Agentic Software Quality Tricentis launcht KI-Plattform zur autonomen Qualitätssicherung

Von Berk Kutsal 2 min Lesedauer

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Mit dem neuen „AI Workspace“ führt Tricentis eine Plattform ein, die spezialisierte KI-Agenten zur Orchestrierung des gesamten Software-Lebenszyklus nutzt. Die Lösung soll das Vertrauen in KI-generierten Code stärken und Testprozesse in komplexen Enterprise-Umgebungen massiv beschleunigen.

Der „AI Workspace“ von Tricentis soll KI-Agenten für Testautomatisierung, Performance-Analysen und Quality-Monitoring über den gesamten Software-Lifecycle hinweg orchestrieren.(Bild:  Tricentis)
Der „AI Workspace“ von Tricentis soll KI-Agenten für Testautomatisierung, Performance-Analysen und Quality-Monitoring über den gesamten Software-Lifecycle hinweg orchestrieren.
(Bild: Tricentis)

Tricentis erweitert sein Portfolio um den sogenannten „AI Workspace“, der die Orchestrierung autonomer KI-Agenten im Softwarelebenszyklus übernimmt. Das System zielt auf die Qualitätssicherung von Anwendungen in komplexen ERP- und Web-Infrastrukturen ab, um die Testgeschwindigkeit an die beschleunigte KI-Codegenerierung anzupassen.

Die zunehmende Geschwindigkeit bei der Softwareentwicklung durch generative KI erhöht den Druck auf die Qualitätssicherung. Da Fehler in vernetzten Enterprise-Applikationen oft kaskadierende Auswirkungen auf Geschäftsprozesse haben, reicht die punktuelle Prüfung meist nicht mehr aus. Die neue „Agentic Quality Engineering Platform“ von Tricentis setzt hier an, indem sie spezialisierte KI-Einheiten für verschiedene Phasen des Software Development Lifecycle (SDLC) bereitstellt.

Zentrale Steuerung über den AI Workspace

Die Architektur der Plattform basiert maßgeblich auf dem Tricentis AI Workspace. Dieser fungiert als zentrale Kommandozentrale und „Control Tower“, um die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen KI-Agenten zu koordinieren. Das System integriert Workflows für Testing, Performance und Quality Intelligence direkt mit Governance-Vorgaben und Audit-Funktionen.

Innerhalb dieser Umgebung übernehmen spezialisierte Agenten definierte Aufgaben innerhalb des Software Development Lifecycle (SDLC):

  • Agentic Quality Intelligence: Dieser Agent interpretiert kontinuierlich Signale zu Änderungen und Risiken, um die Release-Bereitschaft zu bewerten.
  • Agentic Test Automation: Die Erweiterung unterstützt nun neben Web-Apps auch SAP-GUI-Umgebungen und zielt auf eine Reduzierung von Redundanzen bei Testmodulen ab.
  • Agentic Performance Testing: Durch autonome Analysen und Designs sollen Einblicke in die Systemperformance um bis zu 95 Prozent schneller vorliegen als bei manuellen Verfahren.
  • Agentic Test Creation: Direkt in Tricentis qTest integriert, ermöglicht dieser Agent die Erstellung von Testfällen mittels natürlicher Sprache.

Effizienzsteigerung in der Praxis

Laut Herstellerangaben ermöglicht der agentenbasierte Ansatz eine signifikante Beschleunigung kritischer IT-Projekte. So wurde eine Cloud-Migration, die üblicherweise mehrere Monate in Anspruch nimmt, innerhalb einer Woche realisiert. In frühen Deployment-Phasen erreichten Anwender zudem eine Automatisierung von bis zu 60 Prozent ihrer Regressions-Tests.

Dabei soll die menschliche Komponente fester Bestandteil der Architektur bleiben. Die Plattform sieht Review-Gates und Eskalationspfade vor, sodass KI-Entscheidungen bei Bedarf durch menschliches Urteilsvermögen validiert werden müssen.

Die Plattform soll darauf ausgelegt sein, mit den Anforderungen von Unternehmen zu wachsen, die in den kommenden Jahren den Übergang zu einer vollständig autonomen, aber kontinuierlich überwachten Qualitätssicherung anstreben.

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