisse liefert. Andererseits unterstützt KI auch dabei, mühsame Routineaufgaben schneller zu erledigen, damit Wissensarbeiter mehr Zeit für wirklich wichtige Aufgaben haben. Generative KI schafft neue Stellen, da innovative Unternehmen versuchen, das Potenzial der Technologie schnell zu nutzen und sich einen Vorteil gegenüber dem Wettbewerb zu verschaffen. In anderen Branchen, vor allem im Einzelhandel und Gastgewerbe, bleibt Unternehmen oft keine andere Wahl als auf generative KI zurückzugreifen, da es einfach nicht ausreichend Arbeitskräfte gibt.”
Vertrauen in den Ausbau von KI-Fähigkeiten, doch dafür ist Weiterbildung notwendig
Obwohl auf dem deutschen Markt derzeit ein Mangel an IT-Talenten besteht, sind IT-Führungskräfte überraschenderweise zuversichtlich, dass dies nicht den Ausbau der KI-Fähigkeiten beeinträchtigen wird. 82 Prozent glauben, dass sie Mitarbeiter mit den erforderlichen Fähigkeiten finden können, um das volle Potenzial der KI auszuschöpfen.
Um diese Positionen zu besetzen, haben IT-Führungskräfte vier Optionen ähnlich stark gewichtet: 57 Prozent der Befragten planen, einen erfahrenen Mitarbeiter einzustellen, damit dieser mit einem Team zusammenarbeitet und dessen Fähigkeiten und Kompetenzen verbessert; 56 Prozent haben vor, die Fähigkeiten von Nachwuchskräften zu entwickeln; 55 Prozent beabsichtigen, Nachwuchskräfte einzustellen und „on the job“ auszubilden, und 51 Prozent planen, Mitarbeiter der mittleren Ebene für diese Aufgaben aufzubauen.
Alex Gerritsen weiß: „Auf Führungsebene scheinen viele Unternehmen einen ähnlichen Weg zu verfolgen, wenn es darum geht, die Talente zu finden und zu rekrutieren, die einem Unternehmen helfen können, mithilfe von KI voranzukommen. Sie starten mit einer Vielzahl von Anwendungsfällen in mehreren Abteilungen – Vertrieb, Kundenservice, Softwareentwicklung, Marketing usw. An diesem Punkt werden allgemeinere Fähigkeiten benötigt, was den Pool an Talenten vergrößert. Sobald das Unternehmen jedoch anfängt, über die theoretischen Aspekte hinauszugehen und sich konkret auf die einzelnen Bereiche zu konzentrieren, in denen KI Wettbewerbsvorteile schaffen kann, werden spezifische Fähigkeiten benötigt. Das führt dazu, dass sich der Pool an Talenten verkleinert. An dieser Stelle ist es sinnvoll, sich an externe Personalberater zu wenden, die ein umfassendes Verständnis des Karrieremarktes haben und fundiert einschätzen können, welche spezifischen Fähigkeiten zu den tatsächlichen Anforderungen des Unternehmens passen.“
Stand: 08.12.2025
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In Zeiten der generativen KI sind technische und soziale Fähigkeiten gefragt
Die Keller-West-Studie gab auch einige aufschlussreiche Hinweise zu den technischen Fähigkeiten, die in einer Ära der generativen KI gefragt sein werden: Die Bewertung von KI-Lösungen und die beratende Begleitung bei der Auswahl und der Implementierung wurde am höchsten eingestuft und von 52 Prozent der Befragten genannt. Es folgten zukunftsweisende Softwareentwicklung (Bereitstellung und Nutzung innovativer Software zur Förderung des Geschäftserfolgs) mit 39 Prozent, sowie Sicherheit, vertrauenswürdige Architekturen und Identitätsmanagement mit 34 Prozent. Die Wertschöpfung aus der ständig wachsenden Menge von Unternehmensdaten nannten 30 Prozent der Befragten.
Die drei wichtigsten Soft Skills, von denen IT-Führungskräfte erwarten, dass sie in ihren Unternehmen benötigt werden, sind Kreativität (55 %), Teamarbeit (45 %) und Problemlösung (43 %).
Alex Gerritsen abschließend: „KI-Fähigkeiten stehen derzeit eindeutig im Mittelpunkt, aber dieser Kompetenzbereich wird das gesamte Spektrum der IT-Aktivitäten betreffen. Ob Softwareentwicklung, IT-Sicherheit, Cloud-Infrastruktur oder Internet der Dinge – IT-Fachkräfte werden generative KI nutzen, um mühsame Routineaufgaben zu automatisieren, neue Ideen und Konzepte zu entwickeln und ihre Arbeit schneller zu erledigen.”
Über die Studie
Für die Befragung von 200 deutschen IT-Führungskräften beauftragte Keller West das Marktforschungsinstitut Sapio Research. Die Interviews wurden im September 2023 online durchgeführt. Die Einladung erfolgte per E-Mail.