Deutschland braucht ein vertrauenswürdiges Datenökosystem Persönliche Daten für das KI-Training? Deutsche sind skeptisch

Von Bernhard Lück 2 min Lesedauer

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Aktuell sind Bürgerinnen und Bürger in Deutschland nur begrenzt dazu bereit, ihre Daten anonymisiert für das KI-Training zur Verfügung zu stellen. Das zeigt eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag von Eco – Verband der Internetwirtschaft e. V.

Zwei Drittel der Deutschen wollen ihre Daten selbst in anonymisierter Form nicht für das Training künstlicher Intelligenzen zur Verfügung stellen.(Bild:  Eco / Civey)
Zwei Drittel der Deutschen wollen ihre Daten selbst in anonymisierter Form nicht für das Training künstlicher Intelligenzen zur Verfügung stellen.
(Bild: Eco / Civey)

Künstliche Intelligenz (KI) kann Produktionsprozesse in Wirtschaft und Industrie optimieren, Staus vermeiden und in der Krebs-Früherkennung sogar Leben retten. Damit das zukünftig immer besser gelingt, müssen KI-Modelle mit einer Vielzahl von Daten trainiert werden. Doch die Menschen in Deutschland sind nur begrenzt dazu bereit, ihre Daten anonymisiert für das Training künstlicher Intelligenzen zur Verfügung zu stellen. Immerhin 18,3 Prozent der Deutschen würden Daten zu ihrer Technologienutzung zur Verfügung stellen, 18,1 Prozent Transport- und Verkehrsdaten. Daten zum Reiseverhalten würden 15,7 Prozent der Deutschen teilen und Gesundheitsdaten 15,6 Prozent.

Das Meinungsforschungsunternehmen Civey hat im Auftrag von Eco rund 2.518 volljährige Bundesbürger zwischen dem 12. und 13. Februar 2024 befragt. Die Ergebnisse sind repräsentativ. Der statistische Fehler der Gesamtergebnisse liegt bei 3,2 Prozent.

„Der visionäre Einsatz von Technologien und Anwendungen auf Basis von künstlicher Intelligenz bietet nicht nur enormes Wirtschaftspotenzial, sondern kann auch dazu beitragen, unser aller Lebensverhältnisse in vielen Bereichen zu verbessern. Diese Vorteile müssen stärker herausgestellt werden. Um diese Potenziale zu heben, braucht es neben digitalen Infrastrukturen, Diensten und Plattformen eben auch Datenpools. Die Verfügbarkeit hochwertiger Daten sowie ein einheitlicher und rechtssicherer Umgang mit Daten ist essenziell für alle datenbasierten Geschäftsmodelle. Wir brauchen ein vertrauenswürdiges Datenökosystem, das Bürger auch die nötige Transparenz und Sicherheit gewährleistet, damit sie der Nutzung ihrer Daten für das Training von KI-Anwendungen zustimmen“, sagt Eco Vorstandsvorsitzender Oliver Süme. Die Bundesregierung sei hier jetzt dringend in der Pflicht.

„Die Datenstrategie der Bundesregierung bietet dafür eine gute Grundlage. Auch wenn einige Projekte aus der Strategie, wie das Dateninstitut, das Bundesdatenschutzgesetz oder das Mobilitätsdatengesetz, zumindest bereits angestoßen wurden, brauchen wir jetzt allerdings dringend mehr Tempo bei der Datenpolitik“, so Süme weiter.

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